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Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Lebe glücklich lebe froh, wie der Mops im Paletot

“Ina und ihre drei Möpse”, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

“Ina und ihre drei Möpse”, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Mit einer Erkältung das Haus hüten, da kann man sich nur mopsen. Lieber wäre mir, im “Monat der Fotografie” in Berlin unterwegs zu sein, um wenigstens einige der 150 Fotoausstellungen zu sehen (siehe hier). Aber die meisten Ausstellungen laufen noch einige Wochen. Stattdessen muss ich mich mit Möpsen herumschlagen. Diese sitzenden Knautschzonen mit den Namen Kate, Moss und Claudia habe ich neulich in Nürnberg entdeckt.

Möpse und Handtaschen finden sich in der Bildenden Kunst immer wieder, so in Francisco de Goyas “Bildnis der Marchesa de Pontejos” mit einem Mops mit rosa Schleifchen oder in der Illustration ”Madame und Monsieur Bonaparte mit Mops”. Der berühmteste Mops Frankreichs, der Fortuné hieß, soll der Legende nach Napoleon in der Hochzeitsnacht ins Bein gebissen haben. Bei meinen Mops- “Recherchen” habe ich noch folgende Zitate gefunden:

“Indessen war das Feuer im Kamine zusammengebrannt, der Alte überzog die Kohlen mit vieler Asche, schaffte die leuchtenden Goldstücke beiseite, und nun leuchtete sein Lämpchen wieder allein, in dem schönen Glanze, die Mauern überzogen sich mit Gold und der Mops war zu dem schönsten Onyx geworden, den man sich denken konnte. Die Abwechslung der braunen und schwarzen Farbe des kostbaren Gesteins machte ihn zum seltensten Kunstwerke.” aus “Das Märchen”, Johann Wolfgang von Goethe

ottos mops trotz/ otto: fort mops fort/ ottos mops hopst fort [Ernst Jandl)

Möp|se Plur. (derb für Busen) [Duden]

mop|sen (ugs. stehlen); du mopst; sich mopsen (ugs. für sich langweilen; ärgern)” [Duden]

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos. [Loriot]

Am Anfang stand die Grippe

Portraits von Yves Saint Laurent bis zu den Hells Angels. Die weltweit erste Retrospektive von June Newton/ Alice Springs in der Berliner Helmut Newton Stiftung

Bereits im ersten Raum der Ausstellung in der Berliner Jebenstraße hängen die Fotos, die June Newton in Vertretung für ihren erkrankten Mann, im Jahr 1970 in Paris auf dem Place Vendôme für die Zigarettenmarke Gitanes, machte. Es war der Beginn einer 40-jährigen Karriere von June Newton, die ihre Bilder unter dem Namen Alice Springs veröffentlichte. In der Berliner Ausstellung sind 250 Bilder, hauptsächlich Porträts von Künstlern, Schauspielern, Musikern und Stars der Modeszene zu sehen. Viele Aufnahmen sind im Auftrag von Zeitschriften zwischen Paris und Los Angeles entstanden, andere aus freiem Antrieb.

Museum für Fotografie, Berlin

Museum für Fotografie, Berlin, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

1971 entstand jenes Foto für die Zeitschrift „Dépêche Mode“, das heute ihr bekanntestes und sicherlich bestes Werk ist: Ein Model mit Handtasche geht auf einem Pariser Boulevard wie auf einem Laufsteg entlang. Im Zurückblicken wundert sie sich über die Blicke, die ihr vermutlich nachgeworfen werden: Die Handtasche hebt, wie aus Versehen, den schon kurzen Rock, noch höher hinauf. Das Foto finden sie hier (Cover des Katalogs des Taschen-Verlages).

In die Ausstellung am Bahnhof Zoo ging ich mit einiger Skepsis. Würden June Newtons Aufnahmen neben den Fotografien mit den glamourösen Inszenierungen ihres Mannes bestehen? Ich war angenehm überrascht: June hat gegenüber Helmut einen geradlinigeren Blick auf ihre Modelle. Die Bilder sind humorvoller und ironischer und die Abbildungen werden der Individualität der Dargestellten gerechter. Ihre Porträtfotografie besitzt eine klassische Anmutung.

Die Namensliste der Abgebildeten liest sich wie ein Who’s who der internationalen Kultur- und Modeszene. Im zweiten Raum finden wir zum Beispiel Porträts von Vivienne Westwood, Peter Keeting, Rudi Gernreich, Sonja Rykel, Gianni Versace, Emmanuel Ungaro, Hubert de Givenchy, Christian Lacroix und Robert Mapplethorpe. Im dritten Raum geht es weiter mit den Künstlern Keith Haring, Roy Lichtenstein, Marcus Lüpertz, Gerhard Richter, Elvira Bach, Niki de St. Phalle, Luciano Castelli, Helmut Middendorf, Peter Hujar, David Hockney, Joseph Beuys, Ed Ruscha und Dennis Hopper.

Eine weitere Gruppe von Porträts zeigt Charlotte Rampling, Frederico Fellini, David Byrne, Manuel Alvarez Bravo, Richard Avedon, Sting, Wim Wenders, Grace Jones, Roman Polanski, Graham Greene, William Burroughs und Mario Merz. So, das muss an Namen reichen und dabei habe ich nur diejenigen aufgeführt, deren Namen und Profession ich kenne.

Auf weiteren Fotos zeigt June Frauen mit ihren Babys, das bekannteste darunter ist „Brigitte Nielsen and Son“. Sie finden das Bild hier. Bei ihren Mutter-Kind-Aufnahmen hat sie bewußt das Madonna-Klischee vermieden, Mutter und Kind erscheinen als selbstständige, voneinander unabhängige Charaktere. Weitere Serien zeigen Gruppenporträts von den Hells Angels und elf Aktfotos von „Susi und Lena“, aber für Aktfotos bleibt Helmut Newton doch der Maßstab und da kommt keiner heran.

Die heute 87-jährige June Newton kommt in Melbourne zur Welt. Unter dem Namen June Brunell arbeitetet sie als Schauspielerin für Film und Bühne. 1947 lernt sie Helmut Newton kennen. Gemeinsam ziehen beide 1947 nach Paris und 1981 nach Monte Carlo. Die Ausstellung ist bis auf weiteres im Museum für Fotografie, Helmut Newton Stiftung, in der Jebenstraße 2, 10623 Berlin-Charlottenburg, zu sehen. Die Überschrift trifft auch auf den Schreiber dieser Zeilen zu. Er liegt mit einer Erkältung “darnieder”.

www.helmut-newton.de

Künstler oder Kurator – Das ist hier die Frage!

Federn lassen müssen sie alle – Vom Kriegsgott Kailimoku zur Majestät, dem Schwan. Willem de Rooij mit „Intolerance“ bis zum 2. Januar 2011
in der Neuen Nationalgalerie in Berlin

“Federobjekt”, Foto © Friedhelm Denkeler 2008

“Federobjekt”, Foto © Friedhelm Denkeler 2008

Der 41-jährige niederländische Konzeptkünstler Willem de Rooij hat die Sammlungen der Staatlichen Museen zu Berlin „besucht“ und ist dabei auf Werke gestoßen, die im 17. und 18. Jahrhundert entstanden sind. Sie dienten zur Repräsentation der Macht und zur prächtigen Ausstattung der Mächtigen. Willem de Rooij, der zurzeit in Berlin lebt, versuchte, diese eigenständigen Kunstwerke zu einem neuen, temporären Kunstwerk für die Neue Nationalgalerie zusammenzustellen. Auf welche Werke hat de Rooij zurückgegriffen?

Melchior d’Hondecoeter (1636 – 1695) malte ausschließlich realistische Bilder von heimischen und exotischen Vögeln, die sich meistens im Kampf befinden. Es geht nicht so friedlich zu wie auf meinem Foto, bei d’Hondecoeter versucht zum Beispiel ein Adler einen Hahn zu töten. Viele andere Vögel müssen ebenfalls Federn lassen. Das trifft insbesondere auf die zweite Werkgruppe zu, die de Rooij ausgesucht hat.

Hawaiische Federobjekte (18. und 19. Jahrhundert) wurden im vorchristlichen Hawaii bei Prozessionen als Statussymbole mitgeführt. Aus Federn von Hunderten von Vögeln wurden zum Beispiel der überlebensgroße Kopf des Kriegsgottes Kailimoku und ein Umhang für ihn gefertigt. Kunsthistorisch gesehen gibt es keine Verbindung zwischen den Federn aus Hawaii und aus Holland, es ist eine komplett freie Assoziation von Willem de Rooij.

„Mit dieser Gegenüberstellung lenkt der Künstler den Blick auf Zusammenhänge zwischen den außereuropäischen Objekten und der europäischen Malerei. Die Ausstellung thematisiert die Dreiecksbeziehung zwischen früherem globalen Handel, interkulturellen Konflikten und gegenseitiger Attraktion. Offen für vielfältige Interpretationen kann ‚Intoleranz‘ als eine dreidimensionale Collage, aber auch als eine visuelle Untersuchung sowie als pointierte Reflexion institutioneller Arbeitsweisen und Ausstellungspraxis begriffen werden“ (aus der Presseerklärung).

Diese Zusammenhänge kann der Betrachter anhand des Gesamtkunstwerkes, wenn es denn eins ist, aber nicht ahnen, insbesondere auch, da die ursprünglichen Werke nicht beschriftet sind. Wir haben nur den Titel „Intolerance“. Für mich bleibt die Frage offen, ob es sich hier um ein künstlerisches oder ein kuratorisches Werk handelt. Die Diskussion über das zukünftige Humboldt-Forum in Berlin-Mitte wird die Ausstellung aber beflügeln können, denn de Rooij plädiert für den interdisziplinären Blick auf die Werke. Vielleicht ist es auch egal, ob diese „freie, wissenschaftliche Collage“ (Joachim Jäger) nun ein Künstler oder Kurator geschaffen hat, sehenswert ist sie in jedem Fall. Den Titel „Intolerace“ habe ich aber trotzdem nicht nachvollziehen können.

Im Laufe der Ausstellung soll es noch eine dreibändige Publikation geben. Sie beinhaltet dann die erste umfassende Darstellung der Werke von Melchior d’Hondecoeter, eine Zusammenstellung aller bekannten Federobjekte und eine fotografische Dokumentation der Installation „Intolerance“.

Das Kulturforum mit der Neuen Nationalgalerie ist bekanntlich vom Kulinarischen eher mager ausgestattet, also besuchten wir nach dem Museumsbesuch den Potsdamer Platz und kehrten im neueröffneten „Café Möhring“ ein. Im ältesten Haus des Viertels, dem ehemaligen Weinhaus Huth, hat ein Klassiker der Berliner Kaffeehauskultur seit September 2010 sein Comeback (Alte Potsdamer Straße 5, Eingang Tilla Durieux-Park). Am Kurfürstendamm wurde das Café Möhring im Jahr 2000 geschlossen, am Gendarmenmarkt wurde es später auch verdrängt und hat nun ein neues Haus gefunden. Einen Besuch kann ich nur empfehlen, das Essen ist sehr gut und das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt.

Neue Nationalgalerie

Regenschauer am Nöldner Platz

Fotografien von Christian Borchert in der Galerie argus fotokunst

Die Frauenkirche in Dresden, Foto © Friedhelm Denkeler 1994

"Die Frauenkirche in Dresden", Foto © Friedhelm Denkeler 1994

Christian Borchert träumte eines Nachts, er hätte einen Reisepass erhalten, der unbegrenzt für alle Länder gültig sei – leider nur für einen einzigen Tag. Viele kleine Geschichten dieser Art aus dem Leben von Christian Borchert erzählte der Verleger und Fotograf Hansgert Lambers während der Vernissage am 8. Oktober 2010 in der Galerie “argus fotokunst”.

Es war eine der schönsten Eröffnungsreden die ich in der letzten Zeit gehört habe. Lambers erhielt im Laufe seiner Freundschaft mit Borchert an die 120 Ansichtskarten von dessen Reisen. Anhand dieser persönlichen Dokumente erzählte Lambers mit Hilfe von Zitaten eine kleine Lebensgeschichte von Christian Borchert.

"Christian Borchert vor dem verhüllten Reichstag" Foto © Friedhelm Denkeler 1995

Der 1942 in Dresden geborene Christian Borchert verunglückte am 15. Juli 2000 tödlich. Er gilt als einer der bedeutendsten Fotografen der DDR. Mit seinen Fotoprojekten von Werktätigen, Menschen auf Festen, von Künstlern und Bildhauern und Familienporträts ist er zum Chronisten der Kultur- und Sozialgeschichte der DDR geworden. Auf praktisch allen Fotos steht der Mensch im Mittelpunkt. Man sieht, dass er die Menschen, seine “DDR-Bürger”, mochte (Christian Borchert: “Berliner”. Ex pose Verlag, Berlin West, 1986).

Eines seiner wichtigsten Fotoprojekte war die Dokumentation des Wiederaufbaus der Semperoper in Dresden (Semperoper Dresden – Bilder einer Baulandschaft. Mit Fotografien von Christian Borchert. Verlag der Kunst, Dresden 1985). Eines meiner Lieblingsfotos, wie alle Fotos von Borchert in schwarz-weiß, ist der Blick des Fotografen während eines Regenschauers aus seiner Wohnung heraus in der Leopoldstraße (“Regenschauer am Nöldnerplatz”, Mai 1971) in Berlin-Rummelsburg, direkt auf Passanten, die sich am S-Bahn-Gelände mit Regenschirmen durch den Sturm kämpfen. Das Foto können Sie hier sehen.

Der Nachlass von Christian Borchert befindet sich in der Berlinischen Galerie (ca. 1400 Ausstellungsabzüge), im Kupferstichkabinett Dresden (ca. 500 Ausstellungsabzüge) und in der Sächsischen Landesbibliothek Dresden. Die “deutsche fotothek“ hat 12052 “Arbeitsabzüge” seiner Fotografien inzwischen digitalisiert. Ein Selbstbildnis des Fotografen finden Sie hier. Die Bilder von Christian Borchert sind noch bis zum 6. November 2010 in der Galerie “argus fotokunst” in der Marienstraße 26 in Berlin zu sehen.

argus fotokunst

Hier kommt der Winterregen

Ein wehmütiger Rückblick auf den Sommer 2010 mit “Summer Son”

"Im Pool in Yalıkavak", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

„Im Pool in Yalıkavak“, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Am 26. Juni dieses Jahres habe ich, pünktlich zum Ausbruch des Sommers, “We No Speak Americano” als Sommerhit 2010 vorausgesagt (siehe hier). Er ist es dann auch geworden. In vielen Ländern Europas belegte der Ohrwurm die ersten Plätze in den Hitparaden, in Deutschland war er im August und September auf Platz 1.

Mein persönlicher Sommer-Hit 2010 wurde aber der bereits im August 1999 erschienene Song “Summer Son” von der britischen Band “Texas” mit der Sängerin Sharleen Spiteri. Das Original-Video habe ich im Netz nur mit einem 30-sekundigen Werbespot gefunden, dafür aber in einer guten Qualität:

Texas: “Summer Son”

Den Sommer-Ausklang haben wir bei angenehmen 30 Grad im Pool und im Ägäischen Meer, sowie mit Ausflügen auf die Bodrumer Halbinsel noch einmal genießen können. Die Rückkehr nach Berlin bescherte uns Regen und einen Temperatursturz auf 10 Grad. Dazu passt der “Summer Son” mit den Zeilen “here comes the summer’s son/ he burns my skin/ i ache again/ i’m over you/ here comes the winter’s rain” natürlich sehr gut.

Wem das Original-Video zu “freizügig” ist – für denjenigen habe ich eine hörenswerte Akkustik-Version gefunden. Sharleen Spiteri ist übrigens auf dem Rammstein-Album “Rosenrot” im Song “Stirb nicht vor mir (Don’t die before I do)“ im Duett zu hören (Live-Auftritt).

Ein Schuppenkriechtier am Yılanı kule

"Am Yılanı kule", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Am Yılanı kule", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Auf den Spuren der Kreuzritter in Bodrum auf dem Kastell St. Peter

Das mächtige Kastell St. Peter beherrscht Bodrum schon seit dem Mittelalter. Von welcher Seite aus man sich auch nähert, ob vom Meer oder aus Richtung Milas mit dem Auto kommend, ich war von der massiven Erscheinung der Burg, dem Wahrzeichen Bodrums, beeindruckt. Gebaut wurde die Festung 1406 unter dem Kreuzritterorden der Johanniter von Rhodos. Im oberen Burghof befinden sich vier Türme, unter anderem der Yılanlı Kule, der Schlangenturm. Wie man auf dem Foto sieht, sind die Schlangen auch heute noch zu finden. In der biblischen Geschichte der Vertreibung aus dem Paradies, hat die Schlange die “Frucht der Erkenntnis” Eva überreicht. So steht sie im vorderen Orient auch heute noch für Weisheit und Erleuchtung.

Informationen zu Bodrum

Aktfotografien in “heiligen Räumen”

Fotos von Manfred-Michael Sackmann im Hotel Bogota in der Berliner Schlüterstraße

Foto © Manfred-Michael Sackmann 2010

Foto © Manfred-Michael Sackmann 2010

Joachim Rissmann, der Propriétaire des Hotels Bogota in der Berliner Schlüterstraße, zeigt noch bis Mitte Oktober 2010 an seinem Photoplatz „Neueste Aktportraits“ von Manfred-Michael Sackmann. Die Archival Pigment Prints sind in einer siebener Auflage zum Preis von 600 Euro erhältlich. Sackmann begann 1978 seine fotografische Laufbahn an der legendären Kreuzberger „Werkstatt für Photographie“ bei Professor Ulrich Görlich. Im Jahr 1992 wurde er in den Verein Berliner Künstler (VBK) aufgenommen und 1994 in die Deutsche Gesellschaft für Photographie (DGPh) berufen.

Das Gebäude in der Schlüterstraße, über dessen gesamtes Areal sich das heutige Hotel Bogota erstreckt, trägt noch immer die Hausnummer 45. 1911, als Wohnhaus errichtet und heute unter Denkmalschutz stehend, beherbergte es u.a. in den 1920er Jahren den Unternehmer Oskar Skaller, dessen legendäre Feste mit einem Auftritt von Benny Goodman gekrönt wurden. 1936 betrat Helmut Newton erstmals das Haus, um eine Fotolehre bei YVA zu beginnen.

Die auf den bürgerlichen Namen getaufte Elisabeth Neuländer und später verheiratete Neuländer-Simon, die in Welt der Modefotografie als YVA berühmt wurde, war bekannt für ihre avantgardistischen Modeaufnahmen, die in zahlreichen Magazinen publiziert wurden. Ihr Atelier erstreckte sich über zwei Etagen und nachdem sie begonnen hatte auch berühmte Persönlichkeiten zu porträtieren, gingen auch diese im Atelier ein und aus. 1938 erhielt sie als Jüdin Berufsverbot und musste das Atelier schließen.

Joachim Rissmann setzt in seinem Hotel die fotografische Tradition des Hauses fort. Seit 1994 veranstaltet er mit seinem Photoplatz in mehreren Räumen wechselnde Fotoausstellungen. Er betont stets, kein Galerist zu sein, sondern möchte neben dem Hotelbetrieb die Erinnerungen an die Geschichte des Hauses lebendig halten. Und das gelingt ihm wirklich. Es herrscht eine angenehme, familiäre und wohnliche Atmosphäre im gesamten Hotel. Der Gast darf alle Etagen und Flure betreten. Geschmackvoll und liebevoll eingerichtet, gibt es auf den Gängen allerhand Kostbarkeiten zu entdecken. Was uns lange nicht mehr in Berlin passiert ist, geschah zur Ausstellungseröffnung von Manfred-Michael Sackmann am 10. September 2010. Joachim Rissmann begrüßte all seine Gäste persönlich.

Fotografien und Kunstwerke haben nicht nur am Photoplatz ihren Stellenwert, sondern begegneten mir durch alle Etagen hindurch. Natürlich besichtigte ich auch das Studio von IVA in dritten und vierten Stock. Die Fotos, die im Studio hängen, geben einen hervorragenden Eindruck von der Mondänität der Modelle der damaligen Zeit wieder. Das dürfte Helmut Newton gefallen haben. „Sie schlafen in heiligen Räumen”, sagte er, als er im Jahr 2002 Berlin das letzte Mal besuchte. Er meinte damit das Hotel Bogota.

www.sackmann-berlin.de, www.bogota.de

Naturszenen wirken entspannend

"Obstgarten", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Obstgarten", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Idyllische Bilder synchronisieren bestimmte Hirnbereiche

Ein idyllischer Obstgarten – welch entspannende Wirkung Naturszenen in uns auslösen, ist bekannt. Dies hat jetzt auch die Wissenschaft mit einer Studie bestätigt. Unruhig wirkende Fotos von zum Beispiel vielbefahrenen Straßen heben diesen beruhigenden Aspekt wieder auf. Die ”ruhigen”  Bilder hingegen lösen eine verstärkte Synchronisierung bestimmter Hirnbereiche aus. Zu diesem Zweck beobachteten die Wissenschaftler mit Hilfe der sogenannten funktionalen Magnetresonanztomographie (fMRT) gezielt die Hirnaktivität von Testpersonen, während diese verschiedene Bilder betrachteten. Sie stellten dabei fest, dass sich bestimmte Bereiche des Hirns miteinander vernetzen. Chaotische Bilder zerstörten den Effekt wieder. Ich aber finde, dass die Betrachtung von Bildern, egal ob in einem Kunstbuch oder in einer Ausstellung, unabhängig von Sujet und Inhalt, immer entspannend ist, weil sie eine kleine Flucht aus dem Alltag ermöglicht.

Quelle: Bild der Wissenschaft

Berlin zum 4. Mal Gastgeber des Monats der Fotografie

Sechs Wochen lang präsentiert sich Berlin im Herbst als Fotometropole und zeigt in der ganzen Stadt 150 Ausstellungen mit 500 internationalen Fotografen und mehr als 10.000 Motiven

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Die Berliner Ausgabe des Europäischen Monats der Fotografie (MdF) nimmt in ihrem vierten Jahr die Neuigkeiten aus der Welt der visuellen Medien zum Anlass, nach der Rolle der Fotografie bei der Modernisierung unserer Lebenswelten zu fragen.

Unter dem Thema „Modernes Leben, Neue Bilder“ beteiligen sich am 4. MdF Berlin weit mehr als 100 Institutionen mit Fotoausstellungen in ganz Berlin und Potsdam. Der Fotomonat bietet der internationalen Fotoszene und dem Publikum eine Plattform für Gespräche im Rahmen von Ausstellungen, Veranstaltungen, Symposien und Workshops.

Der Eröffnung in der Berlinischen Galerie mit dem europäischen Fotoprojekt “Mutations III“ am 14. Oktober folgen weitere Vernissagen. So beteiligen sich der Martin Gropius Bau mit einer großen Retrospektive zu László Moholy-Nagy und das Willy Brandt Haus zusammen mit dem Institut Français mit Ausstellungen anlässlich des 100. Geburtstages des legendären Pariser Fotografen Izis. Dem Pionier der Street Photography Garry Winogrand, widmet Camera Work eine Präsentation. Peter Lindbergh ist bei C/O Berlin zu sehen und Galerie Kicken zeigt Werke von Ed van der Elsken und Barbara Klemm. Von der Mikrofotografie bis zur Handykamera reicht das Spektrum an Fotoprojekten und Themen des diesjährigen Berliner Monats der Fotografie.

Im Fokus aller Ausstellungen befinden sich fotografische Positionen aus internationaler Perspektive, die großstädtische Lebensweisen aus drei Jahrhunderten einfangen und neue Blickwinkel auf die Stadt und die Moderne ermöglichen.

Auf fünf Feldern thematisiert der 4. MdF Berlin: Großstädtische Lebensweisen, Modefotografie, Fotografie und Wissenschaft, Neue Bildwelten – neue Techniken, Bildung – Ausbildung – Wettbewerbe. Außerdem fasst die Rubrik “Zu Gast & kooptiert“ weitere Fotoausstellungen und Projekte zusammen, die in Berlin zu sehen sind. Der 4. MdF Berlin 2010 wird am 14. Oktober um 19 Uhr in der Berlinischen Galerie eröffnet. Veranstalter des MdF Berlin ist die Kulturprojekte Berlin GmbH.

Quelle: Presseerklärung, www.mdf-berlin.de

Look Now in Bern

Vom Gurnigel und dem Rosengarten, über die Berner Altstadt
und dem Gurten, zum Kunstmuseum Bern

"Die Altstadt von Bern", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Die Altstadt von Bern", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Heute möchte ich nach einer Zwischenstation in Nürnberg (siehe Artikel hier) über einen Kurztrip in die Schweiz, in die Bundesstadt Bern mit ihren 130 000 Einwohnern, berichten. Hierbei soll es nicht um das UNESCO-Weltkulturerbe, die Berner Altstadt, um die sich im großen Bogen die Aare schlängelt, gehen.

Auch über die längsten überdachten Flaniermeilen Europas mit insgesamt sechs Kilometer langen, steinernen Lauben (Arkaden), die Kramgasse, mit dem in der Mitte fließenden Stadtbach, die vielen Sakralbauten, den berühmten Bärengraben an der Aare oder die Fahrt mit Standseilbahn auf den Berner Hausberg „Gurten“, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt, die Berner Alpen und die Gipfelkette des Jura hat, möchte ich nicht berichten.

Ebenfalls soll die Besichtigung des „Zentrums Paul Klee“ mit den drei großen Wellen aus Stahl und Glas des Architekten Renzo Piano, selbst ein Kunstwerk, sowie ein Ausflug in die Voralpen, auf den Berg „Gurnigel“, auf die “Riggisalp” und an den „Schwarzsee“ kein Thema sein, sondern die Ausstellungen im ältesten und bedeutendsten Kunstmuseum der Schweiz, im „Kunstmuseum Bern“, die wir Dank einer fachkundigen „Privatführung“ genießen konnten, werden besprochen.

"Der Gurnigel", Foto © Friedhelm Denkeler 2010
„Der Gurnigel“, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

„Don’t Look Now – Die Sammlung Gegenwartskunst, Teil 1“ war die interessantere der drei aktuellen Ausstellungen im Hause. Und so wie man vom Rosengarten im Spätnachmittagslicht einen Blick auf die Berner Altstadt werfen sollte, lohnt es sich, die Werke der Ausstellung näher anzusehen. Es werden hauptsächlich Bilder der Gegenwartskunst aus der eigenen Sammlung noch bis zum 20. März 2011 gezeigt. „Sie thematisieren das Sichtbarmachen des Unsichtbaren oder des nicht Darstellbarem – nämlich der Wahrnehmung selbst – oder binden den Betrachter in eine ähnlich paradoxe Situation ein, indem sie einerseits zum Hinschauen einladen, aber anderseits ’nichts‘ zu sehen geben“ (aus dem Ausstellungsführer). Ein ähnlicher Inhalt findet sich im gleichnamigen Filmklassiker „Don’t Look Now“ („Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ) von Nicolas Roeg (1973).Vier Künstler mit ihren Werken möchte ich hier näher vorstellen:

Christian Marclay hat mit seinem wandhohen „White Noise“ aus dem Jahr 1993, bestehend aus 4780 umgekehrt mit Nadeln an der Wand befestigten Fotografien, das akustische Phänomen des „Weißen Rauschens“ visualisiert. Die Rückseiten, der auf dem Flohmarkt gefundenen, anonymen Porträts, bilden eine weiße Wand in den unterschiedlichsten Weißtönen, unterbrochen durch vereinzelte schriftliche Notizen der Bildrückseite. Oft leben Werke der Konzeptkunst hauptsächlich von der Idee. Man muss die Idee nicht unbedingt umsetzen, man könnte sie auch beschreiben. Marclay hat hier aber ein sinnliches Werk geschaffen, das über eine reine Konzeptkunst hinausgeht.

"Zentrum Paul Klee, Bern" Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Zentrum Paul Klee, Bern" Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Markus Raetz, bekannt mit seinen Auftritten auf der Documenta, macht mit seiner Rauminstallation „Ohne Titel“ (1980 – 1983) „die Wahrnehmung als Interaktion zwischen Publikum und Werk erfahrbar. Sie erfordert vom Betrachter aktives Mitdenken, denn es sind viele Blicke und Gedankengänge nötig, um sich eine vage Vorstellung von Raetz‘ Bilderkosmos machen zu können“ (aus dem Ausstellungsführer). Im Ausstellungsraum gibt es keinen idealen Standpunkt. Man muss die einzelnen Werke nacheinander erfassen, um sie als Zusammenhang zu erkennen. Von weitem erkennt man die mit wenigen „Strichen“, das heißt aus Ästen bestehenden, „gezeichneten“ Gesichtern. Kleine, teilweise dreieckige Bilder sind nur im Nahen erfassbar. Das trifft zum Beispiel auf das Panoramabild einer Steilküste (bestehend als Holz) mit einem aufgemalten Strand einschließlich einer realen „Faller“-Figur aus dem Modellbahn-Zubehör, einer sich sonnenden Frau, zu.

Meret Oppenheims „Röntgenaufnahme des Schädels M.O.“ lässt als Selbstporträt das typische Gesichtsprofil nur schwach erahnen. Die geschlechtlichen Merkmale sind nur aufgrund des umgelegten Schmuckes, zweier großer Ohrringe, Ringe an den Fingern und eines Metalldrahtes im Kragen (?), erkennbar. Die Selbstdurchleuchtung ist im Jahr 1964 in Bern entstanden, nachdem Oppenheim ihre künstlerische Schaffenskrise überwunden hatte. Dieses bekannte Werk von ihr, das ich hier zum ersten Mal sah, dürfte Helmut Newton als Vorbild für sein Werk „X-Ray Shoe, Monte Carlo“ aus dem Jahr 1989, der Röntgenaufnahme eines Frauenfußes auf High Heels, gedient haben.

Weitere, international bekannte Künstler, wie Bill Viola und Nam June Paik sind in der Ausstellung vertreten. Ein Rundgang durch die ständige Sammlung des „Kunstmuseums Bern“ mit Werken von Manet, Cézanne, Klee, Dali, Picasso, Rothko, Pollack und den in Bern geborenen Ferdinand Hodler, vervollständigten den Museumsbesuch. Im gesamten Hause herrscht, auch bei den Werken aus der eigenen Sammlung, ein Fotografierverbot. Dafür gibt es einen Minuspunkt.

Albert Anker, „Schöne Welt“. Während wir in den oberen Räumen bei unserer Privatführung fast alleine waren, drängelten sich in den unteren Räumen die Besucher. Hier läuft noch bis zum 19. September 2010 die Ausstellung „Schöne Welt“ mit Bildern von dem bei uns wenig bekannten Künstler Albert Anker.

Der 1831 in Ins, Schweiz, geborene Künstler hat sein Leben lang Themen im Inser Dorfleben gefunden: Strickende Mädchen, lesende, Großväter, wackere Schulknaben, Kinder auf dem Schulspaziergang, Haare flechtende Mädchen, einem seiner Enkelin beim Klavierspiel lauschenden Großvater. Anker hat sein Handwerk, die Malerei, perfekt beherrscht, aber den Bildern fehlt etwas. Der Titel der Ausstellung beschreibt das Werk schon sehr gut, noch besser hätte allerdings „Schöne, heile Welt“ gepasst. Während der Wintermonate lebte Anker über Jahrzehnte hinweg in Paris. Seine Themen, seine Bilder blieben davon aber unberührt.

www.kunstmuseumbern.ch

“neuesmuseum” – Ein architektonisches Highlight

Bernd und Hilla Becher und Ulrich Rückriem
im Staatlichen Museum für Kunst und Design in Nürnberg

"Treppenhaus des Neuen Museums, Nürnberg", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Treppenhaus des Neuen Museums, Nürnberg", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Über den Um- und Erweiterungsbau des Folkwang-Museums in Essen wurde viel Lob ausgeschüttet. Richtig spannend und toll ist für mich aber der Neubau des Neuen Museums in Nürnberg durch den Berliner Architekten Volker Staab. Er passt trotz großer Glasfassaden wunderbar in die Nürnberger Altstadt. Es ist eine große Überraschung das Museum mit der großen, transparenten Fassade zum Klarissenplatz, mit der großzügigen Eingangshalle, dem lichten Treppenhaus und den abwechslungsreichen Ausstellungsräumen zu entdecken.

Ulrich Rückriem hatte eigens zur Eröffnung des Neuen Museums im Jahr 2000 für den großen Ausstellungssaal ein Werk geschaffen. Elf Kuben aus Normannischem Granit, die als Grundfläche die Größe der Bodenfliesen aufweisen, hat der Künstler jetzt als dritte Version zum zehnjährigen Bestehen neu arrangiert: „Granit Bleu de Vire, zugeschnitten 2000, Version 3“. In der Berliner Nationalgalerie waren 2009 (und auch 1998 und 2004) ähnliche Kuben zu sehen, die aus statischen Gründen nicht so hoch waren. In Nürnberg gefiel mir aufgrund des schlichten, großzügigen Raumes und insbesondere wegen der sehr guten Beleuchtung mit Tageslicht (aber auch ähnlich gut mit Kunstlicht), das Werk wesentlich besser.

In einer Auswahl von Werken unter dem Titel „Gesammelt – 2000 bis 2010“ stehen weitere Neuankäufe und Leihgaben im Mittelpunkt:

Hans-Peter Feldmann hat ein einem wandgroßen Tableau „100 Jahre“, bestehend aus 101 Schwarz-Weiß-Fotografien, Porträts von Menschen der einzelnen Lebensalter gemacht. Es beginnt mit dem Bild der acht Wochen alten Felina und endet mit einer Fotografie der 100jähigen Maria Victoria. Feldmann ist eigentlich ein Bildersammler. Für diese Arbeit hat er aber selber Modelle aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis fotografiert.

 
Ulrich Rückriem: “Granit Bleu de Vire, zugeschnitten 2000, Version 3” im Neuen Museum, Nürnberg, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Ulrich Rückriem: “Granit Bleu de Vire, zugeschnitten 2000, Version 3” im Neuen Museum, Nürnberg, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Gerhard Richter ist mit acht großzügig gehängten Werken in einem eigenen Raum vertreten. Es sind Werke dabei, die ich bisher nicht kannte, die aber unbedingt erwähnungswert sind: „Olympia“, 1967 und „Birgit Polk“, 1971. Weitere Fotos finden sich von Thomas Ruff, „Substrat 1“, 2001 und drei großformatige Fotografien von Axel Hütte.

Einen sehr guten Überblick über das fotografische Werk von Bernd und Hilla Becher gewinnt man in den in mehreren Räumen ausgestellten zehn „Typologien“ (so der Titel der Ausstellung): Fördergerüste, Kühltürme, Aufbereitungsanlagen, Fachwerkhäuser, Hüttenwerke-Hochöfen, Feinkohletürme, Lagerhäuser, Wassertürme, Gasbehälter und Kalköfen.

Im gesamten Museum darf übrigens fotografiert werden. Das gibt einen „dicken“ zusätzlichen Pluspunkt. Der Besuch des neuenmuseums hat viel Freude bereitet und am liebsten hätte ich nach der Besichtigung noch einmal von vorne angefangen, aber es gibt in Nürnberg ja noch mehr zu sehen.

Da ist zunächst einmal die komplette Altstadt zu nennen. Sie wurde im zweiten Weltkrieg durch systematische Bombardierung durch die Alliierten zu über 90 Prozent zerstört. Die Stadt bestand darauf, sie wieder originalgetreu aufzubauen – und das hat sich gelohnt.

Die 950-jährige Geschichte der Stadt lässt sich im „Stadtmuseum Fembohaus“ in wertvoll restaurierten Originalräumen nachvollziehen. Leben und Wohnen, Arbeiten und Werk Albrecht Dürers (1471 – 1528) sind im Albrecht-Dürer-Haus, indem er von 1509 bis zu seinem Tode gelebt hat, unterhalb der Nürnberger Burg, zu besichtigen.

Zur Geschichte der Stadt gehört leider auch die Zeit während des nationalsozialistischen Regime. Sie wird auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände mit den noch immer gigantischen Bauresten von Kongresshalle und Zeppelinfeld erkennbar und im neuen, neugebauten, gut gelungenen „Dokumentationszentrum“ dargestellt

www.nmn.de

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