Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Monats-Archive: Juni 2018

Ein magersüchtiger Jüngling

"Statuette eines nackten Jüngling", 1827 aus Slg. Oddi, Perugia (Italien), Bronze, um 500 v. Chr., Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Statuette eines nackten Jüngling”, 1827 aus Slg. Oddi, Perugia (Italien),
Bronze, um 500 v. Chr., Foto © Friedhelm Denkeler 2018

 

“Die Statuette entspricht dem Typus eines griechischen Kuros. Abweichend davon sind die Arme vorgestreckt. Sie kennzeichnen den Mann möglicherweise als Adoranten.” [Altes Museum Berlin]

“Kuros = moderne Bezeichnung für die Statue eines jungen Mannes in der griechischen Kunst der Archaik. Das weibliche Pendant bezeichnet man als Kore.” [Wikipedia] “Adorant = stehende oder kniende Gestalt, die mit erhobenen Händen Gott anbetet oder einen Heiligen verehrt in der christlichen Kunst.” [Duden]

Die verwundete Amazone

"Verwundete Amazone des Polyklet von Argos", Rom, Quirinal, Marmor, römisch, nach Original 430 v.Chr. (erworben 1869), Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Verwundete Amazone des Polyklet von Argos”, Rom, Quirinal,
Marmor, römisch, nach Original 430 v.Chr. (erworben 1869),
Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Aus der Antike ist ein Wettbewerb der berühmtesten Bildhauer klassischer Zeit um die Darstellung einer verwunderten Amazone überliefert. Polyklets Werk wurde als bestes erkannt und zu einem der berühmtesten Meisterwerke der Klassik. In römischer Zeit vielfach wiederholt, gehört die Berliner Statue zu den besten Kopien.” “Die Amazone ist mit doppelt gegürtetem, kurzem Chiton bekleidet und trägt eine tiefe blutende Wunde neben der rechten Brust.” [Altes Museum Berlin].

Sonntags nur im Wollgewand

"Statue einer jungen Frau im Peplos", Statue 1971, Kopf 1981 erworben, Marmor, römisch, nach Vorbild um 440/30 v.Chr., Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Statue einer jungen Frau im Peplos”,
Statue 1971, Kopf 1981 erworben,
Marmor, römisch, nach Vorbild um 440/30 v.Chr.,
Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Die Statue ist eine qualitätvolle römische Kopie der frühen Kaiserzeit. Die Frau im schweren Wollgewand (Peplos) hielt eine Früchteschale in der Hand, die wegen des fehlenden linken Unterarms nicht angebracht ist. Dieses Attribut kennzeichnete sie als Opfernde. Stilistisch steht sie Mädchen des Parthenonfrieses nahe.” [Altes Museum Berlin]

Szenen aus dem Leben

"Grabpfeiler des Metrodor, Sohn des Theoeiton", Insel Chios (Griechenland), Blau-grauer Marmor, 3. Jh. v. Chr., Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Grabpfeiler des Metrodor, Sohn des Theoeiton”, Insel Chios,
Blau-grauer Marmor, 3. Jh. v. Chr., Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Nur aus Chios ist eine kleine Gruppe ähnlich dekorierter Grabsteine bekannt. Ihre kontrastreiche Wirkung beruht auf dem Wechselspiel zwischen erhabenen und vertieft gearbeiteten Flächen. In den Mittelfeldern sind Szenen aus dem Leben des Verstorbenen dargestellt; die Friese nehmen Themen klassischer Tempelfriese und Grabmonumente auf.” [Altes Museum Berlin]

Ein schönes Meeresungeheuer

"Daunisches Prunkgefäß", Canosa (Italien), um 300 v.Chr., Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Daunisches Prunkgefäß”, Canosa (Italien), um 300 v.Chr., Foto © Friedhelm Denkeler 2018

“Dieses auffällige Gefäß ist mit zahlreichen figürlichen Aufsätzen (Protomen) und rundplastischen Figuren verziert, darunter dem Ungeheuer Skylla. Zudem ist es grell bunt bemalt. Es entstammt der einheimischen Produktion in Nordapulien. Vergleichbare Stücke fanden sich dort häufig in Gräbern.” [Altes Museum Berlin]

“Skylla (auch Scylla oder Szylla; griech. Σκύλλα) ist ein Meeresungeheuer aus der griechischen Mythologie mit dem Oberkörper einer jungen Frau und einem Unterleib, der aus sechs Hunden besteht. Eine berühmte hellenistische Statuengruppe aus Sperlonga, die sog. Skylla-Gruppe, zeigt das Ungeheuer beim Angriff auf Odysseus und seine Männer.” [Wikipedia]

Pompejanisches Porträt

"Wandmalereifragment: Tondo mit Venusbüste und Amor" (Freskotechnik, Viertert Stil, 50 – 79 n.Chr.), Foto Friedhelm Denkeler 2018

“Wandmalereifragment: Tondo mit Venusbüste und Amor” (Freskotechnik, Viertert Stil, 50 – 79 n.Chr.),
Foto Friedhelm Denkeler 2018

“Die Wandmalereien des Vierten ‘Pompejanischen’ Stils sind durch große freie Flächen mit kleinteiligen und zierlichen Dekorationselementen gekennzeichnet. Für die Seitenfelder wählte man oft Tondi mit Figurenbüsten von Gottheiten, mythischen Helden, Musikerinnen oder Dichterinnen.” [Altes Museum Berlin]

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