Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Brandt Parker

Mit der Finissage von „‚Brandt’s World‘ – Bilder und Zeichnungen von Brandt Parker“ ging die Ausstellung in der „Kreativagentur Komet“ mit einer kleinen Festlichkeit heute viel zu früh zu Ende. Der 1972 in Arizona geborene Brandt Parker lebt und arbeitet seit 14 Jahren in Berlin, kehrt aber immer wieder in seine Heimat zurück und genau dieses Heimatgefühl findet sich auch in seinem neuesten Werk „Kachinas“ (siehe Foto) wieder.

"Brandt Parker mit 'Kachinas'", 2014, in der Kreativagentur Komet, Foto © Friedhelm Denkeler 2014
„Brandt Parker mit ‚Kachinas'“, 2014, in der Kreativagentur Komet, Foto © Friedhelm Denkeler 2014

Die Hopi-Indianer im Südwesten der USA verbinden mit Kachina den Geist einer Naturerscheinung in Form eines Tieres, einer Pflanze oder eines Ahnen. Dazu gehören der maskierte Tänzer und auch die figürlichen Darstellungen, die diesen Geist verkörpern. Heute befinden sich viele der Kachina-Puppen in den Museen der USA, aber auch im „Ethnologischen Museum Berlin“ sind sie in großer Zahl vorhanden.

Parkers wundersame Tiere, seine Fabelwesen und Kreaturen aus der Zwischenwelt spiegeln eine innere Traumwelt, die mit Kuriositäten und Absurditäten gefüllt ist, die fremd und gleichzeitig vertraut ist. Aus Träumen, Legenden und Mythen holt sich Parker die Anregungen für seine surrealen Gemälde und Illustrationen; er lässt sich von Hieronymus Bosch, Francisco de Goya, Franz Marc, Arnold Böcklin, Giorgio de Chirico und Max Ernst inspirieren.

Wenn man sich in Parkers Welten einmal eingesehen hat, lassen sie einen nur schwer wieder los; zu gerne würde man auch einmal dort umher wandeln und die Sprache dieser geheimnisvollen Wesen verstehen. Orlops fühlen sich nebenbei gesagt überall wohl. Einen guten Einblick in Parkers fantastische Welten erhält man in diesem Video und auf seiner Website.