Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Neues auf meinen Websites

Hier erfahren Sie hauptsächlich, was sich auf meiner Website »Lichtbilder« verändert hat: einführende Artikel zu neu erstellten oder neu aufbereiteten Portfolios und deren Photographien, jeweils in einer Auswahl bis zu 30 Bildern oder sonstige Neuerungen und Anpassungen. Diese Kategorie ist eine der Hauptaufgaben dieses Blocks. Neben neuen Portfolios stelle ich auch immer wieder ältere vor. Und natürlich berichtet ich über Entwicklungen in diesem Blog »Journal – Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst«.

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Drittes Kapitel aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge», 1984/2020

»Die Kranold Groß-Garagen von Willi Donner«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1981
»Die Kranold Groß-Garagen von Willi Donner«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1981

Auf längeren Stadtgängen, manchmal auch mit dem Fahrrad, stieß ich immer wieder auf verfallene Bahn- und Gleisanlagen in Neukölln. Die Bilderstrecke beginnt in der Nähe des Ilsenhofs mit dem S-Bahnhof Hermannstraße, der an der Ringbahn liegt und mit einem Blick von der Herthabrücke auf die entsprechenden Gleisanlagen. Weiter südlich hat die Natur auf den Industrie-Bahnhöfen an vielen Stellen die Gleisanlagen wieder zurück erobert; die Güterschuppen, Ladestraßen und Stellwerke standen praktisch alle vor dem Verfall. Die großen Bahnanlagen wurden zweckentfremdet und von Unternehmen als Lagerfläche genutzt oder, wie der ehemalige Rangierbahnhof Berlin-Tempelhof, zum Park »Schöneberger Südgelände« umgestaltet.

Auch die Stadt Berlin nutzte einen Teil der Flächen für die sogenannte Senatsreserve. Das war eine gesetzlich verordnete Bevorratung des Senats von Berlin für den Fall einer zweiten Blockade West-Berlins. Jahrzehntelang wurden etwa vier Millionen Tonnen Güter gelagert. Zeitweise bestanden über 700 Lager in West-Berlin und nur relativ wenige Menschen hatten detaillierte Kenntnisse darüber. Ein Kohlelager habe ich bei meinen Stadtgängen entdeckt; die Briketts waren aber schon halb zu Kohlenstaub verfallen. Bekannt bei den Berlinern war das Rindfleisch in Dosen mit der Aufschrift Senatsreserve. Es kam regelmäßig in den freien Verkauf; wir machten daraus herrliche Spaghetti alla Bolognese.

»Alte Metallwerkstatt«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1981
»Alte Metallwerkstatt«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1981

Anmerkung zum Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/2020

Während meiner Neuköllner Zeit unternahm ich mehrere fotografische Stadtgänge, die im vorliegenden Portfolio mit den folgenden neun Kapiteln mündeten: 1 Der Körnerpark, 2 Schienen und Bauten in wilder Natur, 3 Von Garagen, Tankstellen und Werkstätten, 4 Die High-Deck-Siedlung, 5 In der Kleingarten-Anlage, 6 Stadtgänge im Industriegebiet, 7 An der Mauer und am Teltow-Kanal, 8 Pittoreskes aus Neukölln und 9 Ein Friedhof im Schnee. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1977 und 1984 in Berlin-Neukölln. Siehe ausführlichen Artikel »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«.

Digitale Abzüge

Das gesamte Portfolio besteht aus 180 Photographien. In einer Übersicht auf meiner Website »Lichtbilder« stehen 45 als Indexprint (je 5 aus den 9 Kapiteln) und auf einer weiteren Seite 18 als Einzelbilder  (je 2 aus den 9 Kapiteln) zur Ansicht bereit. Die Größe der Original-Prints beträgt 30 x 45 cm (Bildmaß = Blattmaß) in einem Passepartout 50 x 60 cm. Belichtet werden sie auf „Fujicolor Crystal Archive Papier“ (PE), 250 Gramm.

Analoge Abzüge

Auf Wunsch werden die Schwarzweiß-Photographien im analogen Entwicklungsprozess mit Silbergelatine-Barytpapier (Ilford) archivfest ausgearbeitet. Für eine schwarzweiße Photographie ist Barytpapier die edelste Art von Fotopapier. Die Größe der Fotoabzüge beträgt: Bildmaß: 30 x 45 cm, Blattmaß:  40 x 55 cm. Das kartonstarke Papier ist 315 g/qm schwer. Die Auflage beträgt in der Regel max. 10+2 AP.

Künstlerbuch

Die 180 Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 216 Seiten im Format 29,7 x 21,0 cm in einer limitierten Auflage 30 + 4 AP im Selbstverlag erschienen (2020). 
 Gestaltung, Satz: © Friedhelm Denkeler 2020. 
Druck: WhiteWall Media GmbH, 50226 Frechen


Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben. Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist (siehe auch der ausführliche Artikel »Künstlerbücher – Das Buch als Kunstobjekt«

In unregelmäigen Abständen werde ich im »Journal« Einzelbilder aus dem Portfolio veröffentlichen (Print- und Buchpreis auf Anfrage).

Zweites Kapitel aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge», 1984/2020

»Spezielles Gebäude zur Güterabfertigung«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Spezielles Gebäude zur Güterabfertigung«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Auf längeren Stadtgängen, manchmal auch mit dem Fahrrad, stieß ich immer wieder auf verfallene Bahn- und Gleisanlagen in Neukölln. Die Bilderstrecke beginnt in der Nähe des Ilsenhofs mit dem S-Bahnhof Hermannstraße, der an der Ringbahn liegt und mit einem Blick von der Herthabrücke auf die entsprechenden Gleisanlagen. Weiter südlich hat die Natur auf den Industrie-Bahnhöfen an vielen Stellen die Gleisanlagen wieder zurück erobert; die Güterschuppen, Ladestraßen und Stellwerke standen praktisch alle vor dem Verfall. Die großen Bahnanlagen wurden zweckentfremdet und von Unternehmen als Lagerfläche genutzt oder, wie der ehemalige Rangierbahnhof Berlin-Tempelhof, zum Park »Schöneberger Südgelände« umgestaltet.

Auch die Stadt Berlin nutzte einen Teil der Flächen für die sogenannte Senatsreserve. Das war eine gesetzlich verordnete Bevorratung des Senats von Berlin für den Fall einer zweiten Blockade West-Berlins. Jahrzehntelang wurden etwa vier Millionen Tonnen Güter gelagert. Zeitweise bestanden über 700 Lager in West-Berlin und nur relativ wenige Menschen hatten detaillierte Kenntnisse darüber. Ein Kohlelager habe ich bei meinen Stadtgängen entdeckt; die Briketts waren aber schon halb zu Kohlenstaub verfallen. Bekannt bei den Berlinern war das Rindfleisch in Dosen mit der Aufschrift Senatsreserve. Es kam regelmäßig in den freien Verkauf; wir machten daraus herrliche Spaghetti alla Bolognese.

»Die Senatsreserve (hier: Kohlen) auf dem Gelände des Güterbahnhofs Treptow«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Die Senatsreserve (hier: Kohlen) auf dem Gelände des Güterbahnhofs Treptow«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Anmerkung zum Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/2020

Während meiner Neuköllner Zeit unternahm ich mehrere fotografische Stadtgänge, die im vorliegenden Portfolio mit den folgenden neun Kapiteln mündeten: 1 Der Körnerpark, 2 Schienen und Bauten in wilder Natur, 3 Von Garagen, Tankstellen und Werkstätten, 4 Die High-Deck-Siedlung, 5 In der Kleingarten-Anlage, 6 Stadtgänge im Industriegebiet, 7 An der Mauer und am Teltow-Kanal, 8 Pittoreskes aus Neukölln und 9 Ein Friedhof im Schnee. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1977 und 1984 in Berlin-Neukölln. Siehe ausführlichen Artikel »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«.

Digitale Abzüge

Das gesamte Portfolio besteht aus 180 Photographien. In einer Übersicht auf meiner Website »Lichtbilder« stehen 45 als Indexprint (je 5 aus den 9 Kapiteln) und auf einer weiteren Seite 18 als Einzelbilder  (je 2 aus den 9 Kapiteln) zur Ansicht bereit. Die Größe der Original-Prints beträgt 30 x 45 cm (Bildmaß = Blattmaß) in einem Passepartout 50 x 60 cm. Belichtet werden sie auf „Fujicolor Crystal Archive Papier“ (PE), 250 Gramm.

Analoge Abzüge

Auf Wunsch werden die Schwarzweiß-Photographien im analogen Entwicklungsprozess mit Silbergelatine-Barytpapier (Ilford) archivfest ausgearbeitet. Für eine schwarzweiße Photographie ist Barytpapier die edelste Art von Fotopapier. Die Größe der Fotoabzüge beträgt: Bildmaß: 30 x 45 cm, Blattmaß:  40 x 55 cm. Das kartonstarke Papier ist 315 g/qm schwer. Die Auflage beträgt in der Regel max. 10+2 AP.

Künstlerbuch

Die 180 Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 216 Seiten im Format 29,7 x 21,0 cm in einer limitierten Auflage 30 + 4 AP im Selbstverlag erschienen (2020). 
 Gestaltung, Satz: © Friedhelm Denkeler 2020. 
Druck: WhiteWall Media GmbH, 50226 Frechen


Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben. Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist (siehe auch der ausführliche Artikel »Künstlerbücher – Das Buch als Kunstobjekt«

In unregelmäigen Abständen werde ich im »Journal« Einzelbilder aus dem Portfolio veröffentlichen (Print- und Buchpreis auf Anfrage).

Erstes Kapitel aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge», 1984/2020

»Eine Bank im Körnerpark«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1978
»Eine Bank im Körnerpark«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1978

1978 wohnte ich im Ilsenhof, einer denkmalgeschützten Wohnanlage in Berlin-Neukölln, die in den Jahren 1928 bis 1929 erbaut und bestehend aus vier Höfen, für den Reformwohnungsbau »Neues Bauen« in Berlin steht. Auch zu meiner Zeit war die Zwei-Zimmer-Wohnung mit Küche, Bad und Balkon noch mit einem Kachelofen ausgestattet. In den 1970er Jahren wurden die alten Sprossenfenster wegen des Lärms vom Flugplatz Tempelhof gegen Schallschutzfenster ausgetauscht. Eine Besonderheit ist die Tordurchfahrt von der Ilsestraße in den Ilsenhof. Ursprünglich gab es durch das Tor einen Blick auf den Körnerpark. Durch die spätere Bebauung zwischen Ilsestraße und Park war diese Sichtachse zu meiner Zeit schon nicht mehr vorhanden.

Ganz in der Nähe befindet sich zwischen der Jonasstraße und der Schierker Straße die im Schlossgartenstil erbaute historische Gartenanlage »Körnerpark«. Hier entstanden im Februar 1978 meine vierzehn Photographien des ersten Kapitels des vorliegenden Künstlerbuches »Neunmal Neukölln«. Die Parkanlage wurde aus einer ehemaligen Kiesgrube, deren Besitzer Franz Körner hieß, zwischen 1912 und 1916 im Stil des Neobarock gestaltet. Umgrenzt von hohen Arkaden-Wänden, liegt der Park sieben Meter unter dem Niveau der angrenzenden Wohnstraßen. An den beiden Längsseiten befinden sich die Orangerie (heute mit der Kommunalen Galerie Neukölln und dem Zitronen-Café), sowie ein Wasserfall mit Fontänen. In den 1960er Jahren verfiel die Anlage immer mehr; sie wurde 1977 denkmalsgerecht rekonstruiert. Während meiner Zeit in Neukölln habe ich die herrliche Gartenanlage, die eine Oase in der dicht bebauten Neuköllner Stadtlandschaft bildet, immer wieder genossen.

»Die Arkaden im Körnerpark«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979
»Die Arkaden im Körnerpark«, aus dem Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«, Foto © Friedhelm Denkeler 1979

Anmerkung zum Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/2020

Während meiner Neuköllner Zeit unternahm ich mehrere fotografische Stadtgänge, die im vorliegenden Portfolio mit den folgenden neun Kapiteln mündeten: 1 Der Körnerpark, 2 Schienen und Bauten in wilder Natur, 3 Von Garagen, Tankstellen und Werkstätten, 4 Die High-Deck-Siedlung, 5 In der Kleingarten-Anlage, 6 Stadtgänge im Industriegebiet, 7 An der Mauer und am Teltow-Kanal, 8 Pittoreskes aus Neukölln und 9 Ein Friedhof im Schnee. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1977 und 1984 in Berlin-Neukölln. Siehe ausführlichen Artikel »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«.

Digitale Abzüge

Das gesamte Portfolio besteht aus 180 Photographien. In einer Übersicht auf meiner Website »Lichtbilder« stehen 45 als Indexprint (je 5 aus den 9 Kapiteln) und auf einer weiteren Seite 18 als Einzelbilder  (je 2 aus den 9 Kapiteln) zur Ansicht bereit. Die Größe der Original-Prints beträgt 30 x 45 cm (Bildmaß = Blattmaß) in einem Passepartout 50 x 60 cm. Belichtet werden sie auf „Fujicolor Crystal Archive Papier“ (PE), 250 Gramm.

Analoge Abzüge

Auf Wunsch werden die Schwarzweiß-Photographien im analogen Entwicklungsprozess mit Silbergelatine-Barytpapier (Ilford) archivfest ausgearbeitet. Für eine schwarzweiße Photographie ist Barytpapier die edelste Art von Fotopapier. Die Größe der Fotoabzüge beträgt: Bildmaß: 30 x 45 cm, Blattmaß:  40 x 55 cm. Das kartonstarke Papier ist 315 g/qm schwer. Die Auflage beträgt in der Regel max. 10+2 AP.

Künstlerbuch

Die 180 Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 216 Seiten im Format 29,7 x 21,0 cm in einer limitierten Auflage 30 + 4 AP im Selbstverlag erschienen (2020). 
 Gestaltung, Satz: © Friedhelm Denkeler 2020. 
Druck: WhiteWall Media GmbH, 50226 Frechen


Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben. Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist (siehe auch der ausführliche Artikel »Künstlerbücher – Das Buch als Kunstobjekt«

In unregelmäigen Abständen werde ich im »Journal« Einzelbilder aus dem Portfolio veröffentlichen (Print- und Buchpreis auf Anfrage).

Prolog zum Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln», 1984/2020

Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/ 2020
Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/ 2020

»Es geht oder es geht nicht, entweder das eine oder das andere. … Mit dem Verhältnispaar gehen/ nicht gehen ist eine Ur-Binarität hergestellt. Das Gehen stellt gewissermaßen den Zugang zur Welt her, das Nicht-Gehen vereitelt ihn« [Aurel Schmidt: »Gehen. Der glücklichste Mensch auf Erden«, Wien, 2007]

Die Vorläufer der Stadtgänge fangen mit der biblischen Vertreibung von Eva und Adam aus dem Paradies an. Schritt für Schritt erkundeten sie anschließend die Welt. Nichts anderes macht der Photograph heutzutage, wenn er, wie ich Ende der 1970er Jahre, durch Neukölln wandert und seine Motive findet. Finden bedeutet ursprünglich »einen Weg betreten«, das heißt auf den eigenen Füßen neue Perspektiven oder Altbekanntes mit neuen Augen entdecken.

Das geht nicht beim Hasten oder Fahren und es bedeutet auch, sich öfter abseits der altbekannten Wege zu bewegen. Der Photograph muss dabei offen für Sujets sein, die seiner momentanen Stimmungslage entsprechen. Diese Art des Gehens könnte man im Gegensatz zum alltäglichen Stadtgang als gefühlvollen Stadtgang bezeichnen. Für diesen kreativen Prozess muss man über die Begrenztheit des eigenen Horizonts hinausgehen, das heißt über das bereits Angeeignete und Bekannte hin zu Neuem und Unbekannten.

»Wer sitzt, denkt an Besitz. Wer geht ist bewandert» [Aurel Schmidt: »Gehen. Der glücklichste Mensch auf Erden«, Wien, 2007]

Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/ 2020
Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/2020, Fotos © Friedhelm Denkeler 2020

Anmerkung zum Portfolio und Künstlerbuch »Neunmal Neukölln«, 1984/2020

Während meiner Neuköllner Zeit unternahm ich mehrere fotografische Stadtgänge, die im vorliegenden Portfolio mit den folgenden neun Kapiteln mündeten: 1 Der Körnerpark, 2 Schienen und Bauten in wilder Natur, 3 Von Garagen, Tankstellen und Werkstätten, 4 Die High-Deck-Siedlung, 5 In der Kleingarten-Anlage, 6 Stadtgänge im Industriegebiet, 7 An der Mauer und am Teltow-Kanal, 8 Pittoreskes aus Neukölln und 9 Ein Friedhof im Schnee. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1977 und 1984 in Berlin-Neukölln. Siehe ausführlichen Artikel »Neunmal Neukölln – Berliner Stadtgänge«.

Digitale Abzüge

Das gesamte Portfolio besteht aus 180 Photographien. In einer Übersicht auf meiner Website »Lichtbilder« stehen 45 als Indexprint (je 5 aus den 9 Kapiteln) und auf einer weiteren Seite 18 als Einzelbilder  (je 2 aus den 9 Kapiteln) zur Ansicht bereit. Die Größe der Original-Prints beträgt 30 x 45 cm (Bildmaß = Blattmaß) in einem Passepartout 50 x 60 cm. Belichtet werden sie auf „Fujicolor Crystal Archive Papier“ (PE), 250 Gramm.

Analoge Abzüge

Auf Wunsch werden die Schwarzweiß-Photographien im analogen Entwicklungsprozess mit Silbergelatine-Barytpapier (Ilford) archivfest ausgearbeitet. Für eine schwarzweiße Photographie ist Barytpapier die edelste Art von Fotopapier. Die Größe der Fotoabzüge beträgt: Bildmaß: 30 x 45 cm, Blattmaß:  40 x 55 cm. Das kartonstarke Papier ist 315 g/qm schwer. Die Auflage beträgt in der Regel max. 10+2 AP.

Künstlerbuch

Die 180 Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 216 Seiten im Format 29,7 x 21,0 cm in einer limitierten Auflage 30 + 4 AP im Selbstverlag erschienen (2020). 
 Gestaltung, Satz: © Friedhelm Denkeler 2020. 
Druck: WhiteWall Media GmbH, 50226 Frechen


Künstlerbücher sind ein eigenständiges Genre der bildenden Kunst. Sie bewegen sich im Schnittpunkt von Büchern und Kunst, werden in der Regel vom Künstler selbst produziert und im Eigenverlag herausgegeben. Beim Buchobjekt handelt es sich oft um Unikate, ansonsten erwartet der Sammler eine limitierte Auflage, die vom Künstler nummeriert und signiert ist (siehe auch der ausführliche Artikel »Künstlerbücher – Das Buch als Kunstobjekt«

In unregelmäigen Abständen werde ich im »Journal« Einzelbilder aus dem Portfolio veröffentlichen (Print- und Buchpreis auf Anfrage).

»ad sorores Ⅲ – Von Grazien, Victorien und Flachreliefs« (3). Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website “Lichtbilder

»Silhouette eines Domes« (Dorotheenstädtischer Friedhof, Berlin), Foto © Friedhelm Denkeler 1991
»Silhouette eines Domes« (Dorotheenstädtischer Friedhof, Berlin), Foto © Friedhelm Denkeler 1991

Das Flachrelief steht künstlerisch zwischen der Bildhauerkunst und der Malerei. Ein Relief besteht meistens aus einer Grundfläche (oder Körper) aus dem Figuren oder Formen hervorstehen. Je nachdem, wie stark das Hervorstehen geformt ist, spricht man von einem Flachrelief, Halbrelief oder einem Hochrelief (Sonderform: versenktes Relief). Durch die Dreidimensionalität ergibt sich entsprechend des Licht-Schattenspiels eine große Plastizität.

Die Orte meiner Relief-Bilder sind heute nicht mehr alle rekonstruierbar; viele sind aber an den Denkmälern in Berlin, Unter den Linden, entstanden: Reiterstandbild Friedrich des Großen, Denkmäler Wilhelm von Humboldt und Alexander von Humboldt und die Standbilder Friedrich Wilhelm von Bülow und Gerhard David von Scharnhorst.

»Abschied« (Denkmal Unter den Linden, Berlin), Foto © Friedhelm Denkeler 1991
»Abschied« (Denkmal Unter den Linden, Berlin), Foto © Friedhelm Denkeler 1991

Um das Jahr 1990 habe ich von Werken der Bildhauerkunst an verschiedenen Orten in Schleswig, Neustrelitz, Fehrbellin, Eberswalde, Donaustauf, Wien, Rhodos, Potsdam und Berlin Lichtbilder produziert. Die Bildwerke habe ich in die drei Kapitel Grazien (Reihe 1 und 2), Victorien (Reihe 3 und 4) und Flachreliefs (Reihe 5 und 6) eingeteilt, wobei die Victorien von Christian Daniel Rauch in der Walhalla bei Regensburg die Hauptrolle spielten (siehe ausführlichen Artikel »ad sorores III«).

Das gesamte Portfolio besteht aus 76 Photographien 30 x 45 cm. Die Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 84 Seiten im Format 30×30 cm erschienen (2019). Auf meiner Website »Lichtbilder« wird das Portfolio »ad sorores Ⅲ – Von Grazien, Victorien und Flachreliefs« ausführlicher vorgestellt.

»ad sorores Ⅲ – Von Grazien, Victorien und Flachreliefs« (2). Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website “Lichtbilder

»Die freudig auf den Sieger zueilende Viktoria« (Christian Daniel Rauch, Walhalla, Donaustauf/ bei Regensburg), Foto © Friedhelm Denkeler 1991
»Die freudig auf den Sieger zueilende Viktoria« (Christian Daniel Rauch, Walhalla, Donaustauf/ bei Regensburg), Foto © Friedhelm Denkeler 1991

Victoria ist die vergöttlichte Personifikation des Sieges (lateinisch victoria) in der römischen Mythologie, Schutzgöttin des römischen Kaisers und jungfräuliche Hüterin des Reiches. Sie ist die Entsprechung der griechischen Göttin Nike. Dargestellt wurde sie häufig fliegend und mit einem Lorbeerkranz als Siegessymbol in der Rechten. Ausschlaggebend für eine gewisse Invasion an sogenannten »Flügelwesen«, war das Jahr 1814. Die preußischen Truppen brachten 1814 neben dem Sieg gegen Napoleon auch die von ihm geraubte Victoria des Brandenburger Tores nach Berlin zurück, woraufhin sie sich als Friedens- und Siegesgöttin zunehmender Beliebtheit erfreute.

Der Bildhauer Christian Daniel Rauch (1777– 1857) schuf einen ganzen Zyklus mit sechs Victorien für die Walhalla in Donaustauf (bei Regensburg). Sie gelten als sein Hauptwerk und dementsprechend nehmen sie in meinem Portfolio einen wichtigen Platz ein: »Die freudig auf den Sieger zueilende Victoria«, «Die kranzwerfende Victoria«, »Die kranzverteilende Victoria«, »Die trauernde Victoria«, »Die abwägende Victoria« und »Die sich selbst krönende Victoria». Sie entstanden zwischen 1830 und 1842.

»Die kranzwerfende Viktoria« (Christian Daniel Rauch, Walhalla, Donaustauf/ bei Regensburg), Foto © Friedhelm Denkeler 1991
»Die kranzwerfende Viktoria« (Christian Daniel Rauch, Walhalla, Donaustauf/ bei Regensburg), Foto © Friedhelm Denkeler 1991

Um das Jahr 1990 habe ich von Werken der Bildhauerkunst an verschiedenen Orten in Schleswig, Neustrelitz, Fehrbellin, Eberswalde, Donaustauf, Wien, Rhodos, Potsdam und Berlin Lichtbilder produziert. Die Bildwerke habe ich in die drei Kapitel Grazien, Victorien und Flachreliefs eingeteilt, wobei die Victorien von Christian Daniel Rauch in der Walhalla bei Regensburg die Hauptrolle spielten.

Das gesamte Portfolio besteht aus 76 Photographien 30 x 45 cm. Die Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 84 Seiten im Format 30×30 cm erschienen (2019). Auf meiner Website »Lichtbilder« wird das Portfolio »ad sorores Ⅲ – Von Grazien, Victorien und Flachreliefs« ausführlicher vorgestellt.

»ad sorores Ⅲ – Von Grazien, Victorien und Flachreliefs« (1). Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website “Lichtbilder

»ad sorores III« (Römische Antikensammlung 15. oder 16. Jahrhundert, heute: Pergamonmuseum Berlin), Foto © Friedhelm Denkeler 1991
»ad sorores III« (Römische Antikensammlung 15. oder 16. Jahrhundert, heute: Pergamonmuseum Berlin), Foto © Friedhelm Denkeler 1991

Gegensätzliche Dinge liegen in der Wirklichkeit manchmal so nahe beieinander, dass ihre bildliche Darstellung zweideutig wird und die Fachleute merkwürdige Schlussfolgerungen daraus ziehen lässt. Das ist bei dem Flachrelief ad sorores III, das ich als Titel für das gesamte Portfolio gewählt habe, der Fall. Dargestellt werden drei Frauenfiguren, die in dieser Dreierkonstellation gemeinhin »Drei Grazien« genannt werden. Handelt es sich bei der Gruppe, die ich im Pergamonmuseum aufgestöbert habe, nun um ein Grabrelief oder um ein Kneipenschild? Das Relief ist wahrscheinlich aus einer römischen Antikensammlung des 15. oder 16. Jahrhundert in der Sammlung von Friedrich III. in Berlin, wie auch immer, gelandet.

War die Inschrift »ad sorores III« von Anfang an auf der Tafel? Oder, wie man vermutet, kam sie als spätere Ergänzung hinzu? Wurde der vierte Strich noch später hinzugefügt (er ist nur schwach ausgeprägt), weil er für die Verwendung als Wirtshausschild »Zu den vier Schwestern« benötigt wurde? Auf meinem Bild sind nur drei Striche zu sehen, deshalb bleibe ich bei »ad sorores III« (denn römisch vier schreibt man bekanntlich: IV). Die Drei Grazien sind in der römischen Mythologie die Töchter des Zeus und der Eurynome und heißen Euphrosyne (die »Frohsinnige«), Thalia (die »Blühende«) und Aglaia (die »Strahlende«).

Weitere Grazien habe ich im Schlosspark Neustrelitz und in der Gipsformerei in Berlin gefunden. Und in Wien war eine Athena mit der Friedensgöttin und die »Allegorie auf die Vergänglichkeit« zu finden. Natürlich darf bei den Grazien auch nicht die »Prinzessinnengruppe Luise und Friederike« von Schadow der Alten Nationalgalerie Berlin fehlen. Eines der bekanntesten Gemälde mit dem Sujet „Die Drei Grazien“ ist von Raffael.

»Luisentempel« (1891, Schlosspark Neustrelitz, Sarkophag mit der darauf ruhenden Gestalt der Königin, Christian Daniel Rauch), Foto © Friedhelm Denkeler 1991
»Luisentempel« (1891, Schlosspark Neustrelitz, Sarkophag mit der darauf ruhenden Gestalt der Königin, Christian Daniel Rauch)

Im Jahr 1991 habe ich von Werken der Bildhauerkunst an verschiedenen Orten in Schleswig, Neustrelitz, Fehrbellin, Eberswalde, Donaustauf, Wien, Rhodos, Potsdam und Berlin Lichtbilder produziert. Die Bildwerke habe ich in die drei Kapitel Grazien, Victorien und Flachreliefs eingeteilt, wobei die Victorien von Christian Daniel Rauch in der Walhalla bei Regensburg die Hauptrolle spielten.

Das gesamte Portfolio besteht aus 76 Photographien 30 x 45 cm. Die Bilder sind auch als gedrucktes Künstlerbuch mit 84 Seiten im Format 30×30 cm erschienen (2019). Auf meiner Website »Lichtbilder« wird das Portfolio »ad sorores Ⅲ – Von Grazien, Victorien und Flachreliefs« ausführlicher vorgestellt.

»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 4: »1954 Die Scheinheiligen«. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website »Lichtbilder«

»Die Scheinheiligen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982
»Die Scheinheiligen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitel-Überschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.

Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 14 Photographien.

Eine scheinheilige Person täuscht Eigenschaften wie Unschuld, Freundlichkeit, Interesse und Mitgefühl vor, aber stille Wasser können auch tief sein. Scheinheilig zu sein bedeutet, dass jemand so tut als ob er einzelne Eigenschaften eines Heiligen habe, ohne diese zu besitzen. Scheinheilig ist eine Zuschreibung von außen, die in der Regel abwertend gemeint ist. Um des eigenen Vorteils willen kann jemand so tun, als sei er ehrlich an einem interessiert ist. Der Reiz der beiden letzten Episoden rührt von dem deutlich zu erkennenden Raster des Zeitungsdrucks.

»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 3: »1953 Die Regentinnen«. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website »Lichtbilder«

Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitelüberschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.

Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 14 Photographien.

»Die Regentinnen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982
»Die Regentinnen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Der Duden bezeichnet eine Regentin als Fürstin, Herrscherin oder Gebieterin; hier geht es aber um Frauen-Porträts in schwarzweiß. Soweit ich zurückdenken kann, haben mich Abbildungen von Frauen interessiert und die waren in Tages- oder Wochenzeitungen in den 1950er Jahren nur als schwarzweiße Fotografien zu finden. Nachdem die Zeitungen ausgelesen waren, habe ich sie oft „ausgeschlachtet“.

»Die Regentinnen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982
»Die Regentinnen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982

»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 2: »1952 Schiebung«. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website “Lichtbilder

Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitelüberschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.

Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 4 Photographien.

»Schiebung«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982
»Schiebung«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Gibt es das heute immer noch? Schiebekarten mit erotischen Motiven waren in den 1950/1960er Jahren beliebt. Vorzugsweise ließ eine Frau ihre Hüllen fallen, mal langsam, mal schnell, je nachdem wie fingerfertig man mit dem Schieber war. Beliebt waren auch Kugelschreiber, mit einer angezogenen oder nackten Frau; es kam nur darauf an, wie herum man den Schreiber hielt.

»Schiebung«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982
»Schiebung«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982

»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 1: »1951: Puppenspiele«. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website »Lichtbilder«

Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitelüberschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.

Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 12 Photographien.

»Puppenspiele«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982
»Puppenspiele«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Durften kleine Jungs Anfang der 1950er Jahre mit Puppen spielen? Ich hatte jedenfalls keine Gelegenheit und sie damals auch nicht vermisst. Meine erste Barbie-Puppe habe ich erst 30 Jahre später erhalten und sie dann ausführlich fotografiert, sozusagen als Nachholung der Kindheit. Schließlich war ihr offizieller Geburtstag am 9. März 1959 – also vor 60 Jahren – in New York und in Deutschland ein paar Jahre später.

»Puppenspiele«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982
»Puppenspiele«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website »Lichtbilder«

Plakat der Werkstatt für Photographie: »Michael Schmidt und Schüler«, Galerie der DGPh, 1980, Gestaltung: Gabriele Götz
Plakat der Werkstatt für Photographie: »Michael Schmidt und Schüler«,
Galerie der DGPh, 1980, Gestaltung: Gabriele Götz

Den Artikel zur Ausstellung »Michael Schmidt und Schüler», DGPh, Köln 1979 finden Sie hier. Das kleine Portfolio »Bilder einer Ausstellung – Versuch einer Rekonstruktion« aus dem Jahr 1980 besteht aus zwölf Photographien 30 x 45 cm und ist auf meiner Website zu sehen.

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