Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Menschen, die auf Leuchtmittel starren …

Der Immersive Realismus des Aleksander Gudalo

Die fünf Künstler der »momenta« im Roxypalast Berlin-Friedenau (2)

Aleksander Gudalo mit "Screen 3" (li.) und "Sreen 1" (re.), (Ausstellung »momenta« im Roxy-Palast Berlin-Friedenau 2018). Foto © Friedhelm Denkeler 2018

Aleksander Gudalo mit “Screen 3″ (li.) und “Sreen 1″ (re.),
Ausstellung »momenta« im Roxy-Palast Berlin-Friedenau 2018,
Foto © Friedhelm Denkeler 2018

In loser Reihenfolge stelle ich die fünf Künstler der Ausstellung “Die Künstlergruppe »momenta« zu Gast im Roxy-Palast – Malerei | Fotografie – Fünf Künstler – ein Ort – vier Wochen” vor.

Zu Aleksander Gudalos Werken fällt mir als erstes der Film “Melancholia” von Lars von Trier ein. Parallelen sehe ich auch zum Theaterstück über den Film “Kinder des Olymps” (aktuell im Berliner Ensemble). Wie in Gudalos Werken stehen die Menschen in beiden Stücken leblos im Halbdunkel herum und harren der Dinge die kommen. Bei Gudalo starren sie in einer virtuellen Welt auf Bildschirme; er spricht vom “Immersiven Realismus”. Das meint, anstelle der Wahrnehmung der eigenen Person in der realen Welt, das Eintauchen in eine virtuelle Welt (Immersion kommt aus der Computerspiele-Welt). So gesehen zeigen Gudalos Bilder zeitbezogen die immer währenden Fragen nach der Absurdität des menschlichen Lebens. Die mysteriöse Rätselhaftigkeit der stereotypisierten Protagonisten hinterfragen nicht nur das Sein des Handelnden, sondern auch das Wahrnehmbare und Deutbare der Handlung selbst.

ALEKSANDER GUDALO ist ein Berliner Künstler. Er studierte Malerei an der Rhein-Sieg-Kunstakademie, Philosophie und Informatik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Aus diesem breitgefächerten Kontext heraus entwickelt er seine künstlerischen Arbeiten. www.gudalo.de.

Gudalos Werke sind zur Zeit in Friedenau in der Ausstellung »momenta« im ehemaligen Roxy-Palast in der Hauptstraße 78/79, 12159 Berlin, Donnerstag/Freitag 15–20 Uhr und Samstag/Sonntag 12–17 Uhr, noch bis zum 12. Mai 2018 zu sehen. www.momenta-berlin.de.

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