Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Josef Maria Olbrich

Josef Maria Olbrichs Architektur-Träume des Jugendstils in der Kunstbibliothek am Kulturforum am Potsdamer Platz

Seine Welt zeige der Künstler, die niemals war, noch jemals sein wird. [Olbrich]

"Ausstellungsankündigung an der Kunstbibliothek", Foto © Friedhelm Denkeler 2011
„Ausstellungsankündigung an der Kunstbibliothek“, Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Vor genau 100 Jahren hat eine Stiftungskommission den zeichnerischen Nachlass des Architekten, Designers und Landschaftsplaners Josef Maria Olbrich (1867 – 1908) erworben. Der Kommission gehörten der Künstler Max Liebermann und der Direktor der Staatlichen Museen Berlin Wilhelm von Bode an. In den Besitz der Berliner Kunstbibliothek gelangte somit die bedeutende Sammlung von 2500 Zeichnungen, wobei in der Ausstellung lediglich 200 zu sehen sind.

Die Ausstellung ist in die fünf Gruppen „Anfänge in Wien“, „Wiener Seccession“, „Mathildenhöfe in Darmstadt“, „Bauten in Berlin“ und „Kunsthandwerk“ eingeteilt, die auch gleichzeitig die einzelnen Stationen von Olbrichs Schaffensperiode aufzeigen. Bekannt wurde der Künstler vor allem durch sein Gebäude für die Wiener Seccession, seine Bauten für die Darmstädter Künstlerkolonie auf der Mathildenhöhe und seinen letzten Auftrag, das Warenhaus Leonhard Tietz in Düsseldorf.

Die einzelnen Blätter weisen eine einzigartige, farbenfrohe Schönheit wie in einem Bilderbuch auf, es fehlte nur noch, dass die Ausstellung mit „Es war einmal …“ begann. Auf dem Blatt, das die Eingangssituation von Olbrichs eigenem Haus auf der Mathildenhöhe in Darmstadt zeigt, steht der Satz „Hauseingang in meine Welt“. Das kann man auch für die gesamte Ausstellung so sehen. Sie ist nur noch heute und morgen zu sehen.