Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Fotografisches Fundstück

Im Gegensatz zum Historischen Photo finden Sie hier aktuelle Einzel-Photos mit Impressionen von Stadtspaziergängen, Landausflügen, Urlaubsreisen, Stillleben, etc.

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Zum Nikolaus-Tag

"Nikolaus am Balkon", © Friedhelm Denkeler 2002

"Nikolaus am Balkon", © Friedhelm Denkeler 2002

„Lustig, lustig trallerallera, bald ist Nikolausabend da…“

Es war einmal ein junger Mann, der im dritten Jahrhundert in der heutigen Türkei in der Nähe von Antalya in der Stadt Myra lebte, sich um die Armen und Entrechteten kümmerte und schließlich Bischof der Stadt wurde. Als Heiliger Nikolaus wurde er im Mittelalter Schutzpatron der Kinder. Seitdem reist er in der Nacht vom 5. auf den 6. Dezember mit seinem Schlitten zu den Kindern, um ihnen Süßigkeiten und kleine Geschenke zu bringen. Früher kam er durch den Kamin ins Haus, heute müssen die Kinder am Abend vorher ihre Schuhe auf den Balkon herausstellen, in die der Nikolaus seine Gaben legt. Die heutige rote Kleidung mit dem weißen Pelzbesatz trägt der Weihnachtsmann aber erst seit der großen Werbeaktion im Jahr 1932 durch Coca Cola. So kommt er auch nicht mehr auf dem Schlitten, sondern in einem großen Truck.

Hier kommt der neue Trend – Verpixelte Photos

"Verpixeltes Café Kranzler", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Verpixeltes Café Kranzler", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Nicht ohne meinen Rechtsanwalt –
Café Kranzler am Kurfürstendamm verpixelt

Bevor ich wieder eine „Berechtigungsanfrage wegen Urheberrechtsverletzung“ von einem Rechtsanwalt erhalte, habe ich sicherheitshalber das Café Kranzler auf dem heutigen Photo, es zeigt das Neue Kranzler-Eck in Berlin, unkenntlich gemacht. Eine unverpixelte Version des Café Kranzler finden Sie aber mit dem gelben Google-Pegman auf Google Street View und das in einer 360 Grad-Panorama-Version der Ecke Kurfürstendamm/ Joachimsthaler Straße. Ich hoffe, dass die ganze Verpixelei bald kein Thema mehr ist.

Herbstgruß aus Krottorf

"Herbstgruß aus Krottorf", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Herbstgruß aus Krottorf", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Vor zwei Jahren ist mein Portfolio „Krottorf“ in Krottorf entstanden. Seit mehreren Jahren bin ich immer Mitte November in dem Dorf im Harzvorland, inmitten der Magdeburger Börde, zwischen der Landeshauptstadt Magdeburg und dem Harz.

Seit 1993 gehört Krottorf zur Verwaltungsgemeinschaft Gröningen. Erstmalig wurde die gleichnamige Burg Crottorf 1118 in einer Schenkungsurkunde des Bistums Halberstadt an „den Edlen Otto de Cruthup“ erwähnt. Zahlreiche Bodenfunde im Ortsgebiet beweisen eine frühe Besiedelung, wobei der wertvollste Fund eine Goldschale aus der Zeit um 1000 v. Chr. ist. 1896 wurde an einer ehemaligen Wassermühle ein Elektrizitätswerk gebaut. Heute ist dort der Sitz der e•on|Avacon AG-Akademie.

Auf meiner Website „Denkeler Foto“ finden Sie eine Auswahl von 24 Photos aus der Serie „Krottorf“. Das gesamte Portfolio besteht aus 83 Photographien im Format 30×45 cm im Passepartout 50×60. Die Bilder sind auch als gedrucktes Autorenbuch mit 88 Seiten im Format 21 x 27 cm erschienen.

Lebe glücklich lebe froh, wie der Mops im Paletot

“Ina und ihre drei Möpse”, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

“Ina und ihre drei Möpse”, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Mit einer Erkältung das Haus hüten, da kann man sich nur mopsen. Lieber wäre mir, im “Monat der Fotografie” in Berlin unterwegs zu sein, um wenigstens einige der 150 Fotoausstellungen zu sehen (siehe hier). Aber die meisten Ausstellungen laufen noch einige Wochen. Stattdessen muss ich mich mit Möpsen herumschlagen. Diese sitzenden Knautschzonen mit den Namen Kate, Moss und Claudia habe ich neulich in Nürnberg entdeckt.

Möpse und Handtaschen finden sich in der Bildenden Kunst immer wieder, so in Francisco de Goyas “Bildnis der Marchesa de Pontejos” mit einem Mops mit rosa Schleifchen oder in der Illustration ”Madame und Monsieur Bonaparte mit Mops”. Der berühmteste Mops Frankreichs, der Fortuné hieß, soll der Legende nach Napoleon in der Hochzeitsnacht ins Bein gebissen haben. Bei meinen Mops- “Recherchen” habe ich noch folgende Zitate gefunden:

“Indessen war das Feuer im Kamine zusammengebrannt, der Alte überzog die Kohlen mit vieler Asche, schaffte die leuchtenden Goldstücke beiseite, und nun leuchtete sein Lämpchen wieder allein, in dem schönen Glanze, die Mauern überzogen sich mit Gold und der Mops war zu dem schönsten Onyx geworden, den man sich denken konnte. Die Abwechslung der braunen und schwarzen Farbe des kostbaren Gesteins machte ihn zum seltensten Kunstwerke.” aus “Das Märchen”, Johann Wolfgang von Goethe

ottos mops trotz/ otto: fort mops fort/ ottos mops hopst fort [Ernst Jandl)

Möp|se Plur. (derb für Busen) [Duden]

mop|sen (ugs. stehlen); du mopst; sich mopsen (ugs. für sich langweilen; ärgern)” [Duden]

Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos. [Loriot]

Ein Schuppenkriechtier am Yılanı kule

"Am Yılanı kule", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Am Yılanı kule", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Auf den Spuren der Kreuzritter in Bodrum auf dem Kastell St. Peter

Das mächtige Kastell St. Peter beherrscht Bodrum schon seit dem Mittelalter. Von welcher Seite aus man sich auch nähert, ob vom Meer oder aus Richtung Milas mit dem Auto kommend, ich war von der massiven Erscheinung der Burg, dem Wahrzeichen Bodrums, beeindruckt. Gebaut wurde die Festung 1406 unter dem Kreuzritterorden der Johanniter von Rhodos. Im oberen Burghof befinden sich vier Türme, unter anderem der Yılanlı Kule, der Schlangenturm. Wie man auf dem Foto sieht, sind die Schlangen auch heute noch zu finden. In der biblischen Geschichte der Vertreibung aus dem Paradies, hat die Schlange die “Frucht der Erkenntnis” Eva überreicht. So steht sie im vorderen Orient auch heute noch für Weisheit und Erleuchtung.

Informationen zu Bodrum

Naturszenen wirken entspannend

"Obstgarten", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Obstgarten", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

Idyllische Bilder synchronisieren bestimmte Hirnbereiche

Ein idyllischer Obstgarten – welch entspannende Wirkung Naturszenen in uns auslösen, ist bekannt. Dies hat jetzt auch die Wissenschaft mit einer Studie bestätigt. Unruhig wirkende Fotos von zum Beispiel vielbefahrenen Straßen heben diesen beruhigenden Aspekt wieder auf. Die ”ruhigen”  Bilder hingegen lösen eine verstärkte Synchronisierung bestimmter Hirnbereiche aus. Zu diesem Zweck beobachteten die Wissenschaftler mit Hilfe der sogenannten funktionalen Magnetresonanztomographie (fMRT) gezielt die Hirnaktivität von Testpersonen, während diese verschiedene Bilder betrachteten. Sie stellten dabei fest, dass sich bestimmte Bereiche des Hirns miteinander vernetzen. Chaotische Bilder zerstörten den Effekt wieder. Ich aber finde, dass die Betrachtung von Bildern, egal ob in einem Kunstbuch oder in einer Ausstellung, unabhängig von Sujet und Inhalt, immer entspannend ist, weil sie eine kleine Flucht aus dem Alltag ermöglicht.

Quelle: Bild der Wissenschaft

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