Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

„Der Elmgeist“ – Ein neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website „Lichtbilder“ (2)

In den Wäldern sind Dinge, über die nachzudenken, man jahrelang im Moos liegen könnte. [Franz Kafka]

Der Elm ist ein 25 km langer, 3 bis 8 km breiter, maximal 323 Meter über Normalnull hoher und bewaldeter Mittelgebirgszug südöstlich von Braunschweig in den Landkreisen Helmstedt und Wolfenbüttel in Niedersachsen. Das weitgehend siedlungsfreie Waldgebiet mit dem größten Buchenwald Norddeutschlands und dem Reitlingstal ist Teil des Naturparks Elm-Lappwald. Geologisch ist der Elm hauptsächlich aus fossilreichem Kalkstein der mittleren Trias (Muschelkalk) aufgebaut, der als Elmkalkstein seit dem Mittelalter ein begehrter Baustoff ist.

"Der Sumpf der Traurigkeit (Erdfall im Elm)", aus der Serie "Der Elmgeist", Foto © Friedhelm Denkeler 1980
„Der Sumpf der Traurigkeit (Erdfall im Elm)“, aus der Serie „Der Elmgeist„, Foto © Friedhelm Denkeler 1980

Im Elm gibt es eine große Anzahl von Erdfällen, kreisrunde, trichterförmige Vertiefungen, die auch als Dolinen bezeichnet werden. Die Angaben schwanken zwischen 200 und 600. Der größte ist der sagenumwobene „Bornumer Erdfall“. In der „Teufelsküche“ nahe dem Reitlingstal verschwindet der Bach „Mönchespring“ in einem solchen Erdfall (Schluckloch). Die Ursache für die Häufigkeit dieser Gebilde im Elm liegt im Untergrund, der reich an Kalksteinen, Gips und Salzgestein ist. Diese Gesteinsarten, insbesondere das Salz, sind anfällig dafür, von Grundwasser aufgelöst zu werden, wodurch Hohlräume im Untergrund entstehen, die, wenn sie zu groß werden, einbrechen und an der Oberfläche zu bis zu 15 Meter tiefen Einsturztrichtern führen. In den Hochlagen des Elms sind die Vertiefungen trocken, in den Niederungen dagegen mit Wasser gefüllt [Quelle: Wikipedia]

Die Photographien „Der Elmgeist“ sind vor 35 Jahren entstanden und jetzt erstmalig öffentlich auf meiner Website „Lichtbilder“ zu sehen. Das dazugehörige Portfolio besteht aus 90 Photographien im Format 30×45 cm im Passepartout 50×60 cm. Die Bilder sind auch als gedrucktes Autorenbuch mit 104 Seiten im Format 40×30 cm erschienen. Alle Aufnahmen entstanden 1980 im Naturpark Elm-Lappwald bei Helmstedt (siehe auch „Wenn ein Betrachter vor lauter Oberfläche den eigentlichen Inhalt einer Photographie nicht mehr sieht„).