Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Rock-Archiv

Hier finden Sie Beiträge zu Songs und ihren Interpreten aus 70 Jahren Rock- und Pop-Geschichte. Es wird immer mindestens zu einem Musik-Video, Live-Video oder einem Video von einer TV-Aufzeichnung bei den bekannten Video-Portalen wie DailyMotion, MyVideo, YouTube, etc. verlinkt (oder wenn das nicht zur Verfügung steht, zu einem “reinem” Audio-Video). Rechnen Sie bei allen Videos mit nervender Werbung (manchmal gebe ich auch einen Ersatzlink an).

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Natural Woman

Berlinale die Dritte: “Una mujer fantástica” von Sebastian Lélio mit Daniela Vega

“Una mujer fantástica” ist ein Plädoyer für die sexuelle Selbstbestimmung. Die Trans-Frau Marina (Daniela Vega) ist nach dem Tod ihres Freundes Orlando (Francisco Reyes) dem blanken Hass seiner Familie ausgesetzt. Und wenn schon nicht ihre Umgebung, so ist doch der Film ganz auf ihrer Seite und zeigt die zunehmend ins Abseits gedrängte Protagonistin als starke, lebenskluge, fantastische Frau.

Aus der Serie"Second Hand Model", Foto © Friedhelm Denkeler 2003

Aus der Serie”Second Hand Model”, Foto © Friedhelm Denkeler 2003

“Marina sitzt auf ihrem Sofa, die Beine leicht angewinkelt. Sie ist nackt, doch ein Spiegel verdeckt ihre Scham. Die nächste Einstellung zeigt Marina von oben: Man sieht nur ein Stück Beine, etwas Bauch – und mitten im Bild ihr Gesicht im Spiegel zwischen ihren Beinen. Es ist ein eindringliches, berührendes Bild. Gerade in seiner Einfachheit und Wortlosigkeit macht es klar, worum es Lélio geht: Was die geschlechtliche Identität eines Menschen bestimmt, ist nicht zwingend das, was zwischen seinen Beinen ist.” [rbb]

Passend zum Film hat Lélio als Soundtrack unter anderem Aretha Franklin mit “A Natural Woman” aus dem Jahr 1967 ausgesucht.

Aretha Franklin: “(You Make Me Feel Like) A Natural Woman”

Der Song wurde 1967 von Carole King und Gerry Goffin geschrieben und 2015 von Aretha Franklin zum Gala-Empfang im Opera House des Kennedy Centers zu Ehren der Preisträgerin Carole King performt. Diese Ehrung umfasste zahlreiche Feierlichkeiten, unter anderem verfolgten die Geehrten die Gala gemeinsam mit dem US-Präsidenten Obama in der Präsidenten-Loge. Ihren ersten Nummer-eins-Hit hatte Carole King als 18jährige mit dem Lied “Will You Love Me Tomorrow?” Sie schrieb ihn für die Girlgroup “The Shirelles” (1960).

“The Shirelles”: Will You Love Me Tomorrow?”

SAVAGES – SUVAGES – SUVKEES – FUVKERS

Berlinale die Erste: “The Dinner” von Oren Moverman mit Richard Gere

“In The Dinner geht es um ein Abendessen, das den Blick auf das poröse Innenleben einer US-Familie freilegt. Zwei Brüder treffen sich mit ihren Frauen (Laura Linney, Rebecca Hall) im Luxusrestaurant zur Aussprache. Der eine, Paul (Steve Coogan), ist Geschichtslehrer; der andere, Stan (Richard Gere), ein Politiker, der als Gouverneur kandidiert. Der Film will die Protagonisten ihrer moralischen Defizite überführen: Sei es in Rückblenden, die szenenhaft Ursachen für Misstrauen und Wut umreißen, sei es über das Verbrechen zweier Söhne, das aus dem Hintergrund langsam ins Zentrum des Films rückt.” [Der Standard]. The Dinner liefert gut gemachte Film-Hausmannskost.

"Jehnny Beth, Savages" (Ausschnitt aus dem Video "Fuckers"), Foto © Friedhelm Denkeler 2017

“Jehnny Beth, Savages” (Ausschnitt aus dem Video “Fuckers”), Foto © Friedhelm Denkeler 2017

Eine Neuentdeckung ist für mich die tolle Musik einer britischen Frauen-Band aus London. Man kann die Musik von Jehnny Beth (Sängerin; eigentlicher Name Camille Berthomier), Gemma Thompson (Gitarre), Ayse Hassan (Bass) und Fay Milton (Schlagzeug) als Post-Punk bezeichnen. Im Abspann des Films “The Dinner” lief der Song “Fuckers” von “Savages”. Er stammt von ihrer 2014 erschienen gleichnamigen Maxi-Single. Das Stück dauert 10 Minuten.

Savages: “Fuckers” (2014)

So ein geniales Stück von rebellischen Frauen habe ich lange nicht gehört. Es muss unbedingt in einer größeren Lautstärke gehört werden, denn das Stück beginnt sehr leise mit dem fast flüsternden Gesang von Jehnny Beth und steigert sich immer mehr in eine, entsprechend des Bandnamens, große Wildheit.

Die Art von Crescendo finden wir in vielen bekannten Rockballaden: bei Jim Morrison (The Doors) mit “The End”, Deep Purple mit “Child in Time” oder Led Zeppelin mit “Stairway to Heaven”. Sie weisen alle ein Länge von ca. zehn Minuten auf oder sogar, wie bei Iron Butterfly mit “In-A-Gadda-Da-Vida” über 17 Minuten. Als klassisches Vorbild sei der “Boléro” von Maurice Ravel, der auch um die zehn Minuten dauert, genannt.

Die Red-River-Rebellion

Instrumentals der frühen Rockgeschichte –
von “The Third Man Theme” zum “Egyptian Reggae” (3)

Heute möchte ich in meiner kleinen Serie “Instrumentals der Rock-Popgeschichte” einen weiteren Song vorstellen; den “Red River Rock”. Es ist nicht einfach, einen würdevollen Interpreten zu finden, denn es gibt mindestens 70 Coverversionen.

Johnny & The Hurricanes: "Red River Rock", 1959, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Johnny & The Hurricanes: “Red River Rock”, 1959
Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Da der Song Ende der 1950er Jahre weltweit bekannt wurde, mitten in der Rock & Roll-Zeit, liegt es nahe, die Version von Johnny & The Hurricanes auszuwählen. Es ist eine meiner Best-of-Songs der frühen Rockgeschichte. Die Single „Red River Rock“ kam im Juli 1959 auf den Markt und wurde kurz darauf von “Billboard” besprochen.

Johnny & The Hurricanes:
“Red River Rock”
, 1959, (Ersatzlink)

Während einer Aufnahmepause hörte der Manager der Hurricanes wie der Organist mit der Melodie experimentierte; er bat, die Passagen zu wiederholen. So entstand der einmalige Sound als Variation des Originals.

Der Grundmelodie wird von einer Hammond-Orgel getragen mit Licks vom Tenor-Saxophon und einem Mittelteil für Gitarre. In Deutschland und England erreichte der Song Platz 3 der Hitparade und in den Staaten den Rang 6. Es waren die höchsten Platzierungen aller Versionen des Folk- und Country-Lieds. The Hurricanes verkauften davon über 1 Million Singles.

Eine Vokal-Version handelt von der verbotenen Liebe einer Indianerin zu einem britischen Soldaten während der Red-River-Rebellion um 1870 in Kanada. Ethnische und religiöse Feindseligkeiten und Übergriffe der angelsächsisch orientierten kanadischen Zentralregierung gegen die europäisch-stämmigen Altsiedler sind das Thema.

1925 wurde der Song das erste Mal kommerziell als “Cowboy Love Song” vermarktet. Mit deutschem Text erschien 1959 “Komm zurück in das Tal unserer Träume” von Friedel Hensch und den Cyprys. Es folgten dann Aufnahmen von Connie Francis, Pete Seeger und The Ventures. Einen Live-Auftritt im Fernsehen gab es 1981 im Bayrischen Rundfunk.

Zur Einführung der “Instrumentals der Rock- Popgeschichte” siehe hier.

Die Trommeln der Apachen

Instrumentals der frühen Rockgeschichte –
von “The Third Man Theme” zum “Egyptian Reggae” (2)

Jörgen Ingmann: "Apache", Foto © Friedhelm Denkeler 2016 (mit Dank an Natascha S.)

Jörgen Ingmann: “Apache”, Foto © Friedhelm Denkeler 2016 (mit Dank an Natascha S.)

Ausgangspunkt meiner kleinen Serie “Instrumentals der Rock- Popgeschichte” war das Stück “Apache”. Ich habe immer gedacht, es stammt von den “Shadows”, der Begleitband von Cliff Richard. Bei der Recherche stellte sich heraus, dass es etwas komplizierter ist, aber der Reihe nach.

The Shadows: “Apache”, 1960, (Ersatzlink)

Die Melodie stammt von dem englischen Komponisten Jerry Lordan. Die Idee zum Titel soll ihm gekommen sein, als er den gleichnamigen Western mit Burt Lancaster und Charles Bronson aus dem Jahr 1954 sah. Es fehlte ihm nur eine Instrumental-Band; die fand er in Bert Weedon. Das Stück wurde 1960 eingespielt, blieb aber zunächst unveröffentlicht, Lordan gefiel diese Fassung nicht.

Dann kam Lordan mit den Shadows in Kontakt, die wiederum fanden, das Instrumental passe zu ihnen. Am Anfang und Ende des Stückes sollten die Trommeln auf die „Indianermusik“ hinweisen. Der Erfolg blieb nicht aus, ab dem 21. Juli 1960 stand die Single für fünf Wochen auf dem ersten Platz der britischen Charts.

Jetzt wurde schnell auch die Single von Jerry Lordan veröffentlicht. Sie hatte in Europa aber weniger Erfolg. In den USA punktete dagegen die Fassung des dänischen Jazzgitarristen Jørgen Ingmann. Alle drei machten das Instrumental zu einem internationalen Hit. Mein Favorit bleibt aber für immer “Apache” von den Shadows. Der Link zu den beiden anderen Versionen:

Bert Weedon: “Apache”, 1960

Jörgen Ingmann: “Apache”, 1961

 Zur Einführung der “Instrumentals der Rock- Popgeschichte” siehe hier.

Rosa Kirschen, weiße Äpfel, grüne Zwiebeln, Zither, Mundharmonika, Schwarzwaldfahrt, Tod in Mexiko …

Instrumentals der frühen Rockgeschichte –
von “The Third Man Theme” zum “Egyptian Reggae” (1)

Bis vor Kurzem dachte ich, das Instrumentalstück “Apache” sei im Original von den “Shadows”. Zu einfach gedacht! Bei der Recherche stieß ich dann auf weitere Instrumentals der Pop- und Rockgeschichte aus den späten 1950er und den frühen 1960er Jahren. Sie alle sind akustisch seit meiner Jugend fest im Gehör verankert. Beim heutigen Wiederhören, nach sechzig Jahren, lösen Stücke wie “Sail along Silv’ry Moon” von Billy Vaughn, “Red River Rock” von Johnny & The Hurricanes, “Mexico” von Bob Moore oder “Amapola” von den The Spotnicks einen wohligen Schauer aus.

"Instrumentals der frühen Rockgeschichte", Fotos/Collage © Friedhelm Denkeler 2016

“Instrumentals der frühen Rockgeschichte”, Fotos/Collage © Friedhelm Denkeler 2016

Damals gehörten Instrumentals zum Hitparadenbild, blieben aber trotzdem die Ausnahme. Anfang der 1950er Jahre überwogen noch instrumentale Coverversionen von Vokalaufnahmen wie “Oh, mein Papa” von Eddie Calvert. Zu den Instrumentalstücken kann man auch Filmmusiken wie “The Third Man Theme” von Anton Karas oder “Spiel mir das Lied vom Tod” von Ennio Morricone zählen. Aber auch in den 1970er Jahren gab es bekannte Instrumentals, wie “Albatross” von Fleetwood Mac oder “Egyptian Reggae” von Jonathan Rickman & Modern Lovers.

In westlichen Ländern entfällt im Pop- und Rockbereich nur etwa 1 % aller veröffentlichten Titel auf Instrumentalmusik. Die Instrumentals müssen, um ein Hit zu werden, ein markante Instrumentation oder auffällige Rhythmik aufweisen. Um den Nachteil der fehlenden (nachsingbaren) Texte auszugleichen, ist es von Vorteil wenn sie sich zum “Ohrwurm” entwickeln; einige wurden zu Millionenseller. Aus dem Zeitraum 1950 bis 1977 habe ich 24 Instrumentalstücke herausgesucht, die ich in der der nächsten Zeit näher vorstellen möchte:

Anton Karas: “The Third Man Theme” (1950), Eddie Calvert: “Oh, mein Papa” (1954), Pérez Prado: “Cherry Pink And Apple Blossom White” (1955), Bill Justis: “Raunchy” (1957), Mitch Miller: “March from the River Kwai (Colonel Bogey)” (1957), Duane Eddy: “Rebel Rouser” (1958), Billy Vaughn: “Sail along Silv’ry Moon” (1958), Johnny & The Hurricanes: “Red River Rock”, (1959, The Shadows: “Apache” (1960), The Ventures: “Walk Don’t Run” (1960), Bob Moore: “Mexico” (1961), Billy Vaughn: “Wheels”, (1961), Booker T. & the M.G.’s: “Green Onions” (1962), Tornados: “Telstar” (1962), The Spotnicks: “Amapola” (1963), Horst Jankowski: “A Walk in the Black Forest” (1965), Nini Rosso: “Il Silenzio” (1965), Marcello Minerbi: “Zorba’s Dance” (1965), Remo Four: “Peter Gun” (1966), Fleetwood Mac: “Albatross” (1968), Hugo Montenegro: “The Good the Bad And the Ugly” (1968), Ennio Morricone: “Spiel mir das Lied vom Tod” (1968), Eumir Deodato: “Also sprach Zarathustra” (1973), Jonathan Rickman & Modern Lovers: “Egyptian Reggae” (1977).

Der Mann der vom Himmel fiel …

… und in viele Rollen schlüpfte: David Bowies Karriere –
vorgestellt anhand von zehn Songs

Here am I sitting in a tin can/ Far above the world/ Planet earth is blue/ And there’s nothing I can do [aus: David Bowie "Space Oddity "]

Anhand meiner Top Ten stelle ich heute, zum Schluss der dreiteiligen David Bowie-Reihe, die wichtigsten musikalischen Stationen seiner Karriere vor:

  • David Bowie: “Space Oddity” (Album: “Space Oddity”, 1969)
  • David Bowie: “Ziggy Stardust” (Album: “The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders From Mars”, 1972)
  • David Bowie: “Rebel Rebel” (Album: “Rebel Rebel” (Album: “Station to Station “, 1976)
  • David Bowie: “Heroes”, 1977, (Album: “Heroes”, 1977)
  • David Bowie: “China Girl”, 1983 (Album: “Let’s Dance”, 1983)
  • David Bowie: “Let’s Dance”, 1983 (Album: “Let’s Dance”, 1983)
  • David Bowie: “Modern Love” (Album: “Let’s Dance”, 1983)
  • David Bowie: “Absolute Beginners”, 1984, aus dem Album: “Tonight”
  • David Bowie: “Blue Jean”, 1984, aus dem Album: “Tonight”
  • David Bowie: “Where Are We Now”, 2013, aus dem Album: “The Next Day”

Mit seinen kunstvollen Paradigmenwechseln schaffte David Bowie einen immer wieder überraschenden und anhaltenden vierzigjährigen Erfolg als androgyner Rockstar. Kurz vor der Mondlandung von Apollo 11 gelang Bowie mit seinem zweiten Album und der gleichnamigen Single “Space Oddity” 1969 sein erster Hit. Der Song wurde von Stanley Kubricks 2001: A Space Odyssey inspiriert und stellte die Figur des Major Tom in Bowies Werk vor. Viele weitere Rockstars übernahmen die Figur, so Peter Schilling in Major Tom (völlig losgelöst); in Terrence Loves You von Lana Del Ray heißt es in einer Zeile “Ground control to Major Tom. Can you hear me all night long?” und in Bowies Ashes to Ashes heißt es im Refrain “We know Major Tom’s a junkie, strung-out in heaven’s height, hitting an all-time low”.

Cover der LP David Bowie: “Let's Dance”, 1983, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Cover der LP David Bowie: “Let’s Dance”, 1983, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Nach The Man Who Sold the World und Hunky Dory (beide 1971) wurde Bowie ein Jahr später mit The Rise and Fall of Ziggy Stardust und der anschließenden Welttournee 1972 endgültig bekannt. Das lag auch an seiner neuen Rolle als Ziggy Stardust, dessen Aufstieg und Fall in einer dem Untergang geweihten Welt spielt. Aber sein Alter Ego Ziggy und die theatralische Bühnenshow mit ihren provozierend homoerotischen Zügen und dem knallrotem Haar legte er bald beiseite und trat, ein weiterer Imagewechsel, dann nur noch im Maßanzug auf. Für die Schaffensphase des Albums Station to Station verwandelte sich Bowie 1976 in eine weitere Kunstfigur namens Thin White Duke; der Titelsong Station zu Station beginnt mit der Zeile “The return of the Thin White Duke”. Sein exzentrischer Kleidungstil wechselte erneut, er trug nur noch eine schwarze Hose mit weißem Hemd und sein Auftreten war distanziert und unterkühlt.

Zu Bowies “Berlin-Zeit” und seinem Album Heroes um 1977 siehe Artikel “Wir sind dann Helden für einen Tag“ . 1983 änderte sich Bowies Musikstil wieder einmal; man könnte ihn als Post-Disco bezeichnen, als tanzbaren Mainstream; Let’s Dance wurde eines seiner erfolgreichsten Alben. Der Song Absolute Beginners wurde vom Regisseur Julien Temple für den Titelsong des gleichnamigen Film über das Leben im London der Fünfzigerjahren verwendet. Der Film war kommerziell wenig erfolgreich. Danach war an die zehn Jahre nichts Neues von Bowie zu hören. 2013 singt er sich in die Siebzigerjahre mit Where Are We Now zurück.

David Bowie: “Where Are We Now”, 2013, (Ersatzlink)

Noch einmal lässt Bowie in dem Song seine Berlin-Zeit Revue passieren. So schnell wird Berlin keinen neuen Thin White Duke hervorbringen. “A Man Lost in Time”.

Had to get the train/ From Potsdamer Platz/ You never knew that/ That I could do that/ Just walking the dead/ Sitting in the Dschungel/ On Nürnberger Straße/ A man lost in time/ Near KaDeWe/ Just walking the dead [aus: David Bowie "Where Are We Now "]

 

“Wir sind dann Helden für einen Tag!”

“And the guns, shot above our heads”

Du/ Könntest du schwimmen/ Wie Delphine/ Delphine es tun/ Niemand gibt uns eine Chance/ Doch können wir siegen/ Für immer und immer/ Und wir sind dann Helden/ Für einen Tag [aus: David Bowie "Helden"]

Zwischen 1976 und 1978 erlebte David Bowie im damaligen West-Berlin eine seiner kreativsten Phasen. In der ersten Zeit wohnte er bei Edgar Froese von Tangerine Dream im Bayrischen Viertel, wo er einen harten Entzug von kalten Drogen machte. Anschließend zog er in die Hauptstraße 155 in Berlin-Schöneberg in eine große Altbauwohnung, in der er zeitweise mit Iggy Pop zusammen lebte. Nach Bowies Tod am 10. Januar 2016 wurde die Hauptstraße 155 zum “Wallfahrtsort” seiner Fans; ein Meer von Blumen und Lichtern entstand in den folgenden Tagen auf dem Bürgersteig vor dem Haus. Die Hauptstraße wurde provisorisch in David-Bowie-Straße umbenannt.

"David-Bowie-Straße" (Hauptstraße 155 in Berlin Schöneberg), Foto © Friedhelm Denkeler 2016

“David-Bowie-Straße” (Hauptstraße 155 in Berlin Schöneberg), Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Drei Alben, die sogenannte Berlin-Trilogie: Low, “Heroes” und Lodger entstanden während Bowies West-Berliner Zeit. Produziert wurden sie in den direkt an der Berliner Mauer gelegenen Hansa-Studios in der Köthener Straße in Berlin-Kreuzberg. Aus dem Kontrollraum des Meistersaals hatte man einen unverbauten Blick auf die Mauer und den Todesstreifen. Internationale Künstler wie Falco, Depeche Mode, Nick Cave, U2, Iggy Pop, waren vom Studio by the wall und die gute Akustik des Meistersaals fasziniert; allen voran David Bowie, der sich zum Song “Heroes” 1977 durch die Mauer inspirieren ließ. Die Anführungszeichen bei “Heroes” sind Teil des Songtitels und sollten eine gewisse ironische Distanz zum romantisch-pathetischen Songtext zum Ausdruck bringen.

David Bowie: “Heroes” (Ersatzlink)

David Bowie: “Helden”

David Bowie: “Heroes/Helden” (englisch/deutsch)

I, I can remember (I remember)/ Standing, by the wall (by the wall)/ And the guns, shot above our heads (over our heads)/ And we kissed, as though nothing could fall (nothing could fall)/ And the shame, was on the other side/ Oh, we can beat them, forever and every [aus: David Bowie "Heroes"]

Interview mit David Bowie in der Harald-Schmidt-Show am 11. Juli 2002

Siehe auch Artikel “In der Villa von Ormen steht eine einzelne Kerze”

In der Villa von Ormen steht eine einzelne Kerze

“Where Are We Now?”

In the villa of Ormen/ Stands a solitary candle/ In the centre of it all/ Your eyes/ Something happened on the day he died/ Spirit rose a metre and stepped aside/ Somebody else took his place, and bravely cried: “I’m a blackstar, I’m a blackstar” [aus: David Bowie "Blackstar"]

"Blackstar", Foto © Friedhelm Denkeler 2016

“Blackstar”, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Am 8. Januar 2016, an David Bowies 69. Geburtstag, wurde sein 28. Studioalbum “Blackstar” veröffentlicht. Zwei Tage später starb er in New York. Von seiner Krebserkrankung, die er nicht öffentlich machte, wusste er bereits seit eineinhalb Jahren.

Diese Gewissheit hat die sieben Songs des Albums entscheidend geprägt; erschöpfte Atemgeräusche, eine kraftlose, brüchige Stimme und verstörende Videos stehen für die letzten Monate seines Lebens und seine künstlerische Auseinandersetzung damit.

David Bowie: “Blackstar”

David Bowie: “Lazarus”

Fast vierzig Jahre hat David Bowie, mal mehr und mal weniger, auch meine eigene Rockgeschichte begleitet: Es begann 1969 mit Space Oddity, das wiederum von Stanley Kubricks 2001: A Space Odyssey inspiriert war und führte die Kunstfigur des Major Tom in sein Werk ein.

Es folgte 1972 das Konzeptalbum The Rise and Fall of Ziggy Stardust and the Spiders from Mars, in dem die Geschichte von Ziggy Stardust, dem Sinnbild eines sexuell promiskuitiven, von Drogenexzessen gezeichneten Rockstars vorgestellt wurde, der letztlich an seinem ausschweifenden Lebensstil scheiterte.

1976 erschien das Album Station to Station, in dem er sich sein Alter Ego, Thin White Duke, zulegte; eine schattenhafte Figur, die von Amerika zurück nach Europa kehrt, um ihre Wurzeln zu erkunden.

Während Bowies West-Berliner Jahre nahm er 1977 in den Hansa-Studios, direkt an der Mauer in Kreuzberg, sein vielleicht bestes Album Heroes auf; die Berliner Jahre sind aber einen eigenen Post wert.

Let’s Dance und das gleichnamige Album machten 1983 dann Bowie endgültig Disco tauglich. Nach Reality von 2003 legte er eine zehnjährige Schaffenspause ein, die er vor zwei Jahren (2013) mit The Next Day und der ausgekoppelten Single Where Are We Now, die inhaltlich Bezug auf Berlin nimmt und in der Tilda Swinton die weibliche Hauptrolle spielt, beendete.

Look up here, I’m in heaven/ I’ve got scars that can’t be seen/ I’ve got drama, can’t be stolen/ Everybody knows me now/ Look up here, man, I’m in danger/ I’ve got nothing left to lose/ I’m so high it makes my brain whirl/ Dropped my cell phone down below/ Ain’t that just like me? [aus: David Bowie "Lazarus"]

There’s Just One Place For Me, Near You

“Near You” von Francis Craig – Der Nummer-eins-Hit aus dem Jahr 1947

There’s just one place for me, near you/ It’s like heaven to be, near you/ Times when we’re apart/ I can’t face my heart/ Say you’ll never stray/ More than just two lips away

Die Melodie eines Songs ist mir aus der Kindheit immer mal wieder in Erinnerung gekommen; ich konnte sie aber nie zuordnen. Nun hat es geklappt! In der amerikanischen Hitparade “The Billboard” vom Oktober 1947 bin ich fündig geworden. Der Song “Near You” von Francis Craig and his Orchester stand hier auf Platz 1 und war 1947 die meistverkaufte Platte in den USA. 17 Wochen hintereinander stand er auf dem ersten Platz und gehört seitdem zum Standard der US-Popmusik. Demnach dürfte er Ende der 40er/ Anfang der 50er Jahre auch in Deutschland im Radio zu hören gewesen sein. Und natürlich ist im Netz auch eine Audio-Datei zu finden.

Francis Craig: “Near You”

In dem Song geht es um nichts anderes, als den Rest des Lebens in unmittelbarer Nähe der Geliebten zu verbringen – und das in verschiedenen Variationen. Auf der A-Seite der Single war allerdings Craigs Erkennungsmelodie “Red Rose” zu hören; die Radiostationen spielten aber auf Wunsch der jugendlichen Hörer hauptsächlich die B-Seite mit “Near You”. Im ersten Teil des Songs spielt Craig die Melodie auf dem Klavier, erst im Mittelteil singt der blinde Bob Lamm, der Trompeter der Band, das Stück „Near You“ und zum Schluss gibt es wieder das Klaviersolo von Craig aus dem ersten Teil.

Eigentlich sollte die Single Francis Craigs (*1900, †1966) Abschiedsgeschenk an die Fans werden, denn er spielte mit seiner Bigband 21 Jahre als Hausband in einem Hotel in Nashville. Die Auftritte wurden landesweit vom Radiosender NBC übertragen. Nach dem sagenhaften Erfolg ging Craigs Karriere noch weiter. Das verdiente Geld investierte er in das erste Schallplatten-Presswerk in Nashville. Neben dem Nummer-eins-Hit war dies die Grundlage für den Aufstieg von Nashville als Musikmetropole.

"The Billboard", 4. Oktober 1947, Foto © Friedhelm Denkeler 2015

“The Billboard”, 4. Oktober 1947, Foto © Friedhelm Denkeler 2015

Das Billboard-Magazin ist das bedeutendste Fach- und Branchenblatt für Musik und Entertainment in den USA. Es ermittelt und veröffentlicht die offiziellen Verkaufscharts für Singles (The Billboard Hot 100) und Musik-Alben (The Billboard 200), sowie diverse andere Hitlisten. Die erste Hitparade erschien im Blatt 1936. Heute werden die Platzierungen in einem komplizierten Verfahren ermittelt, das CD-Verkäufe, bezahlte Downloads und Abspielungen im Radio und TV berücksichtigt.

Der Mann, der niemals lächelt

Van Morrison mit “It’s All Over Now, Baby Blue” zum 70. Geburtstag

You must leave, now take what you need/ You think will last/ But whatever you wish to keep/ You better grab it fast/ Yonder stands your orphan with his gun/ Crying like a fire in the Sun/ Look out baby, the saints are comin’ through/ And it’s all over now, baby blue [Them; Original von Bob Dylan]

Der in Belfast geborene George Ivan Morrison, von allen Van Morrison genannt, wurde in dieser Woche siebzig Jahre alt. Vielleicht hat der ewige Grantler der Rockmusik an seinem Geburtstag, dem 31. August ausnahmsweise ein wenig gelächelt. Schließlich hat Queen Elisabeth II. den “größten lebenden weißen Bluessänger” [FAZ] am 12. Juni 2015 in den Adelsstand erhoben. Eigentlich müsste man also das Prädikat “Sir” vor seinen Namen stellen.

Obwohl sich seine von ihm 1964 gegründete Band “Them” bereits zwei Jahre später wieder auflöste, ist für ihn noch lange nicht alles aus. Bis heute wandelt er auf Solopfaden und produziert weiter Alben. Dabei bringt er solch unterschiedliche Musikstile wie Jazz, Blues, Country, Folk und Gospel unter einen (Rock-) Hut. Aber das ist wieder eine eigene Geschichte wert.

Cover der LP "The World Of Them", 1972, Foto © Friedhelm Denkeler 2015

Cover der LP “The World Of Them”, 1972, Foto © Friedhelm Denkeler 2015

Die erste Hit-Single von “Them” war “Baby Please Don’t Go” mit mit Jimmy Page (!) als Session-Gitarrist (1964). Als B-Seite wurde übrigens “Gloria” gewählt, das sich später zum Klassiker mauserte. Es folgten “Here Comes the Night” (1965), “Mystic Eyes” aus dem Album “The Angry Young Them” (1965) und ein Jahr später die geniale Single “It’s All Over Now, Baby Blue” aus dem letzten Album “Them Again” mit Van Morrison als Sänger. Die Band löste sich leider 1966 wieder auf.

Ein Video habe ich im Web nicht gefunden, aber im folgenden Audio kann man sich ganz auf Vans herrliche Blues-Stimme konzentrieren.

Them: “It’s All Over Now, Baby Blue” (1966)

Das Original stammt von Bob Dylan. Inzwischen gibt es unzählige Cover-Versionen, zum Beispiel von den Rolling Stones, Byrds, Falco oder Marianne Faithfull. Aber die Interpretation von Them ist und bleibt mein Favorit. Van Morrison hat mit seiner “herbstschönen, so rauen wie expressiven Bluessoulstimme, wie sie sonst kein zweiter Weißer” [Der Tagesspiegel] daran sicherlich den größten Anteil. Zum Geburtstag wünscht man ja einiges; aber wenn jemand solch herrliche Stimme hat, dann hat er eigentlich bereits alles.

Get Your Kicks On Route Sixty-Six

Nat King Cole 1946, Chuck Berry 1961, The Rolling Stones 1964
und Depeche Mode 1987

If you ever plan to motor west, / Travel my way, take the highway that is best. / Get your kicks on route sixty-six. / It winds from chicago to LA, / More than two thousand miles all the way. / Get your kicks on route sixty-six.

Nat King Cole: "(Get Your Kicks On) Route 66", Foto & Grafik © Friedhelm Denkeler 2015

Nat King Cole: “(Get Your Kicks On) Route 66″,
Foto & Grafik © Friedhelm Denkeler 2015

Das im Aufbau befindliche Rock-Archiv beginnt im Jahr 1946. Es war nicht einfach einen Song aus diesem Jahr zu finden, denn die Geschichte des Rock ‘n’ Roll und damit der Rockmusik begann erst einige Jahre später. Aber es gibt den Blues, der viele Rockmusiker inspirierte und zu Cover-Versionen animierte.

Und welcher Titel ist dazu besser geeignet als “(Get Your Kicks On) Route 66″ vom “Nat King Cole Trio” aus dem Jahr 1946 und die Cover-Versionen von Chuck Berry, den Rolling Stones und Depeche Mode. Heute mache ich daher in einem Artikel Zeitsprünge von 1946, über 1961 und 1964 bis in das Jahr 1987.

Nat King Cole:
“(Get Your Kicks On) Route 66″

Hinter jedem guten Song sollte eine Geschichte stehen. Der Komponist von Route 66 Robert William Troup Jr. hatte die Idee zu diesem Song 1946 auf einer langen Fahrt auf der Route 66 nach Los Angeles, wahrscheinlich in einem amerikanischen Straßenkreuzer.

Der ab 1926 gebaute, ursprünglich 4000 Kilometer lange Highway, steht für den amerikanischen Mythos von Freiheit und Abenteuer. Er war eine der ersten durchgehend befestigten Straße von Ost nach West, von Chicago nach Santa Monica.

Heute sind nur noch Teilstücke der “Mother Road” vorhanden. Und wo eröffnete 1940 das erste McDonald’s – natürlich an der Route 66 in San Bernardino (Kalifornien). Auch der Film “Easy Rider” spielte 1969 teilweise auf der damals schon legendären Strecke.

Der Rhythm & Blues-Song “Route 66″ wurde am 15. März 1946 von Nat “King” Cole aufgenommen und erreichte die US-R&B- und die Pop-Chart. Er wurde zum bekanntesten Song des Nat King Cole Trios. Ich habe ihn, soweit im mich erinnere, erst 1961 durch Chuck Berry oder 1964 durch die Version von den Stones kennengelernt (vielleicht war es auch umgekehrt).

Chuck Berry: “(Get Your Kicks On) Route 66″  

Charles Edward Anderson „Chuck“ Berry (*1926) kann man als Pionier des Rock ‘n’ Roll betrachten. Er war der Erfinder des Duck-Walk. Seine Vorbilder waren Nat King Cole und Muddy Waters. Mit “Maybellene” hatte er 1955 seinen ersten Hit in den Billboard Charts. Weitere bekannte Hits vom King sind “Roll Over Beethoven” (1956), “Rock and Roll Music” (1957), “Sweet Little Sixteen” (1958), “Johnny B. Goode” (1958) und “My Ding-a-ling” (1972).

The Rolling Stones: “(Get Your Kicks On) Route 66″

“Route 66″ ist ebenfalls der erste Track auf dem ersten Studio-Album der Stones (britische Fassung). Es erschien 1964 (siehe auch Ein halbes Jahrhundert “Rolling Stones”). Im Song werden die folgenden Orte, in denen sich schon einige “Kicks” ergeben würden, erwähnt: St. Louis (Missouri), Joplin (Missouri), Oklahoma City (Oklahoma), Amarillo (Texas), Gallup (New Mexico), Flagstaff (Arizona), Winona (Arizona), Kingman (Arizona), Barstow (Kalifornien) und San Bernardino (Kalifornien).

Depeche Mode: “(Get Your Kicks On) Route 66″

Die englische Band wurde 1980 gründet und hat seitdem dreizehn Studioalben aufgenommen und 52 Singles veröffentlicht. Sie wurde eine der erfolgreichsten Synthie-Pop-Bands der Welt und hat nicht nur bei den Metal-Fans Anhänger. Angeblich soll es über hundert Cover-Versionen von “Route 66“ geben und damit wird das Lied zum meistgecoverten Roadsong. Zum Schluss noch eine Version von Van Morrisson und seiner Band “Them”:

Them: “(Get Your Kicks On) Route 66″

Der Song stammt aus ihrem ersten Album “The Angry Young Them” aus dem Jahr 1965.

Good Morning, California

Good Morning, Vietnam mit Robin Williams
und The Rivieras mit California Sun

Well, I’m goin’ out west out on the coast/ Where the California girls are really the most/ Where they walk and I’ll walk/ They twist and I’ll twist/ They shimmy and I’ll shimmy/ They fly and I’ll fly/ Well they’re out there a’havin’ fun/ In that warm California sun

Vor fünfzig Jahren (1965) kam der AFN-Diskjockey der Air Force, Adrian Cronauer (*1938), von Kreta nach Saigon zum dortigen amerikanischen Soldatensender. Mit seinen lockeren Sprüchen sollte er mehr Schwung in die morgendlichen Sendungen bringen und die Moral der US-Truppen stärken. Seine Erlebnisse verarbeitete er in einem Film-Drehbuch, aus dem der Anti-Kriegs-Film “Good Morning, Vietnam” (1987), von Barry Levinson entstand. Die Hauptrolle erhielt Robin Williams als Adrian Cronauer, der in dem Film mit überschäumender Komik agiert und gleichzeitig ernste Szenen mit Bravur meistert.

Der Film lief gestern Abend auf ARTE. Er steht auf einer Ebene mit den bekannten Filmen über den Vietnam-Krieg, wie Apocalypse Now, Platoon und Full Metal Jacket. Allerdings stellt er weniger das Kampfgeschehen in den Mittelpunkt, sondern die GIs und die damalige Zivilbevölkerung von Saigon. Vielleicht kann man von einer Komödie mit nachdenklich stimmenden Szenen sprechen. Der Film will nicht dokumentarisch wirken, aber wie Cronauer sagte, stimmen die Fakten an die 50%.

Foto © Friedhelm Denkeler 1975

Foto © Friedhelm Denkeler 1975

Ein wichtiger Teil des Films ist natürlich der Soundtrack – Cronauer brachte schließlich den Rock ‘n’ Roll nach Vietnam. Einige der authentischen Songs aus dem Jahr 1965 möchte ich aufzählen: Them “Baby Please Don’t Go”, The Beach Boys “Don’t Worry Baby” und “I Get Around”, The Marvelettes “Danger, Heartbreak Dead Ahead”, James Brown “I Got You (I Feel Good)”, Wilson Pickett “In the Midnight Hour” und The Searchers “Sugar and Spice”. Während die Ballade von Louis Armstrong “What a Wonderful World” lief, waren im Film lautlos Bombenexplosionen und Kriegshandlungen zu sehen.

Zum Ende des Films war noch einer meiner Lieblingssong aus dem Jahr 1964, “California Sun” von den Rivieras, zu hören.

The Rivieras: “California Sun” (Audio)

Die Band wurde Anfang der 1960er Jahre in Indiana (USA) gegründet. Ihr Song „California Sun“ war in den Staaten ein großer Erfolg und erreichte Platz 5 der US-Charts. In Deutschland kam er immerhin bis auf Platz 15 der Single-Charts. Mein erster Favorit der Gruppe war aber “Let’s Have a Party”, ebenfalls aus dem Jahr 1964. Von beiden Liedern gibt es diverse Cover-Versionen (Ramones, Beach Boys, Frankie Avalon, Shondells, etc.) Die Band trennte sich bereits 1966, von den Bandmitgliedern war nie wieder etwas zu hören.

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