Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Monats-Archive: Dezember 2016

Silvester 2016 – Neujahr 2017: Die Mitte der Rauhnächte

"Zwischen den Jahren oder die Mitte der Rauhnächte", Foto © Friedhelm Denkeler 1981

“Zwischen den Jahren oder die Mitte der Rauhnächte”, Foto © Friedhelm Denkeler 1981

Die Rauhnächte sind einige Nächte um den Jahreswechsel, denen im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen wird. Meist handelt es sich um die zwölf Weihnachtstage vom Weihnachtstag (25. Dezember) bis zum Fest der Erscheinung des Herrn (6. Januar), aber auch andere Zeiträume, beispielsweise zwischen dem Thomastag und Neujahr, kommen in Frage. Den zwölf Tagen oder Nächten wird im europäischen Brauchtum oft besondere Bedeutung zugemessen. Nach dem Volksglauben zogen sich die stürmischen Mächte der Mittwinterzeit in der Nacht auf den 6. Januar wieder zurück, “die Wilde Jagd” begab sich am Ende der Rauhnächte zur Ruhe. Zwischen den Jahren beschreibt als Redewendung heute in der Regel die Zeit zwischen Weihnachten und Silvester/Neujahr. [Quelle: Wikipedia]

Der Weihnachtsmann auf der Fensterbank … ratlos

"Der Weihnachtsmann auf der Fensterbank … ratlos", Foto © Friedhelm Denkeler 2008

“Der Weihnachtsmann auf der Fensterbank … ratlos”, Foto © Friedhelm Denkeler 2008

Angesichts der Ereignisse in diesem Jahr ist selbst der Weihnachtsmann ratlos: Der Welt geht es nicht so gut – Erdogan, Putin, Trump, Brexit, Aleppo, Nizza und jetzt Berlin. So kann ich nur allen Besuchern meiner Website persönlich alles Gute wünschen.

Friedhelm Denkeler

Wenn die Götter auf die Erde kommen …

Leander Haußmanns “Der gute Mensch von Sezuan” am Berliner Ensemble

Erst hieß es, das Stück “Der gute Mensch von Sezuan” von Bertolt Brecht dauert an die vier Stunden, aber ganz so “hart” war es dann doch nicht: “nur” dreieinhalb Stunden (mit Pause). Die nie langweilig werdenden Bühneninstallationen des bildenden Künstlers Via Levandowski wurden zu einer wahren Performance: Das gesamte Bühnengeschehen wurde stets von den drei “Erleuchteten Göttern” und den sich bewegenden (!) drei Peitschenlampen beobachtet. Waren diese Straßenlampen nicht schon im Film “Sonnenallee” zu sehen?

Worum geht es in dem Stück? Die drei höchsten Götter erscheinen auf der Erde und greifen, entgegen ihrer Bestimmung, in das Erdengeschehen ein. Sie suchen einen Menschen, der trotz der unmenschlichen, wirtschaftlichen Verhältnisse, moralisch einwandfrei ist. Wang, der Wasserverkäufer, erkennt die Götter und sucht für sie verzweifelt eine Unterkunft.

Nur die junge Prostituierte Shen Te gewährt ihnen Obdach. Für das Nachtquartier zahlen die Götter ihr ein fürstliches Honorar von Tausend Silberdollar. Shen Te kauft sich für das Geld einen Tabakladen. Sie bietet immer mehr Leuten Unterschlupf, die sie aber nur ausnutzen; zum Schluss hat sie nur noch Schulden. In ihrem “Zweiten Ich” schlüpft sie in die Rolle ihres bösen Vetters Shui Ta und vertreibt die Schmarotzer (Antonia Bill grandios in der Rolle der Shen Te und Shui Ta). Und es geht um vieles mehr.

Das Schluss-Bühnenbild zu "Der Gute Mensch von Sezuan" von Bertolt Brecht am Berliner Ensemble, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Das Schluss-Bühnenbild zu “Der Gute Mensch von Sezuan” von Bertolt Brecht am Berliner Ensemble
Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Im letzten Bild wird deutlich, dass die Götter ebenso wie die naive, ignorante Gesellschaft, eher wegschauen. Die Götter schweben auf einer rosa Wolke fort. Das Publikum muss sich selbst ein Bild machen. Aber durch die Aufspaltung der Hauptfigur deutet Brecht an, dass es unter dem Kapitalismus einen guten Menschen alleine nicht geben kann; er muss gleichzeitig eine schlechte Seite aufweisen, weil er sonst nicht lebensfähig ist.

“Wir stehen selbst enttäuscht und sehn betroffen. Den Vorhang zu und alle Fragen offen” [Brecht]

“Wir können es uns leider nicht verhehlen: Wir sind bankrott, wenn Sie uns nicht empfehlen!” [Brecht, Epilog an das Publikum]

Muss die Fotografiegeschichte umgeschrieben werden?

Kleine Presseschau zu den drei Ausstellungen zur Geschichte der
“Werkstatt für Photographie” (1976-1986) in Berlin, Essen und Hannover

RuhrNachrichten: Mit Geschichte und Wirkung der einflussreichen Berliner “Werkstatt für Photographie” befassen sich von diesem Wochenende an drei Foto-Ausstellungen in Essen, Hannover und Berlin. Anlass ist die Gründung dieser Institution der Volkshochschule Berlin-Kreuzberg vor 40 Jahren. Sie bestand zehn Jahre lang. Laut Sprengel Museum wurde sie “zu einer der folgenreichsten Schaltstellen des Austausches zwischen deutscher und US-amerikanischer Fotografie”. Das Museum Folkwang nennt die Werkstatt “eine künstlerische ‘Luftbrücke’ in Richtung USA, ein demokratisches Experimentierfeld jenseits traditioneller Ausbildung und politisch-institutioneller Vorgaben”.

Plakat der Werkstatt für Photographie: "Larry Clark", 1981, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Plakat der Werkstatt für Photographie: “Larry Clark”, 1981, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Art Kunstmagazin: Ein vergessenes Kapitel der deutschen Fotografie-Geschichte kommt ans Licht: In der Werkstatt für Photographie an der VHS Kreuzberg wurde ab 1976 eine direkte, subjektive und schonungslose Bildsprache entwickelt. … Es ging um die Haltung des Fotografen, nicht um perfekte Technik. … Die Akteure der Werkstatt waren keine Lehrer, aber sie unterrichteten. …

Man spürt, dass hier junge Fotografen mutig genug waren, ihren Weltausschnitt selbst zu wählen. Es war eine Rebellion der Subjektivität, gegen die Idee der objektiven Darstellung von Wirklichkeit. Diese Selbstermächtigung der Fotografie fand an einem denkbar unscheinbaren Ort statt: An der Volkshochschule in Berlin-Kreuzberg.

Frankfurter Allgemeine Zeitung: Vor dreißig Jahren aber, als die Fotokunst gerade erst dabei war, sich in Museen und auf dem Kunstmarkt zu etablieren, war die Vormachtstellung der Düsseldorfer Schule alles andere als ausgemacht.

Deutsche Fotografie trat mit rebellischer Härte auf, betonte den subjektiven Blick, warf sich hitzig ins Geschehen, wählte den Ausschnitt statt des Überblicks und provozierte mit exzentrischer Körperlichkeit. Drastisch gesagt: Sie hatte “etwas von der fiebrigen, halluzinatorischen Vehemens eines Schwerkranken”, wie die “Washington Times” 1984 anlässlich der Ausstellung “Fotografie aus Berlin” bei Castelli Graphics in New York befand.

Berliner Morgenpost: Die Fotografen der Werkstatt standen in engem Austausch mit amerikanischen Kollegen. Beide Seiten inspirierten sich gegenseitig und beeinflussten mit ihrem dokumentarischen Ansatz die Art und Weise, wie wir die Welt wahrnehmen. … Später experimentieren Schmidt und die junge Fotografenszene mit neuen Formen des Dokumentarischen, die die subjektive Sicht des Autors betonen. “Das ist eines der Paradoxe der Werkstatt für Photographie. Beim dokumentarischen Ansatz nimmt sich der Fotograf zurück und bildet die Realität ab. Wenn man die Fotos in Serie betrachtet, wird jedoch eine künstlerische Handschrift sichtbar”, sagt Weski. “Der Begriff des Autorenfotografen entstand im Umfeld der Werkstatt und beschreibt die Herangehensweise der Beteiligten gut.”

Plakat der Werkstatt für Photographie: "Paul Caponigro", 1980, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Plakat der Werkstatt für Photographie: “Paul Caponigro”, 1980, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

tip Berlin: Dieses Stück Fotografie-Geschichte konnte sich so nur im West-Berlin des kalten Krieges zutragen. Nur im Schatten des historischen Meteoriteneinschlags Mauerfall in Vergessenheit geraten. Um nun, 30 Jahre nach dem Ende, mit gleich drei zusammenhängenden Ausstellungen wiederentdeckt zu werden.

Und es ist nicht übertrieben zu sagen, dass die deutsche Fotografie-Geschichte jetzt nicht nur ergänzt, sondern eigentlich umgeschrieben werden muss. … Michael Schmidt, 2014 verstorben, gehört zu den ganz großen unter den deutschen Fotografen. Doch Leute wie Gosbert Adler, Ulrich Görlich, Uschi Blume, Hildegard Ochse, Friedhelm Denkeler und Ursula Kelm sind zu entdecken.

PHOTONEWS: Aber worin besteht die besondere Leistung der “Werkstatt”? Thomas Weski unterstreicht, dass sie “ein Ort der Selbstermächtigung” gewesen sei, Inka Schube spricht vom vorbildhaften “Emanzipationsprozess”.

Hier fotografierte man, analysierte seine Arbeit in der Gruppe, setzte sich mit anderen Positionen auseinander, kuratierte Ausstellungen mit den Bildern von Schülern, Dozenten und amerikanischen Gästen, veröffentlichte Kataloge und knüpfte gemeinsam neue Kontakte, so auch zu Fotoszenen in Ost-Berlin.

Taz: Mit ihrer Mischung aus hochkarätigen Ausstellungen und Workshops, Vorträgen und der künstlerisch orientierten Ausbildung gelang es, Volksbildung auf höchstem Niveau zu betreiben. … Die Liste der Ausstellungen liest sich heute wie ein Who’s who der Fotografie-Geschichte. Selbst so berühmte Fotografen wie Robert Frank, Diane Arbus, Stephen Shore oder Ralph Gibson fanden den Weg in die Kreuzberger Schule, bzw. wurden dort erstmals gezeigt.

DIE ZEIT: Auch William Eggleston, Larry Fink, Lee Friedlander und Robert Frank, all die angesagten Vertreter der Autorenfotografie, kamen in den Jahren bis zum Ende der Werkstatt 1986 nach Kreuzberg, um Vorträge zu halten und zu lehren. Die Fotos dieser Vorbilder aus den USA sind jetzt wieder in Berlin zu sehen, die Entdeckung der drei parallelen Museumsausstellungen in Hannover, Berlin und Essen sind allerdings die Mitstreiter Michael Schmidts, die heute weitaus weniger bekannt sind. … Diese künstlerisch-dokumentarische Fotografie ist es, die heutige Kollegen neu fasziniert.

Radioeins: Die Werkstatt für Photographie erlangt mit engagierter Vermittlungsarbeit durch Ausstellungen, Workshops und Kurse internationales Niveau und etabliert sich zu einem wichtigen Ort des transatlantischen fotografischen Dialogs zwischen Kreuzberg, Deutschland und Amerika. Eine einzigartige Pionierleistung!

www.co-berlin.org

Die lesenden Windhunde von Lübben

Mitten im Biosphärenreservat Spreewald kann man in Lübben vor dem Reha-Zentrum in der Postbautenstraße die Kunst der Münchnerin Nina Hoffmann bewundern. Ihre zwanzig lebensgroßen, gelben Windhunde lesen in dicken Folianten. Im Kunstverein München war das Werk 1990 unter dem Titel “Ideale Kreaturen in idealer Landschaft” ausgestellt, allerdings im Innenraum.

Hoffmanns Arbeiten – Malerei, Skulptur und Performance – drehen sich immer wieder um die Themen Natur- und Kulturzerstörung. Die zwanzigfache Wiederholung soll auf die von Menschen “erzeugte” Natur – hier die Züchtung von Windhunden – hinweisen. Die unnatürliche Farbe (“Cadmium-Gelb”) erinnert an eine Giftwolke.

"Die lesenden Windhunde", Nina Hoffmann, Arbeit: "Ideale Kreaturen in idealer Landschaft", Foto © Friedhelm Denkeler 2016

“Die lesenden Windhunde”, Nina Hoffmann, Arbeit: “Ideale Kreaturen in idealer Landschaft”,
Foto © Friedhelm Denkeler 2016

Bei den „geklonten“ Hunden denkt man unwillkürlich an eine industrielle Serienfertigung; in Wirklichkeit ist aber jeder in Handarbeit hergestellt. Eine spezielle Kaschiertechnik aus kleinen Papierstückchen wurde bei jedem einzelnen Tier angewandt. Für Nina Hoffmann ist diese Herstellung eintönig und gleichzeitig meditativ. Einen Polyesterguss würde sie nicht anfertigen lassen.

Das große Thema in Hoffmanns Arbeiten ist die Natur; sie gehört aber nicht zu den “Ökokünstlern”. Ihre Vorbilder sind eher Amseln Kiefer (mit seinen Bleibüchern) oder Bruce Naumann (bei dem auch das Hundemotiv auftaucht). Die Tiere lesen in Büchern, die leer sind und der Mensch speichert sein Wissen heute auf externen Trägern. “In letzter Konsequenz – die Kontrolle des Menschen über sich selbst erweist sich als Illusion – hat er sein Wissen delegiert, konserviert und – verloren.” [Nina Hoffmann]

"Ein lesender Windhund", Arbeit von Nina Hoffmann, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

“Ein lesender Windhund”, Arbeit von Nina Hoffmann, Foto © Friedhelm Denkeler 2016

“Der menschliche Geist kann sich viel leichter an die Vorstellung gewöhnen ein Informationssystem herzustellen, als darin einen HUND herzustellen. Noch leichter wird das ganze Unternehmen, wenn man endlich die Überzeugung gewonnen hat, dass es in Wahrheit einen HUND in der herkömmlichen Bedeutung des Wortes gar nicht gibt. Für das kommende Zeitalter wird es sehr viel zutreffender sein, einen HUND als ein spezifisches Informationsmuster zu beschreiben, das sich über einen bestimmten Zeitraum entfaltet. Das Leben als Informationsfluss ist die endgültige und restlose Entheiligung der Natur!” [aus: Jeremy Rifkin "Genesis zwei. Biotechnik – Schöpfung nach Maß", zitiert in Katalog "Nina Hoffmann, Kunstverein München].

Kleine Geschichte der Werkstatt für Photographie (4)

1976 bis 1986 – Zehn Jahre, die die Photographie veränderten

Im Jahr 2016 jährt sich zum 40. Mal die Gründung der Werkstatt für Photographie in Berlin-Kreuzberg (1976) und gleichzeitig deren Ende vor 30 Jahren (1986). Aus diesem Anlass habe ich die Photographien rund um die Werkstatt-Aktivitäten aus meinem Bildarchiv ausgewertet und zu einer Serie mit 164 Photographien unter dem Titel “Szenen aus der Werkstatt für Photographie 1976-1986″ zusammengestellt. Eine Auswahl von 35 Bildern finden Sie hier. Heute geht es um die Foto-Workshops und die Zusammenarbeit der Werkstättler.

5 Workshops

Regelmäßige Höhepunkte der Werkstatt-Aktivitäten waren die Wochenend-Workshops mit bekannten Photographen aus dem In- und Ausland. Den Auftakt machte im Oktober 1977 Andre Gelpke mit einem ersten Workshop, den er in den nächsten Jahren noch zweimal durchführte. Als weitere Referenten seien Wilhelm Schürmann, Klaus Honnef, Michael Schmidt, Manfred Willmann, Heinz Cibulka und Suzanne Pastor genannt.

Eine sehr große Rolle spielten vor allem die zeitgenössischen US-Amerikaner, die gerne nach Berlin kamen, um an der Werkstatt Wochenend-Lehrgänge abzuhalten. Eine wichtige Persönlichkeit aus der Photographie-Szene war Ralph Gibson und mit ihm wurde, auch Dank Wilmar Koenig, ein persönlicher Kontakt in die USA geknüpft.

Es folgten Seminare mit Lewis Baltz, John Gossage, Robert Cumming, Larry Fink, Robert Heinicken, Larry Clark, Joe Deal, Todd Papageorge, Robert Frank und William Eggleston. In den Wochenend-Seminaren stellten zunächst die Referenten ihre eigenen Arbeiten vor, dann legten und hängten die Teilnehmer ihre Arbeiten aus, die ebenfalls mit allen besprochen wurden. Zu diesen Veranstaltungen wurden weitere interessante Berliner und Westdeutsche Photographen eingeladen, insbesondere aus den Fotoschulen in Essen, Köln, Düsseldorf und Hannover.

"Workshop mit Lewis Baltz in der Werkstatt für Photographie", 20. bis 21.09.1980  (Winfried Mateyka, Ulla Haug, NN, Lewis Baltz, Christian Schewarde, Hannover, Wolfgang Kanzelbach),  Foto © Friedhelm Denkeler 1980

“Workshop mit Lewis Baltz in der Werkstatt für Photographie”, 20. bis 21.09.1980
(Winfried Mateyka, Ulla Haug, NN, Lewis Baltz, Christian Schewarde, Hannover, Wolfgang Kanzelbach),
Foto © Friedhelm Denkeler 1980

6 Zusammenarbeit

Neben den eigentlichen Fotokursen und Workshops fand ein reger Austausch der Werkstättler an dem einmal im Monat stattfindenden sonntäglichen Frühshoppen und natürlich auf den Vernissagen der Werkstatt-Ausstellungen statt. Nach den Kursabenden und Workshops gingen die Diskussionen vielfach beim in der Nähe der Friedrichstraße befindlichen “Griechen”, “Italiener” (“La Rita”) oder “Jugoslawen” weiter.

Viele “Mitglieder” der Werkstatt trafen sich auch unregelmäßig im privaten Rahmen, an dem dann auch Nicht-Werkstättler, aber Photographie-Interessierte teilnahmen. Hier wurden über die neuesten Fotobücher, die die Werkstättler im Bookshop der Galerie Nagel entdeckt oder sich antiquarisch erworben hatten, diskutiert.

Im Grunde genommen waren die Werkstättler, sowohl Schüler als auch Dozenten, während der zehn Jahre auch alle Autodidakten, alle lernten von einander; der Zusatz “Autodidakt” in verschiedenen Biografien aus der damaligen Zeit ist hier als Qualitätsmerkmal anzusehen. Während der Werkstatt-Zeit gab es in Berlin keine Möglichkeit, künstlerische Fotografie zu studieren.

Ein Merkmal für die anspruchsvollen und qualitativen Arbeiten der Photographen waren die zahlreichen Ankäufe der Berlinischen Galerie unter der Leitung von Janos Frecot und natürlich auch jene von Westeuropäischen und US-amerikanischen Museen, Galerien und Einrichtungen.

Alle bisher erschienenen Artikel finden Sie auf hier auf einer Website.  Fortsetzung folgt

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