Journal

Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Nude Visions – 150 Jahre Körperbilder in Fotografie und Malerei

Ausstellung im Von der Heydt-Museum Wuppertal
vom 01. Juni bis 15. August 2010

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

In enger Zusammenarbeit mit dem Münchner Stadtmuseum zeigt das Von der Heydt-Museum eine umfassende Ausstellung zum Thema Akt. Denn trotz der medialen Überflutung mit Bildern nackter Körper hat der Mensch im Adamskostüm bis heute nichts von seiner Anziehungskraft verloren. Die Ausstellung lädt den Besucher zu einer Reise durch die Kollektion von Körperbildern aus der Sammlung Fotografie im Münchner Stadtmuseum ein.

Mehr als 190 Körperbilder, Mappenwerke mit gedruckten Aktstudien sowie zentrale Beispiele aus der rund 700 Bände umfassenden Aktbibliothek aus dem 19. und 20. Jahrhundert werden in sieben Kapiteln von den Anfängen bis heute gezeigt. Diese hervorragenden Werke der Fotografiegeschichte kontrastieren wir mit Gemälden aus der großen Sammlung des Von der Heydt-Museums, so dass die ästhetische Wechselbeziehung zwischen den beiden unterschiedlichen Genres erkennbar wird, die auch Rückschlüsse auf unterschiedliche Wahrnehmungsweisen des Aktes im Verlauf von 150 Jahren zulässt.

Am Beginn der Ausstellung stehen so genannte “Akademien“, Bildtafeln, die Malern, Zeichnern und Bildhauern als Studienvorlagen dienten und sich an kunsthistorischen Vorbildern der Antike und Renaissance orientierten. Aktfotografien entstanden jedoch nicht nur im Dienste der Malerei und Skulptur, sondern folgten auch eigenen künstlerischen Ambitionen. Theodor Her etwa schuf Fotografien, in denen er seine Modelle in historischen Kostümen als Bacchus oder Orientale präsentierte. Solche und ähnliche Aktaufnahmen wurden gewöhnlich im geschützten Atelier arrangiert. Ab 1870/80 entstanden die ersten Freilichtakte, fast ausschließlich im Süden Italiens und in Nordafrika. Fotografen wie Roberto Rive, Wilhelm von Gloeden, Guglielmo Plüschow, Vincenzo Galdi oder Lehnert & Landrock begannen dort ihre Visionen eines irdischen Arkadien zu inszenieren.

Um 1900 wurde das Angebot an Studienvorlagen zur Aktfotografie immer vielfältiger. Mit dieser Massenproduktion hatten die Vertreter des Piktoralismus in ihren Bestrebungen, den Akt als künstlerisches Sujet zu nobilitieren, jedoch wenig gemein. Fotografen wie Frank Eugene, Alfred Stieglitz, Clearence White oder Fritz Witzel haben den Akt in sphärischen weichzeichnerischen Darstellungen wiedergegeben, in denen der menschliche Körper wie ein kostbares Gefäß aufscheint. Mit Hilfe von aufwändigen Druckverfahren wurde die Bildwirkung der Motive verändert, das konkret Physische entzogen und in entrückte Sphären versetzt.

Im Rahmen der Lebensform-Bewegung, die seit Ende des 19. Jahrhunderts vor allem in Deutschland erheblichen Zulauf fand, nahm die Freikörperkultur eine besondere Stellung ein. Das Nacktbaden in Licht, Luft und Wasser gehörte ebenso zu den Aktivitäten wie Kraftsport und Tanz. Eine wirksame Reklame für die Ideale der Naturalisten stellten Aktfotografien dar, die den Körpter in seiner Natürlichkeit feierten. Die künstlerische Fotografie im Umfeld von Neuer Sachlichkeit, Neuem Sehen und Surrealismus führte in den 1920er und 1930er Jahren auch im Bereich der Aktdarstellung zu völlig neuen Bildlösungen. Mehrfachbelichtungen, Solarisation und Collagen, extreme Bildausschnitte und Perspektiven sowie das Spiel mit starken Hell-Dunkel-Kontrasten gaben der Aktkunst entscheidende Impulse. Der entblößte Körper wurde verfremdet, entmaterialisiert, durchleuchtet, fragmentiert und auf seine prinzipielle Darstellbarkeit hin analysiert.

Der experimentelle Umgang mit der Aktfotografie blieb auch nach dem Zweiten Weltkrieg wichtig. Den abstrakt-experimentellen Bildfindungen im Umfeld der „subjektiven Fotografie“ standen in den 1950er und 1960er Jahren Aktbilder von größerer Klarheit und Natürlichkeit gegenüber. Individualität und Haltung werden zugunsten der Erkundung der Körperoberfläche zurückgedrängt. Die im Kontext der Body-Art und Performance arbeitenden Fotokünstler der 1970er Jahre erklärten die Unmittelbarkeit der eigenen körperlichen Erfahrungen zur politischen Notwendigkeit. Im Rückblick betrachtet kommt ihre Arbeit einem letzten großen Ringen mit dem sich auflösenden Sujektbegriff vor der postmodernen Wende gleich.

Eine neue Dimension der Aktdarstellung eröffnete die digitale Fotografie. Doch Körperbilder veränderten sich im digitalen Zeitalter nicht nur infolge der Möglichkeiten ihrer Manipulierbarkeit. Auch die Räume des Privaten werden mittlerweile anders ausgeleuchtet als noch vor 25 Jahren. Die öffentliche Zugänglichkeit von Momenten des Privaten hat zu einer regelrechten „Tyrannei der Intimität“ (Richard Sennett) geführt. Nacktheit im Dschungelcamp oder im Big Brother-Container veränderten unseren Begriff der Intimsphäre grundlegend. Die verborgenen, zum Teil verbotenen Begierden sind einem Exhibitionismus gewichen, der in den Internetforen bis zur pornografischen Selbst- und Fremdentblößung geht. Mit solchen digitalen Pornobildern, die er durch digitale Bearbeitung einer Unschärfe unterzieht, arbeitet der Künstler Thomas Ruff.

Dem Thema Glamourfotografie widmet die Ausstellung ein eigenes Kapitel. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts kreierten die Hollywoodstudios neue Bildformen des Glamourösen. In eigenen Fotoabteilungen entstanden mehr oder weniger freizügige Glamourfotografien für die illustrierte Presse. In den 1940er Jahren war eine besondere Variante des Glamourakts gefragt: das Pin-up. Es zeigt die Frauen weniger entrückt, dafür mehr den Bedürfnissen von Männern in Kasernen oder Schiffskojen angepasst. Seit den 1960er Jahren wurde die Bildform des Glamourakts von der Werbung übernommen. Fotografen wie Guy Bourdin oder Cheyco Leidmann spielen für ihre Fotokampagnen in Hochglanzmagazinen mit surrealen Bildwelten. Andere Fotografen wirken hingegen den Tendenzen der Entindividualisierung der Modelle entgegen. André Gelpke etwa porträtierte Tänzerinnen im Hamburger Vergnügungsviertel St. Pauli ohne die sonst übliche verführerische Pose als selbstbewusste Frauen.

Im Vergleich zum weiblichen Akt ist der Männerakt weniger stark in unserem kollektiven Gedächtnis verankert. Im 19. Jahrhundert war er als Vorlagenstudie im Rahmen der künstlerischen Ausbildung an Kunstakademien legitimiert. Gesellschaftliche Akzeptanz genossen außerdem sogenannte „Körperkulturen“, wie vor dem Ersten Weltkrieg das Bodybuilding genannt wurde. Die Piktoralisten inszenierten ihre männlichen Modelle häufig als lyrische Motive mit Anklängen an mythologische Themen. Im Zuge einer ersten homosexuellen Emanzipation in der Weimarer Republik entstanden für homosexuelle Künstler gewisse Freiräume zur Veröffentlichung von Männerakten. Überhaupt waren Männerakte in vielen Zeitschriften dieser Zeit präsent, wie Aufnahmen von Herbert List, George Hoyningen-Huene oder Horst P. Horst veranschaulichen. Von einem neuen Selbstbewusstsein seit den 1960er Jahren zeugen die Aufnahmen von Will McBride, Herbert Roettgen und Norbert Przybilla.

“Ohne Zweifel vermag nichts den Blick so auf sich zu lenken, wie der nackte menschliche Körper“. Diese genau einhundert Jahre ältere Äußerung hat bis in die Gegenwart Gültigkeit. Unsere Ausstellung von Aktfotos im Museum macht sich diesen Umstand zunutze und bleibt eine Gratwanderung zwischen Aufklärung, Anregung und Schaulust. Zugleich dokumentiert sie den Wandel von Schönheitsidealen und Moralvorstellungen.

Eine Ausstellungsbesprechung erfolgt im August 2010.

Quelle: Presseerklärung, www.von-der-heydt-museum.de

Bruce Nauman – Dream Passage

Nationalgalerie Hamburger Bahnhof Berlin vom 01. Juni bis 15. August 2010. Raum ohne meine Seele, ein Raum, dem das gleichgültig ist.

Foto (Doppelbelichtung) © Friedhelm Denkeler 2010

Foto (Doppelbelichtung) © Friedhelm Denkeler 2010

Unter dem Titel “Dream Passage“ stellt die Nationalgalerie im Hamburger Bahnhof den amerikanischen Künstler Bruce Nauman erstmals mit einer großen Werkschau in Berlin vor. Anlass der Ausstellung ist die Realisierung der Architektur-Skulptur “Room with My Soul Left Out, Room That Does Not Care“ von 1984, die der Nationalgalerie unlängst durch den Sammler Friedrich Christian Flick geschenkt wurde. Damit ergibt sich die Möglichkeit, die größte Innenraumskulptur des Künstlers permanent zu zeigen, nachdem bereits seit 2005 seine Außenraumskulptur “Double Cage Piece“ von 1974 auf dem Gelände des Hamburger Bahnhofs zu sehen ist.

Am Ende des Ganges durch die Rieckhallen und ist nun dauerhaft die Skulptur in der unrenovierten Halle 5 installiert. Sie besteht aus drei sich durchkreuzenden Korridoren, die begehbar sind. Am interessantesten finde ich den vierten Korridor, der abgedeckt durch ein Gitter, in das Kellergeschoss führt. Ob diese Skulptur, wie der Einladungstext schreibt, der Höhepunkt innerhalb der Werkserie der „Dream Passages“ ist, sei dahingestellt. Kleinere Skulpturen, wie das Modell “for for Room with My Soul Left Out, Room That Does Not Care” finde ich spannender.

In der zentralen Halle des Museums werden in einer Installation einige herausragende Beispiele der sogenannten “Erfahrungsarchitekturen“ des Künstlers gezeigt. Ende der 1960er Jahre begann Nauman, Korridore und Räume zu bauen, die von den Besuchern betreten werden können und die Erfahrungen des Eingeschlossenseins, des Ausgesetztseins und der räumlichen Verunsicherung hervorrufen. Präsentiert wird etwa die komplexe Arbeit „Corridor Installation (Nick Wilder Installation)“ von 1970, in der die Besucher, von Videokameras erfasst, ihrem eigenen Bild gegenübertreten. Der “Corridor with Mirror and White Lights“ von 1971 ist hingegen nicht betretbar: Das Werk evoziert jedoch die Vorstellung, sich in dem schmalen Raum dem eigenen Spiegelbild anzunähern. In dem für die documenta 5 gebauten „Kassel Corridor: Elliptica Space” von 1972 wiederum darf sich jeweils nur ein Besucher für maximal eine Stunde aufhalten, um die klaustrophobische Situation zu erfahren. Die Besucher waren jedoch nach wenigen Minuten wieder “draußen”, aber weniger wegen der klaustrophobische Situation. Da die Skulptur nach oben offen ist, stellte sich die Gefühl jedoch nicht ein.

Seit Beginn der 1980er Jahre traten in Naumans Werk zusätzliche Vorstellungen in den Vordergrund. Hiervon zeugen zum einen aggressiv anmutende Skulpturen, in denen hängende Stühle aus Metall zum Einsatz kommen – zu sehen ist die Arbeit “Musical Chair“ von 1983 –, mit denen der Künstler eine Kritik an Folter und Gewalt in totalitären Regimen verband. Zum anderen entstanden komplexe Neonarbeiten wie “American Violence“, 1981- 82, oder “Sex and Death / Double 69“, 1985, die den Zusammenhang von Sex, Gewalt und Tod thematisieren.

Anlässlich der Ausstellung “Dream Passage“ sind in den Rieckhallen des Hamburger Bahnhofs weitere Arbeiten Naumans im Dialog mit Werken von Generationsgenossen wie z.B. Robert Morris, Eva Hesse, Richard Jackson oder Nikolaus Lang und jüngeren Künstlern wie Absalon oder Manfred Pernice aus den Sammlungsbeständen des Museums zu sehen. In der Ausstellung darf fotografiert werden.

www.smb.spk-berlin.de

Der Sommer kann kommen

Mein Sommerhit 2010 Yolanda Be Cool & DCUP – We No Speak Americano

Der Sommer kann kommen, denn für mich ist der Sommerhit 2010 soeben erschienen. Der Ohrwurm dürfte in in den Discotheken und In-Bars die nächsten sieben Wochen rauf und runter gespielt werden, denn laut Siebenschläfer soll es nun sonnig und und sehr heiß werden.

Foto  © Friedhelm Denkeler 2008

Foto © Friedhelm Denkeler 2008

Das australische DJ-Team „Yolanda Be Cool“ hat mit “We Speak No Americano” einen Track produziert, der die Sonne noch wärmer strahlen lässt. Alle, die diesen Sommer in den Urlaub fahren, dürfte dieser Song über den Weg laufen, bzw. ins Ohr gehen.

Und hier ist, wie ich finde, das tolle Video:

Yolanda Be Cool & DCUP: „We No Speak Americano“

Der Song hat eine lange Geschichte. Das Original kommt aus dem Land, in dem die Zitronen blühen, aus Neapel. Er wurde bereits 1956 von Renato Carosone geschrieben und mehrfach gecovert, unter anderem von Lou Bega mit “You Wanna Be Americano”. Und jetzt liegt der Song vom australischen Elektoduo „Yolanda Be Cool“ vor. Das angesagte DJ-Team aus Down Under hat sich mit dem Produzenten DCUP zusammengeschlossen und eine Mischung aus Funk und Eleletrobeat mit Samples aus dem Fünfziger-Jahre-Klassiker “’Tu Vuo Fa ‚L‘ Americano” (du willst amerikanisch sein) zusammengerührt. Das Original ist aber auch nicht zu verachten:

Tu Vuo Fa ‚L‘ Americano

Der Song wurde 1960 auch bekannt durch den Film “Es begann in Neapel”, in dem er von Sophia Loren höchstpersönlich gesungen wurde. Im Film “Der talentierte Mister Ripley” von Anthony Minghella aus dem Jahr 1999 mit Gwyneth Paltrow und Matt Damon spielte der Song ebenfalls eine Rolle.

Hans Bellmer und Louise Bourgeois – Double Sexus

Erstmalige Sonderausstellung der Staatlichen Museen zu Berlin in der Sammlung Scharf-Gerstenberg in Charlottenburg

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Ab dem 24. April 2010 zeigt die Nationalgalerie – Staatliche Museen zu Berlin erstmals eine Sonderausstellung in der Sammlung Scharf-Gerstenberg. Unter dem Titel “Hans Bellmer – Louise Bourgeois. Double Sexus“ werden rund 70 skulpturale, zeichnerische und fotografische Arbeiten von Hans Bellmer (1902 – 1975) und Louise Bourgeois (geb. 1911) präsentiert.

Die erotisch aufgeladenen Werke von Hans Bellmer und Louise Bourgeois weisen bemerkenswerte Parallelen auf. Sie kreisen um ähnliche Themen und verwenden oftmals dieselben Motive. Beide Künstler verarbeiteten frühe Erlebnisse und Fantasien und schufen Werke, die als Tabubruch empfunden wurden.

Erstmals werden jetzt die Werke des Berliner Surrealisten und der heute in New York arbeitenden Künstlerin in einer Ausstellung gegenübergestellt. Mit dieser Schau feiert die im Sommer 2008 in Charlottenburg eröffnete Sammlung Scharf-Gerstenberg eine Premiere: Es ist die erste Sonderausstellung in diesem Hause. Mit Leihgaben aus dem In- und Ausland – darunter jüngste Arbeiten aus dem Studio Bourgeois – arbeitet sie zudem einen wichtigen Aspekt der eigenen Surrealisten-Sammlung heraus, zu der auch zahlreiche Werke von Hans Bellmer gehören.

Begleitend zur Ausstellung wird es ein vielseitiges Rahmenprogramm mit einem Theaterstück, Lesungen und Vorträgen geben, welches von den Junioren des Vereins der Freunde der Nationalgalerie (Stoberkreis) ermöglicht wird.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog im Distanz Verlag mit literarischen Texten von Elfriede Jelinek und Henry Miller sowie Einführungstexten der Kuratorinnen Silke Krohn (Ausstellung) und Kyllikki Zacharias (Sammlung). Die Ausstellung wurde organisiert durch die Nationalgalerie Staatliche Museen zu Berlin – Sammlung Scharf-Gerstenberg, in Kooperation mit dem Gemeentemuseum Den Haag (11.9.2010 – 16.01.2011). Die Ausstellung wurde durch den Verein der Freunde der Nationalgalerie ermöglicht.

Eine Ausstellungsbesprechung erfolgt im August 2010.

Quelle: Presseerklärung, www.doublesexus.org

Journal – Ein neuer Photographie-Blog aus Berlin

Neues Journal von “Denkeler Foto” mit aktuellen Berichten
und Besprechungen zu Photographie und Kunst.
“Das wirksamste Element im Kunstwerk
ist nicht selten das Schweigen.”

Im neuen „Journal – Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst“ finden Sie ab sofort regelmäßig Berichte zum Thema Photographie, Besprechungen von Ausstellungen zur Photographie und Kunst, sowie Ankündigungen von Ausstellungen, die demnächst eröffnet werden. Die Beiträge beziehen sich bevorzugt auf die Hauptstadt-Region, aber auf auf bundesweite Veranstaltungen. Auch die Ankündigung von Fotomessen und fotografischen Veranstaltungen sind vorgesehen. Die Vorstellung von Fotografen und Künstlern, von Filmen und Videos und dem Zitat des Monats runden diese Rubrik ab.

Foto © Friedhelm Denkeler 2005

Foto © Friedhelm Denkeler 2005

Rubriken im Journal

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  • Zitat des Monats

Friedhelm Denkeler, Berlin 1. Juli 2010

“Im strengsten Sinne sind alle Bewusstseinsinhalte unnennbar. Selbst die einfachste Wahrnehmung ist in ihrer Totalität unbeschreibbar. Jedes Kunstwerk muss daher nicht nur als etwas Dargestelltes verstanden werden, sondern gleichzeitig als ein Versuch, das Unsagbare auszudrücken. In den größten Kunstwerken schwingst stets etwas mit, das sich nicht in Worte fassen lässt (Regeln des “Dekors”), etwas von dem Widerspruch zwischen dem Ausdruck und der Gegenwart des Unausdrückbaren. Stillmittel sind immer auch Methoden der Vermeidung. Das wirksamste Element im Kunstwerk ist nicht selten das Schweigen.” [Susan Sontag, in “Against Interpretation”]

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