Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Arne Quinze

Sechs Stunden Louisiana – Sechs Kunstwerke (2)

Arne Quinze: "My Home, My House, My Stilthouse", 2011, Foto © Friedhelm Denkeler 2011
Arne Quinze: „My Home, My House, My Stilthouse“, 2011, Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Das Auge sucht nach dem Betreten der Eingangshalle des „Louisiana – Museum Of Modern Art“ zugleich den Blick nach draußen, in Richtung auf den Öresund und auf den vor dem Ufer liegenden herrlichen Landschaftspark mit Skulpturen der berühmtesten Bildhauer der Moderne (siehe Louisiana – Ein geniales Zusammenspiel zwischen Kunst und Natur). Und somit fällt der Blick gleichzeitig auf eine farbig markante und überdimensional große Installation von Arne Quinze: „My Home, My House, My Stilthouse“. Der 1971 in Belgien geborene Quinze sammelt gebrauchte Materialien aus Holz und stellt sie mit Hilfe von fluoreszierenden Malfarben zu Objekten zusammen.

Für das Burning Man-Festival, das alljährliche Freak-Treffen in der Wüste von Nevada, hatte Quinze 2006 eine gigantische, begehbare Sperrholzskulptur entworfen, die am Ende der verrückten Tage abgebrannt wurde. Er bewegt sich als Künstler im Grenzgebiet von Kunst, Architektur und Design und hat für den Umbau des „Bikini-Hauses“ in Berlin die künstlerische Leitung übernommen. In Deutschland ist er bisher – Achtung Klatsch und Tratsch! – in erster Linie als der neue Mann an der Seite von Barbara Becker bekannt geworden.

Ich liebe Regeln, denn wenn ich sie erst einmal kenne, weiß ich, wie ich sie umgehen kann. Ich bin ein leidenschaftlicher Verfechter von Chaos, dem Fehlen eines Systems. Chaos ist der Motor für meine Arbeit als Designer. Ich schaffe Chaos, das für mich am Anfang einer totalen Unabhängigkeit steht. Arne Quinze

Eine Auswahl von Quinzes verrückten „Bauten“ finden Sie in der Google-Bildersuche, auf seiner Website und im Video beim Aufbau der Installation „My Home, My House, My Stilthouse“ im Louisiana-Museum im Juni 2011. www.louisiana.dk