Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Stadtverschönerung

Alles fing 1986 mit den Spray-Bananen an, die der Kölner Künstler Thomas Baumgärtel in Berlin verteilte und zwar nicht willkürlich, sondern mit System als besondere Auszeichnung für Galerien und Kultureinrichtungen. Kunstinsider kennen deren mittlerweile international gewordene Bedeutung.

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Die wilde Jagd über den Kurfürstendamm

"Die wilde Jagd über den Kurfürstendamm", Foto © Friedhelm Denkeler 2011

"Die wilde Jagd über den Kurfürstendamm", Foto © Friedhelm Denkeler 2011

125 Jahre Kurfürstendamm mit den „Plasticiens Volants“

Großes Spektakel am Sonntagabend auf dem Ku’damm. Die französische Gruppe „Plasticiens Volants“ veranstaltete zu Ehren des 125 Jahre alten ehemaligen Reiterweges mit heliumgefüllten Riesen-Ballons eine wilde Jagd vom Halensee bis zum Breitscheidtplatz. Drachen, Schlangen und andere Fabelwesen reihten sich an großen Straßenkreuzungen in das Rennen ein. Und wie üblich waren die Berliner (wir auch) mit dabei.

Der Kurfürstendamm wurde um 1542 als Dammweg vom Berliner Stadtschloss zum Jagdschloss Grunewald angelegt und diente zunächst als Reitweg für den Kurfürsten Joachim II. Der Mai 1886 gilt als Geburtstunde des damals fertiggestellten 52 Meter breiten und 2,5 km langen Prachtboulevards namens Kurfürstendamm und steht gleichzeitig als Synonym für die Goldenen Zwanziger Jahre, insbesondere verbunden mit dem Künstlertreffpunkt Café des Westens.

Nachhaltige Lebenskunst in der Kongresshalle

"Schwimmende Salatfelder", Foto © Friedhelm Denkeler 2011

"Schwimmende Salatfelder", Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Von schwimmenden Salatfeldern und Dächern aus Plastikbechern

Am Haus der Kulturen der Welt in Berlin konnte man an diesem Wochenende Salat von schwimmenden Feldern auf dem Springbrunnen-Becken vor der Kongresshalle ernten. Vor Ort wurde der Salat „angemacht“ und ließ sich neben weiteren kulinarischen Genüssen verzehren oder als „Blumentopf“ mit nach Hause nehmen.

Eigentlich ging es um Klimaneutralität, Energieeffizienz und Wasserfilterung. Die Kongresshalle als ein Labor der Zukunft: Nomadische Nachtherberge, eigene Käseherstellung, Fahrrad-Disko, Honigbienen, Landkommune, mit anderen Worten: ein Fühl-dich-gut-Fest mit diversen Konferenzen und viel verbautem Holz. Das klingt jetzt nicht nur alternativ, das war auch so, wenn auch eher ohne „t“ im zweiten Wortteil, im wahrsten Sinne also naiv.

www.ueber-lebenskunst.com

Die verklebte Mitte

"Schwarz-gelbe Mitte", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

„Schwarz-gelbe Mitte“, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Das Portfolio „Mittig“ habe ich 2008 abgeschlossen, dennoch finde ich immer wieder neue Motive, wie hier auf der Baustelle am „Schöneberger Kreuz“. Das Photo ist gleichzeitig eine Reminiszenz an Andreas A. Koch und seine Serie „Geklebte Stadt„. Der Künstler stellte letzte Woche in dem Berliner Salon von Dr. Carola Muysers seine Arbeit „Zufällig Philadelphia“ im Gespräch mit dem Kurator und Kunstwissenschaftler Peter Funken auf lebendige, anschauliche und amüsante Weise vor.

Auf meiner Website “Denkeler Foto” finden Sie eine Auswahl von 25 Photos aus meiner Serie “Mittig”. Das gesamte Portfolio besteht aus 152 Photographien im Format 21 x 29 cm. Die Bilder sind auch als gedrucktes Autorenbuch mit 96 Seiten im Format 16 x 21 cm erschienen.

Überraschung am frühen Morgen

"Michael Schmidt: Frauen", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Michael Schmidt: Frauen", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Berlin Biennale: Der Fotograf Michael Schmidt im öffentlichen Raum

Das war heute morgen nun doch eine Überraschung: Seit Wochen versuche ich Fotos von Michael Schmidt, die öffentlich auf Plaktwänden aushängen sollen, zu finden. Und dann dies: Direkt vor meiner Haustür hängen auf dem S-Bahnhof Steglitz drei große Fotos auf den Reklametafeln. Es handelt sich um einen künstlerischen Beitrag zur 6. Berlin Biennale. Michael Schmidts fotografische Arbeiten werden während der gesamten Dauer im öffentlichen (Plakate) und medialen Raum (Zeitungen und Zeitschriften) an wechselnden Standorten und in wechselnden Medien zu sehen sein. Die Bilder stammen aus Schmidts Fotoserie “Frauen“ (1997–1999). Die Biennale läuft noch bis zum 8. August 2010.

www.berlinbiennale.de

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