Journal

Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Junge Zwergotter auf einem Sonntagsausflug

»JungerZwergotter auf einem Sonntagsausflug«, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

»Junge Zwergotter auf einem Sonntagsausflug«, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

Zwerotter leben in Gruppen von vier bis zwölf Tieren und zeigen eine ausgesprochene Paarbindung. Die Männchen beteiligen sich auch an der Jungenaufzucht. Ihre Nahrung „waschen“ Zwergotter ähnlich wie Waschbären vor dem Verzehr. Die Raubtiere sind bei den Reisbauern in Südostasien sehr beliebt, da sie mit ihrem starken Gebiss gut Krebse knacken können, die den Bauern die Ernte beschädigen. Sie ertasten die Krebse im Wasser.

One Dollar in Aquarell

»One Dollar Bill« (Ausschnitt), 2006, Yan Pei-Ming, Aquarell auf Papier, Ausstellung »The World on Paper – Deutsche Bank Collection«, PalaisPopulaire, Unter den Linden, Berlin

»One Dollar Bill« (Ausschnitt), 2006, Yan Pei-Ming, Aquarell auf Papier, Ausstellung »The World on Paper – Deutsche Bank Collection«, PalaisPopulaire, Unter den Linden, Berlin, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

Menschen auf dem Brandenburger Tor

»Das Brandenburger Tor mit der Installation von JR (Aufbau)«, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

»Das Brandenburger Tor mit der Installation von JR (Aufbau)«, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

Meine Rubrik »Stadtverschönerung« ist meistens ironisch zu verstehen. Das trifft auch heute zu: Die unzähligen und unsäglichen Buden, Aufbauten, Zelte, Bühnen, Fahrzeuge, Absperrgitter und Dixi-Klos zum Fest der Deutschen Einheit verschandeln die Plätze vor, hinter und am Brandenburger Tor, ebenso wie vor dem Reichstag und behindern die Touristen, die die Berliner Sehenswürdigkeiten gerne unverbaut sehen möchten.

Da kann man die Installation auf der Westseite des Brandenburger Tores durch den Pariser Streetart-Künstler »JR« mit gutem Willen noch als interessant ansehen. Seine Installationen waren bereits weltweit zu sehen, u.a. an der Grenze Mexiko/USA und Israel/Palästina. Als Grundlage für die Installation am Brandenburger Tor nahm er ein Foto vom 10. November 1989, auf dem feiernde Berliner auf der Mauer sitzen und tanzen; vor ihnen stehen Grenzsoldaten, die das Geschehen beobachten. Ob das damalige Geschehen mit dieser Darstellung nachvollziehbar wird oder dem 10. November 1989 gerecht wird, bleibt –wie immer – jedem selbst überlassen.

»Das Brandenburger Tor mit der Installation von JR«, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

»Das Brandenburger Tor mit der Installation von JR«, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

St. Oberholz

»Nicht jede Kuh lässt sich melken« (gefunden in der Torstraße, Café  St. Oberholz), Foto © Friedhelm Denkeler 2016

»Nicht jede Kuh lässt sich melken«
(gefunden in der Torstraße, Café St. Oberholz),
Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Der Ochsenkarren

»Der Ochsenkarren« (Technikmuseum Berlin), Foto © Friedhelm Denkeler 2018

»Der Ochsenkarren« (Technikmuseum Berlin), Foto © Friedhelm Denkeler 2018

Den Ochsenkarren »Carro Mineire«, Bj. ca. 1870, kann man als Initialzündung des Verkehrs bezeichnen. Ochsenkarren wurden bereits im 4. Jahrhundert v. Chr. im Zweistromland (heute Irak) entwickelt. Dieses brasilianische Exponat stammt aus dem 19. Jahrhundert und wurde für den Transport von Zuckerrohr verwendet. Es diente auch zu Fahrten anläßlich religiöser Feste [Quelle: Technikmuseum Berlin]

Was für ein Sommer!

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr

»Verboten – Der Sommer ist zu Ende«, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

»Verboten – Der Sommer ist zu Ende«, Foto © Friedhelm Denkeler 2018

Pünktlich zum Herbstanfang ist der Super-Sommer 2018 zu Ende gegangen – und zwar gewaltig von 30 Grad Celsius auf einstellige Temperaturen. Nach dem Jahrhundertsommer 2003 gab es dieses Jahr wieder neue Rekorde: praktisch schien von April bis September durchgehend die Sonne und von Juli bis September lagen die Temperaturen um die 30 Grad. Da konnte man sich verbotenerweise auch mit rosa Turnschuhen auf Sandstrand aufhalten.

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß/ Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren/ und auf den Fluren laß die Winde los/ Befiehl den letzten Früchten voll zu sein/ gieb ihnen noch zwei südlichere Tage/ dränge sie zur Vollendung hin und jage/ die letzte Süße in den schweren Wein/ Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr/ Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben/ wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben/ und wird in den Alleen hin und her/ unruhig wandern, wenn die Blätter treiben [„Herbsttag“, Rainer Maria Rilke, 1902]

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