Journal

Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

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Der Sommer kann kommen

Mein Sommerhit 2010 Yolanda Be Cool & DCUP – We No Speak Americano

Der Sommer kann kommen, denn für mich ist der Sommerhit 2010 soeben erschienen. Der Ohrwurm dürfte in in den Discotheken und In-Bars die nächsten sieben Wochen rauf und runter gespielt werden, denn laut Siebenschläfer soll es nun sonnig und und sehr heiß werden.

Foto  © Friedhelm Denkeler 2008

Foto © Friedhelm Denkeler 2008

Das australische DJ-Team “Yolanda Be Cool” hat mit “We Speak No Americano” einen Track produziert, der die Sonne noch wärmer strahlen lässt. Alle, die diesen Sommer in den Urlaub fahren, dürfte dieser Song über den Weg laufen, bzw. ins Ohr gehen.

Und hier ist, wie ich finde, das tolle Video:

Yolanda Be Cool & DCUP: “We No Speak Americano”

Der Song hat eine lange Geschichte. Das Original kommt aus dem Land, in dem die Zitronen blühen, aus Neapel. Er wurde bereits 1956 von Renato Carosone geschrieben und mehrfach gecovert, unter anderem von Lou Bega mit “You Wanna Be Americano”. Und jetzt liegt der Song vom australischen Elektoduo “Yolanda Be Cool” vor. Das angesagte DJ-Team aus Down Under hat sich mit dem Produzenten DCUP zusammengeschlossen und eine Mischung aus Funk und Eleletrobeat mit Samples aus dem Fünfziger-Jahre-Klassiker “’Tu Vuo Fa ‘L’ Americano” (du willst amerikanisch sein) zusammengerührt. Das Original ist aber auch nicht zu verachten:

Tu Vuo Fa ‘L’ Americano

Der Song wurde 1960 auch bekannt durch den Film “Es begann in Neapel”, in dem er von Sophia Loren höchstpersönlich gesungen wurde. Im Film “Der talentierte Mister Ripley” von Anthony Minghella aus dem Jahr 1999 mit Gwyneth Paltrow und Matt Damon spielte der Song ebenfalls eine Rolle.

Hans Bellmer und Louise Bourgeois – Double Sexus

Erstmalige Sonderausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin in der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Charlottenburg

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Ab dem 24. April 2010 zeigt die Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin erstmals eine Sonderausstellung in der Sammlung Scharf-Gerstenberg. Unter dem Titel “Hans Bellmer – Louise Bourgeois. Double Sexus“ werden rund 70 skulpturale, zeichnerische und fotografische Arbeiten von Hans Bellmer (1902 – 1975) und Louise Bourgeois (geb. 1911) präsentiert.

Die erotisch aufgeladenen Werke von Hans Bellmer und Louise Bourgeois weisen bemerkenswerte Parallelen auf. Sie kreisen um ähnliche Themen und verwenden oftmals dieselben Motive. Beide Künstler verarbeiteten frühe Erlebnisse und Fantasien und schufen Werke, die als Tabubruch empfunden wurden.

Erstmals werden jetzt die Werke des Berliner Surrealisten und der heute in New York arbeitenden Künstlerin in einer Ausstellung gegenübergestellt. Mit dieser Schau feiert die im Sommer 2008 in Charlottenburg eröffnete Sammlung Scharf-Gerstenberg eine Premiere: Es ist die erste Sonderausstellung in diesem Hause. Mit Leihgaben aus dem In- und Ausland – darunter jüngste Arbeiten aus dem Studio Bourgeois – arbeitet sie zudem einen wichtigen Aspekt der eigenen Surrealisten-Sammlung heraus, zu der auch zahlreiche Werke von Hans Bellmer gehören.

Begleitend zur Ausstellung wird es ein vielseitiges Rahmenprogramm mit einem Theaterstück, Lesungen und Vorträgen geben, welches von den Junioren des Vereins der Freunde der Nationalgalerie (Stoberkreis) ermöglicht wird.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Distanz Verlag mit literarischen Texten von Elfriede Jelinek und Henry Miller sowie Einführungstexten der Kuratorinnen Silke Krohn (Ausstellung) und Kyllikki Zacharias (Sammlung). Die Ausstellung wurde organisiert durch die Nationalgalerie Staatliche Museen zu Berlin – Sammlung Scharf-Gerstenberg, in Kooperation mit dem Gemeentemuseum Den Haag (11.9.2010 – 16.01.2011). Die Ausstellung wurde durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie ermöglicht.

Eine Ausstellungsbesprechung erfolgt im August 2010.

Quelle: Presseerklärung, www.doublesexus.org

Journal – Ein neuer Photographie-Blog aus Berlin

Neues Journal von “Denkeler Foto” mit aktuellen Berichten
und Besprechungen zu Photographie und Kunst.
“Das wirksamste Element im Kunstwerk
ist nicht selten das Schweigen.”

Im neuen “Journal – Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst” finden Sie ab sofort regelmäßig Berichte zum Thema Photographie, Besprechungen von Ausstellungen zur Photographie und Kunst, sowie Ankündigungen von Ausstellungen, die demnächst eröffnet werden. Die Beiträge beziehen sich bevorzugt auf die Hauptstadt-Region, aber auf auf bundesweite Veranstaltungen. Auch die Ankündigung von Fotomessen und fotografischen Veranstaltungen sind vorgesehen. Die Vorstellung von Fotografen und Künstlern, von Filmen und Videos und dem Zitat des Monats runden diese Rubrik ab.

Foto © Friedhelm Denkeler 2005

Foto © Friedhelm Denkeler 2005

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  • Zitat des Monats

Friedhelm Denkeler, Berlin 1. Juli 2010

“Im strengsten Sinne sind alle Bewusstseinsinhalte unnennbar. Selbst die einfachste Wahrnehmung ist in ihrer Totalität unbeschreibbar. Jedes Kunstwerk muss daher nicht nur als etwas Dargestelltes verstanden werden, sondern gleichzeitig als ein Versuch, das Unsagbare auszudrücken. In den größten Kunstwerken schwingst stets etwas mit, das sich nicht in Worte fassen lässt (Regeln des “Dekors”), etwas von dem Widerspruch zwischen dem Ausdruck und der Gegenwart des Unausdrückbaren. Stillmittel sind immer auch Methoden der Vermeidung. Das wirksamste Element im Kunstwerk ist nicht selten das Schweigen.” [Susan Sontag, in “Against Interpretation”]

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