Journal

Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Berlin zum 4. Mal Gastgeber des Monats der Fotografie

Sechs Wochen lang präsentiert sich Berlin im Herbst als Fotometropole und zeigt in der ganzen Stadt 150 Ausstellungen mit 500 internationalen Fotografen und mehr als 10.000 Motiven

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Die Berliner Ausgabe des Europäischen Monats der Fotografie (MdF) nimmt in ihrem vierten Jahr die Neuigkeiten aus der Welt der visuellen Medien zum Anlass, nach der Rolle der Fotografie bei der Modernisierung unserer Lebenswelten zu fragen.

Unter dem Thema „Modernes Leben, Neue Bilder“ beteiligen sich am 4. MdF Berlin weit mehr als 100 Institutionen mit Fotoausstellungen in ganz Berlin und Potsdam. Der Fotomonat bietet der internationalen Fotoszene und dem Publikum eine Plattform für Gespräche im Rahmen von Ausstellungen, Veranstaltungen, Symposien und Workshops.

Der Eröffnung in der Berlinischen Galerie mit dem europäischen Fotoprojekt “Mutations III“ am 14. Oktober folgen weitere Vernissagen. So beteiligen sich der Martin Gropius Bau mit einer großen Retrospektive zu László Moholy-Nagy und das Willy Brandt Haus zusammen mit dem Institut Français mit Ausstellungen anlässlich des 100. Geburtstages des legendären Pariser Fotografen Izis. Dem Pionier der Street Photography Garry Winogrand, widmet Camera Work eine Präsentation. Peter Lindbergh ist bei C/O Berlin zu sehen und Galerie Kicken zeigt Werke von Ed van der Elsken und Barbara Klemm. Von der Mikrofotografie bis zur Handykamera reicht das Spektrum an Fotoprojekten und Themen des diesjährigen Berliner Monats der Fotografie.

Im Fokus aller Ausstellungen befinden sich fotografische Positionen aus internationaler Perspektive, die großstädtische Lebensweisen aus drei Jahrhunderten einfangen und neue Blickwinkel auf die Stadt und die Moderne ermöglichen.

Auf fünf Feldern thematisiert der 4. MdF Berlin: Großstädtische Lebensweisen, Modefotografie, Fotografie und Wissenschaft, Neue Bildwelten – neue Techniken, Bildung – Ausbildung – Wettbewerbe. Außerdem fasst die Rubrik “Zu Gast & kooptiert“ weitere Fotoausstellungen und Projekte zusammen, die in Berlin zu sehen sind. Der 4. MdF Berlin 2010 wird am 14. Oktober um 19 Uhr in der Berlinischen Galerie eröffnet. Veranstalter des MdF Berlin ist die Kulturprojekte Berlin GmbH.

Quelle: Presseerklärung, www.mdf-berlin.de

Look Now in Bern

Vom Gurnigel und dem Rosengarten, über die Berner Altstadt
und dem Gurten, zum Kunstmuseum Bern

"Die Altstadt von Bern", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Die Altstadt von Bern", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Heute möchte ich nach einer Zwischenstation in Nürnberg (siehe Artikel hier) über einen Kurztrip in die Schweiz, in die Bundesstadt Bern mit ihren 130 000 Einwohnern, berichten. Hierbei soll es nicht um das UNESCO-Weltkulturerbe, die Berner Altstadt, um die sich im großen Bogen die Aare schlängelt, gehen.

Auch über die längsten überdachten Flaniermeilen Europas mit insgesamt sechs Kilometer langen, steinernen Lauben (Arkaden), die Kramgasse, mit dem in der Mitte fließenden Stadtbach, die vielen Sakralbauten, den berühmten Bärengraben an der Aare oder die Fahrt mit Standseilbahn auf den Berner Hausberg „Gurten“, von dem aus man einen herrlichen Blick auf die Stadt, die Berner Alpen und die Gipfelkette des Jura hat, möchte ich nicht berichten.

Ebenfalls soll die Besichtigung des „Zentrums Paul Klee“ mit den drei großen Wellen aus Stahl und Glas des Architekten Renzo Piano, selbst ein Kunstwerk, sowie ein Ausflug in die Voralpen, auf den Berg „Gurnigel“, auf die “Riggisalp” und an den „Schwarzsee“ kein Thema sein, sondern die Ausstellungen im ältesten und bedeutendsten Kunstmuseum der Schweiz, im „Kunstmuseum Bern“, die wir Dank einer fachkundigen „Privatführung“ genießen konnten, werden besprochen.

"Der Gurnigel", Foto © Friedhelm Denkeler 2010
„Der Gurnigel“, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

„Don’t Look Now – Die Sammlung Gegenwartskunst, Teil 1“ war die interessantere der drei aktuellen Ausstellungen im Hause. Und so wie man vom Rosengarten im Spätnachmittagslicht einen Blick auf die Berner Altstadt werfen sollte, lohnt es sich, die Werke der Ausstellung näher anzusehen. Es werden hauptsächlich Bilder der Gegenwartskunst aus der eigenen Sammlung noch bis zum 20. März 2011 gezeigt. „Sie thematisieren das Sichtbarmachen des Unsichtbaren oder des nicht Darstellbarem – nämlich der Wahrnehmung selbst – oder binden den Betrachter in eine ähnlich paradoxe Situation ein, indem sie einerseits zum Hinschauen einladen, aber anderseits ’nichts‘ zu sehen geben“ (aus dem Ausstellungsführer). Ein ähnlicher Inhalt findet sich im gleichnamigen Filmklassiker „Don’t Look Now“ („Wenn die Gondeln Trauer tragen“ ) von Nicolas Roeg (1973).Vier Künstler mit ihren Werken möchte ich hier näher vorstellen:

Christian Marclay hat mit seinem wandhohen „White Noise“ aus dem Jahr 1993, bestehend aus 4780 umgekehrt mit Nadeln an der Wand befestigten Fotografien, das akustische Phänomen des „Weißen Rauschens“ visualisiert. Die Rückseiten, der auf dem Flohmarkt gefundenen, anonymen Porträts, bilden eine weiße Wand in den unterschiedlichsten Weißtönen, unterbrochen durch vereinzelte schriftliche Notizen der Bildrückseite. Oft leben Werke der Konzeptkunst hauptsächlich von der Idee. Man muss die Idee nicht unbedingt umsetzen, man könnte sie auch beschreiben. Marclay hat hier aber ein sinnliches Werk geschaffen, das über eine reine Konzeptkunst hinausgeht.

"Zentrum Paul Klee, Bern" Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Zentrum Paul Klee, Bern" Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Markus Raetz, bekannt mit seinen Auftritten auf der Documenta, macht mit seiner Rauminstallation „Ohne Titel“ (1980 – 1983) „die Wahrnehmung als Interaktion zwischen Publikum und Werk erfahrbar. Sie erfordert vom Betrachter aktives Mitdenken, denn es sind viele Blicke und Gedankengänge nötig, um sich eine vage Vorstellung von Raetz‘ Bilderkosmos machen zu können“ (aus dem Ausstellungsführer). Im Ausstellungsraum gibt es keinen idealen Standpunkt. Man muss die einzelnen Werke nacheinander erfassen, um sie als Zusammenhang zu erkennen. Von weitem erkennt man die mit wenigen „Strichen“, das heißt aus Ästen bestehenden, „gezeichneten“ Gesichtern. Kleine, teilweise dreieckige Bilder sind nur im Nahen erfassbar. Das trifft zum Beispiel auf das Panoramabild einer Steilküste (bestehend als Holz) mit einem aufgemalten Strand einschließlich einer realen „Faller“-Figur aus dem Modellbahn-Zubehör, einer sich sonnenden Frau, zu.

Meret Oppenheims „Röntgenaufnahme des Schädels M.O.“ lässt als Selbstporträt das typische Gesichtsprofil nur schwach erahnen. Die geschlechtlichen Merkmale sind nur aufgrund des umgelegten Schmuckes, zweier großer Ohrringe, Ringe an den Fingern und eines Metalldrahtes im Kragen (?), erkennbar. Die Selbstdurchleuchtung ist im Jahr 1964 in Bern entstanden, nachdem Oppenheim ihre künstlerische Schaffenskrise überwunden hatte. Dieses bekannte Werk von ihr, das ich hier zum ersten Mal sah, dürfte Helmut Newton als Vorbild für sein Werk „X-Ray Shoe, Monte Carlo“ aus dem Jahr 1989, der Röntgenaufnahme eines Frauenfußes auf High Heels, gedient haben.

Weitere, international bekannte Künstler, wie Bill Viola und Nam June Paik sind in der Ausstellung vertreten. Ein Rundgang durch die ständige Sammlung des „Kunstmuseums Bern“ mit Werken von Manet, Cézanne, Klee, Dali, Picasso, Rothko, Pollack und den in Bern geborenen Ferdinand Hodler, vervollständigten den Museumsbesuch. Im gesamten Hause herrscht, auch bei den Werken aus der eigenen Sammlung, ein Fotografierverbot. Dafür gibt es einen Minuspunkt.

Albert Anker, „Schöne Welt“. Während wir in den oberen Räumen bei unserer Privatführung fast alleine waren, drängelten sich in den unteren Räumen die Besucher. Hier läuft noch bis zum 19. September 2010 die Ausstellung „Schöne Welt“ mit Bildern von dem bei uns wenig bekannten Künstler Albert Anker.

Der 1831 in Ins, Schweiz, geborene Künstler hat sein Leben lang Themen im Inser Dorfleben gefunden: Strickende Mädchen, lesende, Großväter, wackere Schulknaben, Kinder auf dem Schulspaziergang, Haare flechtende Mädchen, einem seiner Enkelin beim Klavierspiel lauschenden Großvater. Anker hat sein Handwerk, die Malerei, perfekt beherrscht, aber den Bildern fehlt etwas. Der Titel der Ausstellung beschreibt das Werk schon sehr gut, noch besser hätte allerdings „Schöne, heile Welt“ gepasst. Während der Wintermonate lebte Anker über Jahrzehnte hinweg in Paris. Seine Themen, seine Bilder blieben davon aber unberührt.

www.kunstmuseumbern.ch

“neuesmuseum” – Ein architektonisches Highlight

Bernd und Hilla Becher und Ulrich Rückriem
im Staatlichen Museum für Kunst und Design in Nürnberg

"Treppenhaus des Neuen Museums, Nürnberg", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Treppenhaus des Neuen Museums, Nürnberg", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Über den Um- und Erweiterungsbau des Folkwang-Museums in Essen wurde viel Lob ausgeschüttet. Richtig spannend und toll ist für mich aber der Neubau des Neuen Museums in Nürnberg durch den Berliner Architekten Volker Staab. Er passt trotz großer Glasfassaden wunderbar in die Nürnberger Altstadt. Es ist eine große Überraschung das Museum mit der großen, transparenten Fassade zum Klarissenplatz, mit der großzügigen Eingangshalle, dem lichten Treppenhaus und den abwechslungsreichen Ausstellungsräumen zu entdecken.

Ulrich Rückriem hatte eigens zur Eröffnung des Neuen Museums im Jahr 2000 für den großen Ausstellungssaal ein Werk geschaffen. Elf Kuben aus Normannischem Granit, die als Grundfläche die Größe der Bodenfliesen aufweisen, hat der Künstler jetzt als dritte Version zum zehnjährigen Bestehen neu arrangiert: „Granit Bleu de Vire, zugeschnitten 2000, Version 3“. In der Berliner Nationalgalerie waren 2009 (und auch 1998 und 2004) ähnliche Kuben zu sehen, die aus statischen Gründen nicht so hoch waren. In Nürnberg gefiel mir aufgrund des schlichten, großzügigen Raumes und insbesondere wegen der sehr guten Beleuchtung mit Tageslicht (aber auch ähnlich gut mit Kunstlicht), das Werk wesentlich besser.

In einer Auswahl von Werken unter dem Titel „Gesammelt – 2000 bis 2010“ stehen weitere Neuankäufe und Leihgaben im Mittelpunkt:

Hans-Peter Feldmann hat ein einem wandgroßen Tableau „100 Jahre“, bestehend aus 101 Schwarz-Weiß-Fotografien, Porträts von Menschen der einzelnen Lebensalter gemacht. Es beginnt mit dem Bild der acht Wochen alten Felina und endet mit einer Fotografie der 100jähigen Maria Victoria. Feldmann ist eigentlich ein Bildersammler. Für diese Arbeit hat er aber selber Modelle aus seinem Verwandten- und Bekanntenkreis fotografiert.

 
Ulrich Rückriem: “Granit Bleu de Vire, zugeschnitten 2000, Version 3” im Neuen Museum, Nürnberg, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Ulrich Rückriem: “Granit Bleu de Vire, zugeschnitten 2000, Version 3” im Neuen Museum, Nürnberg, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Gerhard Richter ist mit acht großzügig gehängten Werken in einem eigenen Raum vertreten. Es sind Werke dabei, die ich bisher nicht kannte, die aber unbedingt erwähnungswert sind: „Olympia“, 1967 und „Birgit Polk“, 1971. Weitere Fotos finden sich von Thomas Ruff, „Substrat 1“, 2001 und drei großformatige Fotografien von Axel Hütte.

Einen sehr guten Überblick über das fotografische Werk von Bernd und Hilla Becher gewinnt man in den in mehreren Räumen ausgestellten zehn „Typologien“ (so der Titel der Ausstellung): Fördergerüste, Kühltürme, Aufbereitungsanlagen, Fachwerkhäuser, Hüttenwerke-Hochöfen, Feinkohletürme, Lagerhäuser, Wassertürme, Gasbehälter und Kalköfen.

Im gesamten Museum darf übrigens fotografiert werden. Das gibt einen „dicken“ zusätzlichen Pluspunkt. Der Besuch des neuenmuseums hat viel Freude bereitet und am liebsten hätte ich nach der Besichtigung noch einmal von vorne angefangen, aber es gibt in Nürnberg ja noch mehr zu sehen.

Da ist zunächst einmal die komplette Altstadt zu nennen. Sie wurde im zweiten Weltkrieg durch systematische Bombardierung durch die Alliierten zu über 90 Prozent zerstört. Die Stadt bestand darauf, sie wieder originalgetreu aufzubauen – und das hat sich gelohnt.

Die 950-jährige Geschichte der Stadt lässt sich im „Stadtmuseum Fembohaus“ in wertvoll restaurierten Originalräumen nachvollziehen. Leben und Wohnen, Arbeiten und Werk Albrecht Dürers (1471 – 1528) sind im Albrecht-Dürer-Haus, indem er von 1509 bis zu seinem Tode gelebt hat, unterhalb der Nürnberger Burg, zu besichtigen.

Zur Geschichte der Stadt gehört leider auch die Zeit während des nationalsozialistischen Regime. Sie wird auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände mit den noch immer gigantischen Bauresten von Kongresshalle und Zeppelinfeld erkennbar und im neuen, neugebauten, gut gelungenen „Dokumentationszentrum“ dargestellt

www.nmn.de

C|O Berlin muss das Postfuhramt verlassen

“MAGNUM. Shifting Media. New Role of Photography” Fotos der legendären Bildagentur noch bis zum 19. September bei C|O

“Postfuhramt”, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

“Postfuhramt”, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

C/O Berlin feierte kürzlich seinen zehnten Geburtstag. Anlässlich dieses Jubiläums gibt es, wie schon zu der ersten Ausstellung im Jahr 2000, Fotos der Agentur MAGNUM zu sehen. Die Jubiläumsfeier hatte leider einen bitteren Beigeschmack: Die Galerie muss nach fünf Jahren ihren ruinös-charmanten Standort zum 1. April 2011 verlassen. Die Gespräche mit dem neuen Investor, der Elad-Gruppe aus Tel Aviv, verliefen ergebnislos. Wir werden also demnächst wieder ein Einkaufscenter und ein Hotel mehr in Mitte haben.

Im Gegensatz zu den bewegten Bildern aus Film und Fernsehen sind fotografische Bilder merkfähig und werden Teil des kollektiven Bildgedächtnisses. Das trifft auf die Schwarzweiß-Fotografien der Gründungsmitglieder von MAGNUM in den ersten Räumen der aktuellen Ausstellung zu: Henri Cartier-Bresson, David „Chim“ Seymour und die Kriegsfotografen Georg Rodger und Robert Capa. Die Ausstellung zeigt in großen Vitrinen die „Verwertung“ der Bilder in Zeitschriften, wie „Life“, „Look“ oder dem „Stern“.

Bis heute ist MAGNUM der Club der fotografischen Elite. Aber die Zeiten ändern sich. Als in den 1950er Jahren Capa den Alltag im jungen Staat Israel und Cartier-Bresson in der Sowjetunion fotografierten, hatten ihre Aufnahmen nachrichtlichen, aber auch ästhetischen Wert. Heute kann jeder an jedem Ort der Welt mit der Digitalkamera und dem Fotohandy Schnappschüsse machen und sie im Internet veröffentlichen.

Vom Verkauf der Aufnahmen an Zeitungen und Zeitschriften kann die Agentur in der heutigen Zeit nicht mehr leben. Die Zukunft des Unternehmens ist ungewiss, trotz Finanzierung durch zusätzliche Buch- und Ausstellungsprojekte. Ein Teil des Archiv von MAGNUM wurde inzwischen an eine Kapitalgesellschaft aus der Computerbranche (Dell) verkauft.

Da sich die Basis des fotografischen Zielpublikums vom Presse- zum Kunstmarkt verschiebt, will dies die Ausstellung durch entsprechende Fotos im oberen Stockwerk des Postfuhramtes dokumentieren. Junge Magnum-Fotografen versuchen ihre Recherche-Fotos zu Kunstprojekten, zu großen, farbigen „Schinken“ zu stilisieren, um sie an Sammler und Museen verkaufen zu können. Sie haben zwar einen politischen Hintergrund, aber man merkt: Sie sind für die Wand gemacht. Wenn ich mir die Bilder ansehe, ist da aber etwas schiefgegangen. Bildreporter sind etwas anderes als Künstlerfotografen, auch wenn die Übergänge fließend sind. Meiner Meinung nach wird das große Konzept von MAGNUM, die Bildreportage, damit verwässert und auch der Ausstellung bekommt es nicht gut.

Die nächste Ausstellung bestreitet bei C/O ab ab 25. September der Modefotograf Peter Lindbergh. Der Auszug aus dem Postfuhramt im April 2011 fällt übrigens in die geplante große Robert Mapplethorpe-Retrospektive.

www.co-berlin.info

Von der Extraction zur Inception

Christopher Nolens Cyberkrimi „Inception“ mit noch nie dagewesenen Bildern

“Extraction” Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Wir laufen durch Paris und plötzlich klappen Häuser, Straßen und Parks hoch. Die Stadt faltet sich zu einem endlosen Band. Das haben wir vielleicht auf Bildern von M. C. Escher oder in unseren Träumen gesehen – und jetzt in Christopher Nolens Heist-Movie „Inception“.

Wir sehen einen sich ruhig drehenden Hausflur, in dem Agenten vermeintlich schwerelos miteinander kämpfen, einen Güterzug, der mitten durch die Häuserschluchten von Manhattan rast. Die Szenen sind sehr realistisch, wenn wir sie im Traum erleben und gleichzeitig irreal, wenn wir sie auf der Leinwand sehen.

Leonardo DiCaprio ist Don Cobb, ein Meisterdetektiv der Extraktion. Er „entnimmt“ anderen Menschen Geheimnisse aus deren Unterbewusstsein. Jetzt erhält er einen Auftrag, den bisher scheinbar noch niemand durchführte, einen Gedanken in den Kopf eines anderen, in diesen Fall in den eines Konzernerben, einzupflanzen. Er soll auf den Anfangsgedanken (Inception) kommen, sein ererbtes Vermögen aufzuteilen, wie es Cobbs Auftraggeber (ein Konkurrent des Konzernerben) wünscht.

Cobb muss mit seinem Team dafür verschiedene Ebenen des Unterbewusstseins des Opfers passieren, damit die Eingebung für die Zielperson so realistisch wie möglich ist. Auf jeder Ebene des Traumes versetzen sie sich wieder in einen Traumzustand, also ein Traum im Traum. So geht es weiter bis auf die vierte Ebene. Oder noch weiter? Man muss als Zuschauer schon sehr genau aufpassen, auf welcher Ebene der Film gerade spielt.

Erst allmählich ahnt man, dass die Trennung zwischen Traum und Wirklichkeit in „Inception“ nicht klar gezogen ist. Die Filmhelden prüfen mit kleinen Totems, ob sie sich in der Realität befinden, zum Beispiel mit Hilfe eines Kreisels, der sich im Traum immer weiter drehen würde, in der Realität aber irgendwann umkippt. Am Ende der Geschichte dreht sich der Kreisel, er kippelt, aber es bleibt offen, ob er umfällt.

Christoper Nolen hat bislang noch nie gesehene, surreale Bilder erfunden – viele davon erinnern an moderne Kunst und zeitgenössische Fotografie – allein deshalb ist es ein großer Film geworden. Wer die drei „Matrix“-Filme der Wachowski-Brüder, die beiden „Kill Bill“-Filme von Quentin Tarantino und James Camerons „Avatar“ mag, wird auch Christopher Nolens „Inception“ mögen.

Trailer zu ‘Inception’ (in hoher Auflösung 1080p HD ansehen)

Fruta Prohibida

Fruta Prohibida oder: „Die Haut, die war das erste Kleid, das Evas Körper zierte.“
Die Berliner Galerien Tammen, Camera Work und der Verein Berliner Künstler
zeigen im August „Verbotene Früchte“

Werk von Manfred Michael Sackmann

Auf der Vernissage beim VBK am 11.08.2010 mit einem Werk von Manfred Michael Sackmann, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Momentan erlebt der fotografisch interessierte Mensch einen Sommer mit „verbotenen Früchten“. Allerorten stellen Galerien und Museen Kunst mit erotischem Themenbezug aus. In Berlin läuft seit längerem die Ausstellung „Double Sexus“ (siehe Artikel vom 24.07.2010), in Wuppertal „150 Jahre Körperbilder in Fotografie und Malerei“ (siehe Artikel vom 18.08.2010) und in Hannover zeigt die Kestnergesellschaft „The Valley“ von Larry Sultan. Larry Sultan fotografierte die Drehorte der kalifornischen Pornofilmindustrie, die sich zur Filmproduktion in amerikanischen Privathäusern einmieteten.

Karl-Heinz Schmid schreibt in der Sommerausgabe der „Kunstzeitung“, dass sich dieser Trend alle zwei Jahre wiederholt und dass er sich auch beim Rundgang auf der „Art Basel“ ausmachen lässt. Auch an Europas größtem Galerienstandort Berlin gibt es „Nacktes“ zu sehen: Die fulminante Ausstellung „Körpernah – Akte/Nudes“ in der Tammen-Galerie, die Sommerpausen-Ausstellung „NUDES – Positionen der Aktphotographie“ bei Camera-Work und im Verein Berliner Künstler (VBK) die Vereinsschau „AKTionale – Das nackte Sein“. Alle drei Berliner Ausstellungen möchte ich nun in einem Zug vorstellen.

Tammen-Galerie: „Körpernah – Akte/Nudes“ verlängert bis 5. September 2010

Die Schau bei Tammen ist eine der besten zusammengestellten Aktausstellungen, die ich in der letzten Zeit gesehen habe. Das ist sicherlich auch dem Gastkurator Dr. Enno Kaufhold zu verdanken, den sich der Galerist Werner Tammen hinzuholte. Während bei Camera Work Männer nur eine Nebenrolle spielen, ist das Verhältnis bei Tammen ausgewogener. Die Fotografie spielt eine große Rolle, aber es sind auch andere Kunstgattungen vertreten, die sich in der Ausstellung vorteilhaft ergänzen.

Die Liste der 25 ausgestellten Künstler mit Kunstwerken aus den letzten zwei Jahrzehnten ist lang, aber für jeden ist in den großzügigen Räumlichkeiten Platz für eine ausreichende Übersicht der jeweiligen Werkgruppe. Unter anderen sind dies: Tina Bara, Michel Comte, Amin El Dib, Elliot Erwitt, Rainer Fetting, Abe Frajndlich, Clemes Gröszer, Boris Mikhailov, Manfred Paul, Gundula Schulze Eldowy, Annegret Soltau und Bert Stern.

Für mich war der der Fotograf Abe Frajndlich eine Neuentdeckung. Allerdings weniger wegen seiner bekannten Porträts von Prominenten, sondern wegen seines Werkes „Eros Interna“. „‚Eine Private Odyssee‘ nennt Abe Frajndlich seine Arbeit an ‚Eros Interna‘, dessen Bilder in seiner dreißigjährigen Tätigkeit als Fotograf entstanden. Frauenkörper, Bäume, Erde, Wolken, Skulpturen, und Graffiti sind die Materie, aus der Abe Frajndlich seine Zauberformel ‚Eros Interna‘ komponiert hat.“ (aus dem Klappentext des Buch „Eros Interna“, Umschau/Braus Verlag, 1999). Das gleichnamige Buch ist leider nur noch antiquarisch erhältlich. In der Ausstellung selbst sind allerdings nur Frajndlich neueste Werke aus dem Jahr 2010 zu sehen. Sie sind mir zu direkt auf die Schaulust eingestellt. Vielleicht hätten sie im kleineren Format besser gewirkt.

In der Einleitung zur Ausstellung schreibt Dr. Enno Kaufhold: „Der Darstellung des Menschen, insbesondere des nackten Menschen, galt seit Beginn des bildnerischen Gestaltens eine besondere Aufmerksamkeit, aus vielerlei Gründen. Befreit von den Fesseln restriktiver Normen zeigt sich der Akt heute in vielfältigen Formen und das in allen Medien. Die Ausstellung Körpernah – Akte/Nudes möchte genau das exemplarisch zeigen. Gerade das Interferieren unterschiedlichster Ansätze, vom körperlichen Begehren bis zur platonischen Distanz, in Kombination mit den differenzierten Ausdrucksmitteln in den verschiedenen Medien geben ein spannungsreiches Bild von dem, wie Nacktheit heute gesehen und gelebt wird.“

Gestern Abend wurde, thematisch zur Ausstellung passend, eine weitere Kunstgattung dargeboten: Es gab „hörbares“. Evelin Förster (Gesang) und Matthias Binner (Piano) brachten etwas lüsterne Chansons und Texte von Brecht bis Wedekind in den Tammen-Räumlichkeiten unter dem Titel „Erotisches zur Nacht oder Ein Fräulein beklagt sich bitter“ zu Gehör. Die Zusammenstellung der Chansons passte bestens zum Thema der Ausstellung und ließe sich auch mit dem von Evelin Förster zitierten Satz „Die Haut, die war das erste Kleid, das Evas Körper zierte“ betiteln. Es war ein rundum gelungener Abend!

Camera Work: „NUDES – Positionen der Aktphotographie“ bis 28. August 2010

Für ihre Sommerausstellung konnte Camera Work aus dem riesigen Fundus ihrer Fotosammlung eine spannende Überblicksausstellung durch die Geschichte Aktfotografie zusammenstellen. Rund 150 Bilder von über 40 Fotografen sind zu sehen. Ausgesuchte Fotos habe ich in drei Kategorien zusammengestellt:

Das Bekannte: Da viele der ausgestellten Fotos bereits zu Ikonen der Fotografie geworden sind, gab es in dieser Rubrik nicht viel Neues zu sehen: Der Klassiker Edward Weston, die erotischen und provozierenden Aufnahmen von Helmut Newton und Bettina Rheims, Man Ray und Andre Kértesz mit Mehrfachbelichtungen, Solarisationen und Collagen und die beinah abstrakten Detailaufnahmen von Ralph Gibson. Natürlich muss auch Thomas Ruff mit einem verwischten Pornobild für 90.000 EURO (sic!) dabei sein.

Das Neue: Von Larry Sultan sind zwölf Farbfotos aus seiner zwischen 1999 und 2003 entstandenen Arbeit „The Valley“ zu sehen. Sie dokumentieren die Einsamkeit und Melancholie hinter den Kulissen der Pornoindustrie.

Das Schönste: Das Buch „Spiegel der Venus“ von Wingate Paine befindet sich zwar in meiner Fotobuch-Sammlung, aber die fünf Vintage-Prints in der Größe 30×45 cm, unter anderem „Metamorphose“, habe ich zum ersten Mal im Original gesehen. Auch eine der schönsten Aktaufnahmen überhaupt, zwei Bilder aus meiner Lieblingsserie „Meret Oppenheim mit Louis Marcoussis“ von Man Ray aus dem Jahr 1933, sind ausgestellt. Zum Schluss möchte ich noch eine sinnliche Aktaufnahme von Manuel Alvarez Bravo, Titel „Fruta Prohibida“, Mexiko 1976, erwähnen.

Verein Berliner Künstler VBK: “AKTionale – Das nackte Sein bis 5. September 2010”

„Fünfzig Künstler aus Deutschland, Dänemark, den Niederlanden, Iran, Korea, Schottland und Amerika zeigen Arbeiten zum Thema Nacktheit in all ihren Facetten, von Liebe, Hass, Schönheit, Wahnsinn, Trauer, Glück, Gier, Lust, Traum, Flucht, Hoffnung, Perversion, Mord und Tod“ (aus dem Einladungstext) in der Galerie des VBK am Schöneberger Ufer.

Zu sehen ist eine riesengroße Bandbreite an Stilen. Bei den Gemälden sind so ziemlich alle Genres vertreten, die es gibt: Alte Meister, Expressionismus, Pop Art und abstrakte Malerei, dazu kommen Fotoarbeiten, Collagen, Skulpturen und Installationen. „Wer sich dafür interessiert, was Berliner Künstler aus dem Verein Berliner Künstler so machen, und wer Aktbilder mag, der kann sich hier einen Überblick verschaffen und sicher auch das eine oder andere finden, das ihm gefällt. Es sind wirklich gute Bilder und Objekte dabei, die man im Übrigen auch kaufen kann.“ (Kulturradio).

Manfred Michael Sackmann stellt seine „Lisa“ in ihrem „ersten Kleid“ aus. Es ist eines der besten Fotos in der Ausstellung. Das „Foto vom Foto“ konnte ich gerade noch auf der Vernissage am 11. August machen, danach waren die drei Räumlichkeiten der Galerie total überfüllt und an ein Weiterbewegen war angesichts der tropischen Temperaturen nicht mehr zu denken.

www.galerie-tammen.de, www.camerawork.de, www.vbk-art.de

Die Unmittelbarkeit des Augenblicks

„Unbeachtete Momente – Fotografien 1927 bis 1936“.  Das Lebenswerk von Marianne Breslauer in der Berlinischen Galerie in Berlin-Kreuzberg – verlängert bis 01. 11.2010

Berlinische Galerie

"Berlinische Galerie", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Die Berlinische Galerie in Kreuzberg stellt mit einer Retrospektive der gebürtigen Berlinerin Marianne Breslauer deren Porträtfotografien und das Alltagsleben der Weimarer Republik dem Publikum vor.

Die etwa 130 Bilder stammen zu einem Großteil aus dem Nachlass Marianne Breslauers, den sie der Fotostiftung Schweiz, Winterthur, überlassen hat, aber auch aus der eigenen Sammlung der Berlinischen Galerie, sowie – ganz kurios – aus der „Sammlung Stefan Thull: Die Krawatte in der Photographie“. Alle Fotos wurden auf Silbergelatinepapier belichtet.

Das Werk von Marianne Breslauer, das sie in zehn Jahren geschaffen hat, ist aus heutiger Sicht zwar bedeutend, aber am Beispiel der gleichfalls ausgestellten Fotos von Marta Astfalck-Vietz zeigt sich exemplarisch, dass Breslauer, als sie die Fotografie aufgab und sich dem Kunsthandel zuwandte, den Höhepunkt ihres fotografischen Schaffens noch nicht erreicht hatte.

Marta Astfalck-Vietz ist zusammen mit neun weiteren Fotografinnen wie z.B. Yva, Steffi Brandl und Lotte Jacobi, die alle große Bedeutung für die Fotografie der Moderne hatten, in einer Ergänzung zu Breslauers Fotos in einem zweitem Teil der Ausstellung, die aus den eigenen Beständen der Berlinischen Galerie zusammengestellt wurde, zu sehen.

Lette-Verein

Zu Beginn der Ausstellung ist Breslauers „Gehilfenstück“, ihre Examensarbeit „Das Porträt, Berlin 1929“ zur Gehilfenprüfung am Lette-Verein, Berlin, zu sehen.

Eher surrealistisch ist das Foto „Edgar Wallace“ von 1927/28 einzuordnen. Eine Szene im Spiegel, im Hintergrund ein Mann mit dem Rücken zur Kamera und im Vordergrund eine ins Bild ragende Hand (die der Fotografin?) geben Rätsel auf. Erwähnenswert ist auch ein Selbstporträt: Im offenen Bademantel neben der Kamera gibt sie zwar die Schönheit ihres Körpers preis, aber nicht ihre Identität

Paris

1929 und 1932 reiste Marianne Breslauer für längere Zeit nach Paris. Sie nahm von Man Ray den Rat an und fotografierte ganz nach ihrer Intuition und entdeckte die Unmittelbarkeit des Augenblicks. Sie fing die klassischen Paris-Themen ein: Straßenszenen, die Boulevards, die Clochards, den Jardin du Luxemburg, aber auch die mondäne Welt der Pferderennen.

In Paris hatte sie neben Man Ray auch Kontakt zu Martin Munkási und Georg Hoyningen-Huene und fotografierte sie. Auch von weiteren Prominenten, wie Erich Maria Remarque, Oskar Kokoschka und Paul Citroen finden sich Bilder, insbesondere von der „neuen“ Frau der 1920er Jahre, zu der Kurzhaarschnitt ebenso wie demonstrative Geste gehörten. Auf dem Bild „Défense d’afficher“ (Schriftzug auf der Mauer), das um 1936 in Paris entstanden ist, zündet sich eine Frau, obwohl damals verpönt, in aller Öffentlichkeit eine Zigarette an.

Berlin

Ein Block von sechs Fotos erzählt von einem Sommertag im Jahre 1934 in Sacrow bei Potsdam. Breslauer traf sich dort mit ihren Freundinnen im Garten des Sommerhauses der Kunsthistorikerin Grete Ring. Die Freundinnen scherzen und rauchen und räkeln sich beim Sonnenbad auf der Liegewiese.

Palästina

Die 21jährige Marianne Breslauer war auf Einladung ihrer Jugendfreundin Djemilla Nord, der Tochter des ersten deutschen Generalkonsuls, zu deren Hochzeit zwei Monate nach Palästina gereist. Das Porträt der bildhübschen „Djemila”, Jerusalem 1931 ist eines ihrer schönsten und bekanntesten Porträts der Fotografin.

Breslauer fühlte sich in die Märchenwelt aus Tausend und einer Nacht versetzt. In ihren Fotos ist zu spüren, dass sie vom orientalischen Leben, das sich auf den Straßen und in den Gassen der Städte abspielte und von der Andersartigkeit der Menschen, denen sie in der kargen Landschaft begegnete, beeindruckt war.

Spanien

Eine Freundin von Breslauer war die androgyne Schweizer Autorin und Fotografin Annemarie Schwarzenbach. Mit deren Porträt hätte sie auch einen jungen Mann darstellen können. Breslauer bezeichnete sie als „das schönste Lebewesen, dem ich je begegnet bin“.

Mit Annemarie Schwarzenbach unternahm sie eine Reise nach Spanien. Sie wollten darüber mit Text und Bild berichten. Beide Frauen trafen im Frühling 1933 im Auftrag der Berliner Agentur Academia in Südfrankreich ein, von wo aus sie mit Schwarzenbachs weißem Mercedes “ durch Spanien fuhren. Es entstanden eindrückliche Aufnahmen, die von den kulturellen Besonderheiten des Landes erzählen, den Eigenarten seiner Bewohner und immer wieder Annemarie Schwarzenbach und ihr Auto zeigen.

Amsterdam

Eine der schönsten und stimmungsvollsten Nicht-Porträtaufnahmen hat Breslauer 1932 in Amsterdam gemacht: Aufgehängte Wäsche flattert auf einem Schiff in einer der zahlreichen Grachten im Morgenlicht. In Amsterdam, der Stadt in die sie vor den Nazis flüchtete, heiratete sie 1936 den Kunsthändler Walter Feilchenfeldt. Sie lebten dort bis 1939. Anschließend emigrierten beide in die Schweiz.

Die Kunsthändlerin

Das Fotografieren gab Marianne Breslauer 1937 auf und widmete sich, zusammen mit ihrem Mann, auch in der Schweiz dem Kunsthandel. Als 1953 ihr Mann in Zürich starb, übernahm sie das Geschäft und arbeitete als Marianne Feilchenfeldt von 1966 bis 1990 gemeinsam mit ihrem Sohn Walter zusammen. 1999 hat Marianne Breslauer in Berlin den Hannah-Höch-Preis erhalten. Sie starb im Alter von 92 Jahren am 7. Januar 2001 in Zürich.

www.berlinischegalerie.de

Mit Puppen und Prothesen im Double Sexus

Die erotisch aufgeladenen Werke von Hans Bellmer und Louise Bourgeois in der Sammlung Scharf-Gerstenberg, Staatliche Museen zu Berlin (Charlottenburg), vom 24.04. bis 15.08.2010

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Körper verformen sich, lösen sich auf; Gliedmaßen fehlen, andere verdoppeln sich; männliche und weibliche Geschlechtsformen verschmelzen zu androgynen Wesen – ich musste manchmal zweimal hinschauen, ob es das Werk von Hans Bellmer oder Louise Bourgeois war – in der kleinen, aber feinen “Kabinett”-Ausstellung im Marstall des östlichen Stülerbaus gegenüber dem Schloß Charlottenburg. Aufgrund der großen Werbeaktionen für die Ausstellung hatte ich allerdings mehr Werke – insbesondere weitere Photographien von Bellmer mit seinen anarchistisch-erotischen Inszenierungen – erwartet.

Hans Bellmer (1902 Kattowitz – 1975 Paris) interessierte sich weniger für sein Studium an der Technischen Hochschule Berlin, sondern eher für Karl Marx und die Künstler der Dada-Bewegung und die Surrealisten, die er in Paris kennenlernte. Ab den 1930er-Jahren beschäftigte er sich bis zum Lebensende mit erotischen Darstellungen der weiblichen Anatomie. 1934 entstand Bellmers erste Puppe. Auslöser war die mechanische Puppe, die Bellmer in einer Aufführung von Jacques Offenbachs “Hoffmanns Erzählungen” gesehen hatte und wohl auch der Besuch seiner jungen Cousine Ursula, die ihn faszinierte.

Bellmer konstruierte aus Teilen von Schaufensterpuppen und verschiedenen Materialien fetischartige Puppen, die er immer wieder fotografierte und zeichnete. Die Bilder/ die Puppen sind künstlich und zugleich real. Sie rufen die Höhen und Tiefen der – männlichen? – Phantasie hervor. Die Fotografien schickte er an Paul Éluard und André Breton nach Paris, die ihn darauf hin als Surrealisten ansahen. 1934 hatte Bellmers erste Fotoserie “La poupée” große Erfolge, die anschließend auch im  Museum of Modern Art in New York in der Surrealismus-Ausstellung zu sehen waren.

“1953 begegnete Bellmer der an Schizophrenie und Depression leidenden Schriftstellerin Unica Zürn, mit der er bis zu ihrem Lebensende zusammen arbeitete. Sie zogen in das Pariser Hotel L’Espérance, wo sie kaum Freunde und wenig Kontakte hatten, kaum ausgingen, und sich immer mehr von der Außenwelt abschotteten. 1954 erschien in Frankreich die “Geschichte der O” mit einer Lithografie Bellmers auf der Titelseite. 1959 und 1964 wurde Bellmer zur documenta II und documenta III in Kassel eingeladen. 1970 stürzte sich Zürn aus der gemeinsamen Wohnung in Paris in den Tod. Bellmer starb 1975 vereinsamt in Paris” (Quelle: Wikipedia).

Louise Bourgeois Familie hatte in Paris eine Galerie für historische Textilien. “Mein Vater redete pausenlos. Ich hatte nie Gelegenheit, etwas zu sagen. Da habe ich angefangen, aus Brot kleine Sachen zu formen. Wenn jemand immer redet und es sehr weh tut, was die Person sagt, dann kann man sich so ablenken. Man konzentriert sich darauf, etwas mit seinen Fingern zu machen. Diese Figuren waren meine ersten Skulpturen, und sie repräsentieren eine Flucht vor etwas, was ich nicht hören wollte. […] Es war eine Flucht vor meinem Vater. Ich habe zahlreiche Arbeiten zu dem Thema ‚The Destruction of the Father‘ gemacht. Ich vergebe nicht und ich vergesse nicht. Das ist das Motto, das meine Arbeit nährt” (Bourgeois).

“Louise Bourgeois hat sich im Laufe ihres künstlerischen Schaffens mit den unterschiedlichsten Materialien und Techniken auseinandergesetzt. Dabei nimmt sie in einigen Bereichen eine Pionierrolle ein: So ist sie eine der ersten Künstlerinnen, die installativ arbeitete, indem sie ihre Skulpturen als zusammenhängende Teile in einem räumlichen Kontext arrangierte. Ihre Experimentierfreudigkeit führt sie immer wieder zu neuen Verarbeitungsmöglichkeiten und Materialkombinationen. Beispielsweise dienen bei einigen der seit Mitte der neunziger Jahre entstandenen Stofffiguren die verarbeiteten Kleidungsstücke aus Kindheit und Jugend als Fülle sowie als Umhüllung – sie sind Material und Thema, Inhalt und Form” (Quelle: Wikipedia).

1982 fand im Museum of Modern Art Bourgeois erste Retrospektive statt. Für den Katalog fotografierte Robert Mapplethorpe sie mit einem – scheinbar – riesigen Phallus, unter dem Arm. Es handelt sich um ihr Werk “La fillette” (das Mädchen), das zugleich ein  weibliches Wesen mit Vulva ist, die ich erst auf dem zweiten Blick gesehen habe. Mit diesem Werk beginnt die Berliner Ausstellung. Die Doppelgeschlechtlichkeit zieht sich durch ihr ganzes Werk (und das von Hans Bellmer). Internationales Interesse erweckte Bourgeois mit der Teilnahme an der documenta IX in Kassel (1992) und der Biennale in Venedig (1993). Louise Bourgeois ist am 31. Mai 2010 im Alter von 98 Jahren in New York verstorben.

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John Lennon: “Before Elvis, there was nothing!”

“A Star Is Born. Fotografie und Rock seit Elvis” im Museum Folkwang bis 10.10.2010. Viele der Bilder sind im kollektiven Gedächtnis vorhanden

„A Star Is Born“, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Zur Geschichte des Rock and Roll gehören auch die visuellen Darstellungen der Rockstars auf Fotos und Titeln der Plattencover, der Magazine und natürlich in Musik-Videos. Viele dieser Bilder sind im kollektiven Gedächtnis, zumindest meiner Generation, vorhanden. Die Bilder sind fast so berühmt wie die Rockstars selbst. Das Essener “Museum Folkwang” zeigt nun in dem Überblick “A Star Is Born” die, insbesondere visuelle, Geschichte des Rock and Rolls von seinen Anfängen der Blues-Ära bis heute.

Zu sehen sind Fotos von bekannten und unbekannten Fotografen, Plattencover, Musik-Zeitschriften und Musik-Videos. In der Ausstellung laufen in den einzelnen Räumen aus “Soundduschen” Musikcollagen und Videos zur Rockgeschichte, unter anderem das Video von “Prince And The Revolution” aus dem Jahr 1985 mit einem seiner besten und schönsten Songs “Raspberry Beret”. Das passende Video habe ich hier gefunden:

Prince: “Raspberry Beret (Ersatzlink)

In der Ausstellung selbst habe ich eine Menge wichtiger Fotografien zur Rockgeschichte vermisst. Zum Beispiel hätte ich gerne die Fotos von Robert Mapplethorpe, die er von Patti Smith für ihre Alben, insbesondere “Horses“, gemacht hat, einmal im Original gesehen. Auch Fotos von Pink Floyd und Robert Plant von Led Zeppelin habe ich nicht gefunden. Diese großen Lücken sind angeblich wegen juristischer Probleme entstanden.

“Man würde nicht nach Lücken suchen, konzentrierte sich die Ausstellung auf exzellente Fotografie, in diesem Fall also auf Bilder, bei denen Fotograf und Star in gleichem Maße zur Schöpfung einer Ikone beitragen. Aber es werden so viele Schnappschüsse, Album- und Magazincover, Filmausschnitte und Hörbeispiele aufgehäuft, dass die besten Fotoarbeiten zu bloßen historischen Dokumenten degradiert werden” (Kölner Stadtanzeiger, 09.07.2010). Einige, erwähnenswerte, gute Fotos möchte ich kurz vorstellen.

Alfred Wertheimer fotografiert 1956 den damals noch unbekannten 21-jährigen Elvis Presley. Ungehindert und ohne Zensur durch Manager oder Plattenfirma zeigen sie den jungen, attraktiven Elvis beim Flirt mit einer Kellnerin, im Studio und auf der Bühne.

Während Wertheimers Bilder Erotik und Lebensfreude ausstrahlen, ist auf dem Bild der Agentur dpa (anonymer Fotograf) der gigantische Bühnenaufbau der Band “U2” im Berliner Olympia-Stadion zu sehen. Bono ist nur zu erkennen, weil er auf der Video-Leinwand groß dargestellt wird. Das Foto gehört aber zu einem der “Spitzen”-Fotos der Ausstellung.

1968 hat Michael Joseph ein zweitätiges Fotoshooting mit den Rolling Stones auf einem verfallenem Anwesen bei Sarum Chase in West Hampstead, dem ehemaligen Zuhause des viktorianischen Gesellschaftsmalers Frank Owen, durchgeführt. Anlass waren die Aufnahmen für das Album “Beggars Banquet”. Mit Beggars Banquet kehrten die Rolling Stones nach ihrem psychedelisch orientierten Album “Their Satanic Majesties Request” zu ihren Wurzeln zurück. Viele dieser Fotos sind bis heute unbekannt. Die Beggars Banquet-Collection war im November 2008 in der Blink Gallery in Soho, London, zu sehen. In der Essener Ausstellung ist eines der “Spitzen”-Fotos ausgestellt, das die Stones an einem riesigen Tisch, in verwegener Kleidung, sitzend und teilweise liegend, während eines mittelalterlichen Gelages zeigt.

Erwähnungswert ist auch Mick Jagger auf dem Cover der Zeitschrift “Rolling Stone”, Ausgabe 195 vom 11.09.1975. Das Foto ist von Annie Leibovitz und zeigt ihn – meine Interpretation – als Jesus oder die Fotos von David LaChapelle” von Rockstars – erwähnenswert ist “Marilyn Manson: Crossing Guard”. Auch das berühmte Cover-Foto für das Album “Abbey Road” von Iain Stewart Macmillan, auf dem die Beatles über den Zebrastreifen der Abbey Road gehen oder die Fotos von “The Velvet Underground” von Stephen Shore im Original zu sehen, war schön. Gut gefallen hat mir das Foto “Colonel” von Helga Paris aus dem Jahr 1981. Es zeigt einen Rock ‘n Roll-Tänzer mit karierter Anzugsjacke in Aktion. Kurios waren eher die Zuführungsfotos der Stasi von Ost-Punks.

Im letzten Raum waren zeitgenössische Objekte zu sehen und zu hören: Franz Ferdinand mit “Walk Away” (2005), The White Stripes mit “The Hardest Button zu Button” (2003), Coldplay “In My Place” (2002) und die Artic Monkeys mit “Cornerstone” (2009). Die Artic Monkeys kannte ich bisher nur dem Namen nach, Cornerstone ist aber ein toller Song der hier zu finden ist: Artic Monkeys “Cornerstone.

Ohne Mode in Wuppertal

Vom Bromöl-Druck zum Glamour-Foto: 150 Jahre Körperbilder in Fotografie und Malerei bis zum 15.08.2010 im Von der Heydt-Museum

"Selbst mit Plakat NudeVision", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

„Selbst mit Plakat NudeVision“, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Ein Vierteljahrhundert nach der ersten erfolgreichen Ausstellung “Das Aktfoto. Ansichten vom Körper im Fotografischen Zeitalter” zeigt das Wuppertaler Von der Heydt-Museum jetzt wieder eine Auswahl von Aufnahmen aus der “Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum”. Nachdem ich diese Ausstellung, die damals auch Fotos von mir ausstellte, nicht gesehen hatte, konnte ich jetzt die Ausstellung in Wuppertal sehen. In sieben Kapiteln werden die Möglichkeiten und Höhepunkte der Aktfotografie von ihren Anfängen bis heute “beleuchtet”.

In jedem Raum bzw. zu jedem Thema werden die Fotos mit einem gemalten Akt aus der Sammlung des Von der Heydt-Museums konfrontiert. Die mehr als 190 Körperbilder, Mappenwerke mit gedruckten Aktstudien sowie Beispiele aus der rund 700 Bände umfassenden Aktbibliothek hier vorzustellen, würde den Rahmen dieses Artikels bei weitem sprengen. So beschränke ich mich darauf, pro Kapitel ein subjektiv ausgewähltes Foto ausführlicher vorzustellen und weitere wichtige Fotografien zu erwähnen.

Akademien und Exotik im 19. Jahrhundert

Vincenzo Galdi (1971 Neapel – 1961 Rom). Das freizügigste Foto aus der damaligen Zeit, der “Weibliche Akt” (Kat.-Nr. 41) aus dem Jahr 1891, dürfte sicherlich den malenden Künstlern als Vorlage gedient, aber auch den Markt der Erotika bedient haben. Es führte schließlich auch zu einer Anklage wegen Verbreitung “obszöner” Motive.

Weitere Fotos finden wir in diesem Ausstellungsteil neben vielen anonymen Fotografen u.a. von Wilhelm von Gloeden, Eadweard Muybridge, Auguste Belloc, Gaudenzio Marconi, Oscar Gustave Rejlander, Guglielmo Plüschow, dessen “Weiblicher Akt im Schilf” um 1890 auch in der heutigen Zeit hätte entstanden sein können und die “Akademie”-Fotos von Johann Josef Blitz, Nachstellungen von religiösen Szenen, wie die Kreuzabnahme, Beweinung Christi oder Pietà, die als Bildvorlagen für den Künstlerbedarf dienten. Ab 1870/80 entstanden – als Visionen eines irdischen Arkadiens – die ersten Freilichtakte im mediterranen Süden Italiens und Nordafrikas.

Kunstfotografie um 1900

Frank Eugene Smith (1865 New York – 1936 München). Seine Fotogravüre “Adam und Eva” von 1898 war eine der bekanntesten Aktkompositionen der damaligen Zeit und steht für den internationalen Piktorialismus. Zart illuminierte Torsi treten in dem Photo in der Art Rembrandts aus dem Dunkel hervor. Um den malerischen Charakter zu betonen, bearbeitete er seine Negative und Positive mit Radiernadel und Pinsel. Smith gründete 1902 gemeinsam mit Alfred Stieglitz und Edward Steichen die Photo-Secession.

Weitere Fotos finden wir in diesem Ausstellungsteil u.a. von Germaine Krull, Elfriede Reichelt, Franz Grainer, Hanna Seewald und Fritz Witzel, dessen Fotos aussehen, als seinen es schwarz/weiß fotografierte Gemälde. Die Fotografen versuchten den menschlichen Körper mit sphärischer Weichzeichnung physisch entrückt als künstlerisches Sujet zu ”adeln”.

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Künstlerische Positionen nach 1945Wynn Bullock (1902 Chicago – 1975 Monterery). Das Foto “Woman und Thistle” aus dem Jahr 1953 ist eine klassische Schwarz-Weiß-Aufnahme. Das Bild eines Farmhauses wird im goldenen Schnitt durch einen Außen-Kamin, links ein weiblicher Akt im Fenster und rechts eine mannshohe Distel im Türrahmen, zweigeteilt. Das Bild ist eines von Bullocks bekannten poetischen Akt- und Landschaftsaufnahmen.

Weitere Fotos finden wir in diesem Ausstellungsteil u.a. von Otto Steinert, Herbert List, Lucien Clergue, Heinz Hajek-Halke, Franz Roh, Jerry Uelsmann, Will McBride, Dieter Appelt, Stefan Moses, Jan Sudek, Nan Goldin, Laryy Clark und Timm Ulrichs. Timm Ullrichs hat Bildausschnitte aus Pornoheftchen “abfotografiert”, wobei es sich ausschließlich um Bilder handelt, die in bürgerlicher Umgebung fotografiert wurden und an deren Wänden schmückende Kunstbilder, wie die Mona Lisa, hängen.

Freikörperkultur

Gerhard Riebecke (1878 Sonnenwald/ Lausitz – 1957 Berlin). Das gestochen scharf fotografierte Bild “Paar beim Ausdruckstanz” in der freien Natur ist ein Beispiel für Riebeckes Spezialität, die Herstellung von Sport-, Tanz- und Naturismusfotografien. Seine Fotos gehörten zur Reformbewegung der Freikörperkultur der 1920er Jahre. Weitere Fotos finden wir in diesem Ausstellungsteil u.a. von Josef Breitenbach und Guido Mangold. Viele der überlieferten Fotos in diesem Kapitel sind von anonymen Fotografen.

Der männliche Akt

Herbert List (1903 Hamburg – 1975 München). Das schönste Bild in diesem Teil der Ausstellung ist der männliche Rückenakt in Hammamet/ Tunesien aus dem Jahr 1935 mit dem Titel “Junger Araber mit Steppenkerzen”. Trotz dieses Ausstellungsteils, weibliche Akte sind im kollektiven Gedächtnis stärker verhaftet als die männlichen. Weitere Fotos finden wir in diesem Ausstellungsteil u.a. von Guglielmo Plüschow, Wilhelm von Gloeden und Will McBride.

Glamour

Bert Stern (1929 Brooklyn – lebt in New York ). Aus diesem Bereich möchte ich die Fotos aus der Foto-Serie “The Last Sitting” mit Marylin Monroe aus dem Jahr 1962 hervorheben. Sie sind während einer mehrtägigen Fotositzung mit der wenig später verstorbenen Marilyn Monroe entstanden. Die Aufnahmen von Bert Stern sind sicherlich Schlüsselbilder in der Geschichte der Aktfotografie. Weitere Fotos finden wir in diesem Ausstellungsteil u.a. von Guido Mangold, André Gelke und – er darf natürlich nicht fehlen – Helmut Newton.

Den Titel dieses Artikel habe ich dem Buch “Ohne Mode – 20 weibliche Aktstudien nach der Natur in Heliogravüre für Künstler und Kunstfreunde” Stuttgart 1902, entlehnt. Meinen Beitrag zur Ausstellungsankündigung zu NudeVisions vom 05.05.2010 finden Sie hier. “Ich versuche den nackten Menschen ohne Hässlichkeit und Hintergedanken darzustellen, so schön und echt wie möglich, immer mit der Perspektive, dass hinter den Dingen noch etwas steht, das wir nicht kennen und was wir doch alle fühlen.” (Germaine Krull, 1924)

www.von-der-heydt-museum.de

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