Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Monatsarchive: August 2014

Die elf Rubriken im JOURNAL

Seit dem 1. Juli 2014 gibt es einige Weiterentwicklungen und Verbesserungen im JOURNAL (siehe Alles neu macht der Juli, aber bei gewohnter Qualität); eine betrifft die Zuordnung der Artikel zu den Rubriken, die ich heute vorstellen möchte.

"Geheime Anlage",  aus der Serie "Köbbinghauser Hammer", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

„Geheime Anlage“, aus der Serie „Köbbinghauser Hammer“, Foto © Friedhelm Denkeler 2010

In Blogs sind die einzelnen Posts (Artikel) in verschiedene Kategorien (im JOURNAL Rubriken genannt, siehe rechte Seitenspalte) eingeteilt. Der Besucher kann sich, sofern er nicht die neuesten Artikel auf der Startseite liest, dadurch in den gegenwärtig 701 Posts (Stand: 07.08.2014) besser zurechtfinden. Die einzelnen Artikel sind den elf Rubriken zugeordnet. In der Regel weise ich einen Artikel nur einer Rubrik zu (in Ausnahmefällen auch einmal zwei Rubriken). Außerdem gibt es noch die Suchfunktion. Die folgenden Beschreibungen dienen auch dazu, den insbesondere neuen Besuchern aufzuzeigen, was sie in diesem Blog zu erwarten bzw. nicht zu erwarten haben:

Ausstellung

Entsprechend des Blog-Untertitels „Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst“ werden in dieser Rubrik in erster Linie selbst besuchte Ausstellungen, hauptsächlich in Berlin, zu Photographie und Kunst besprochen. Hin und wieder wird auch eine geplante Ausstellung angekündigt.

Filmbesprechung

Unter der Rubrik „Filmbesprechung“ diskutiere ich die selbst gesehenen aktuellen Kino-Filme, hin und wieder auch einmal einen Klassiker. Um eventuelle Copyright-Ansprüche zu umgehen, sind alle Beiträge in allen Rubriken mit eigenen Fotos versehen (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Fotografisches Fundstück

Im Gegensatz zum Historischen Photo finden Sie hier aktuelle Einzel-Photos mit Impressionen von Stadtspaziergängen, Landausflügen, Urlaubsreisen, Stillleben, etc.

Historisches Photo

Unregelmäßig zeige ich hier Photos aus meinem fotografischen Archiv (oft mit zusätzlichem Text). Außerdem gibt es unter der Überschrift „Vor dreißig Jahren …“ Photos zu sehen, die immer genau vor 30 Jahren entstanden sind (in der Regel ohne weiteren Text).

In den Straßen von Berlin

Die work in progress-Serie „In den Straßen von Berlin“ besteht aus großformatigen Farb-Fotos aus dem Nach-Wende-Berlin. Unter dieser Rubrik ist immer wieder einmal ein Bild aus dieser Serie zu sehen. Die Photos zeigen den Wandel des Stadtbildes in den letzten 20 Jahren: Abriss des Palastes und neue Hotels im Osten, Bautätigkeiten im alten Westen, das Tempelhofer Feld, das seit 2008 als Flugbahn ausgedient hat, Touristenströme am ehemaligen Grenzübergang Checkpoint Charlie, am Hauptbahnhof und im Lustgarten in Mitte.

Neues auf meinen Websites

Hier erfahren Sie hauptsächlich, was sich auf meiner Website „Lichtbilder“ (vormals „Denkeler Photo“) verändert hat: einführende Artikel zu neu erstellten oder neu aufbereiten Serien und deren Photos, jeweils in einer Auswahl mit bis zu 30 Bildern oder anderes Erwähnenswertes. Und natürlich stelle ich Neuerungen und Entwicklungen in diesem Blog „Journal – Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst“ in einem Beitrag vor.

Rock-Archiv

Hier finden Sie Beiträge zu Songs und ihren Interpreten aus 70 Jahren Rock- und Pop-Geschichte. Es wird immer mindestens zu einem Musik-Video, Live-Video oder einem Video von einer TV-Aufzeichnung bei den bekannten Video-Portalen wie Vimeo, DailyMotion, MyVideo, YouTube, tape.tv, etc. verlinkt (oder wenn das nicht zur Verfügung steht, zu einem „reinem“ Audio-Video). Rechnen Sie bei allen Videos mit nervender Werbung, bei YouTube noch am wenigsten; dafür ist bei YouTube immer wieder einmal das ursprüngliche Video nicht (mehr) erreichbar (manchmal gebe ich deshalb einen Ersatzlink an).

Sonntagsbild

Der Versuch einer Definition: Was ist eigentlich ein Sonntagsbild? Ein “schönes” Bild (was auch immer das nun wieder heißen mag; der Autor legt den Titel quasi mit dem Foto fest); es ist in Farbe (jedenfalls bei meinen Sonntagsbildern); es passt in keine andere Kategorie; es gehört nicht zu einer Serie von Bildern und zu keiner Serie. Kurz gesagt: Es ist ein Einzelbild. Aber es ist kein Sonntagsbild im Sinne der Sonntagsmalerei. Unter diesen Prämissen ist die Rubrik “Sonntagsbilder” zu verstehen; außerdem ist „Sonntagsbild“ einfach ein schöner Titel.

Theorie der Photographie

Hier finden Sie Betrachtungen zum photographischen Bild. Diese Rubrik befindet sich noch im Aufbau.

Verschiedenes

Hier erscheinen alle Posts, die nicht in die anderen Rubriken passen.

Zitat des Monats

Jeden ersten Tag im Monat erscheint ein bildlich umgesetzter Post mit einem Zitat; das kann ein Photo mit einem Spruch sein oder ein Bild, das grafisch mit dem Zitat des Monats gestaltet wurde.

"Nirosta-Schornstein", aus der Serie "Köbbinghauser Hammer", Foto © Friedhelm Denkeler 2008

„Nirosta-Schornstein“, aus der Serie „Köbbinghauser Hammer“, Foto © Friedhelm Denkeler 2008

Von den Füßen auf den Kopf gestellt

Wolf Vostells „La Tortuga“, 1987, auf dem Gelände des Anhalter Bahnhofs

Normalerweise heißt die Redensart „Etwas vom Kopf auf die Füße stellen“. Zur 750-Jahr-Feier der Stadt Berlin im Jahr 1987 machte es der Aktionskünstler Wolf Vostell umgekehrt: Er legte am Anhalter Bahnhof für die Ausstellung „Mythos Berlin“ eine komplette Dampflokomotive wie eine Schildkröte auf den Rücken. Die auf dem Kopf stehende Skulptur nannte er „La Tortuga“. Sie sollte als Mahnmal auf den Missbrauch von Industrie und Technik für den Krieg hinweisen und symbolisch den Niedergang alter Industriezweige versinnbildlichen.

"Drei Kräne und eine Dampflokomotive (Aktion "La Tortuga" von Wolf Vostell auf dem Gelände des Hamburger Bahnhofs), Foto © Friedhelm Denkeler 1987

„Drei Kräne und eine Dampflokomotive (Aktion „La Tortuga“ von Wolf Vostell auf dem Gelände des Hamburger Bahnhofs), Foto © Friedhelm Denkeler 1987

Am 1. August 1987 arbeiteten hinter dem Portikus des Anhalter Bahnhofs bis in die Abendstunden drei schwere Kräne daran, die Lokomotive in der Luft zu drehen und kopfüber wieder abzusetzen. Ein feinsinniger Moment und ein ästhetisches Event. 1993 gelangte die Skulptur zum Theater in Marl. Hier im Ruhrgebiet ist die wohl größte Skulptur von Vostell sehr passend platziert. Die Güterzuglokomotive der Baureihe 52 stammt aus dem Zweiten Weltkrieg; mit ihr hat die Deutsche Reichsbahn das Material an die Fronten, aber auch Menschen in Konzentrationslager transportiert. Mit diesem Wissen wurde aus dem Kunst-Event eine politische Aktion.

Wolf Vostel, "La Tortuga" (Die Schildkröte), Foto © Friedhelm Denkeler 1987

Wolf Vostel, „La Tortuga“ (Die Schildkröte), Foto © Friedhelm Denkeler 1987

Vostell war einer der Pioniere der Fluxus-Bewegung, bei denen die Grenzen zwischen (politscher) Kunst und Alltag aufgehoben wurden. Von dem im Jahr 1998 mit 65 Jahren verstorbenen Künstler stammt auch die Plastik „Zwei Beton-Cadillacs in Form der nackten Maja“ am Rathenauplatz, am oberen Ende des Kurfürstendammes. Sie ist Teil des Skulpturenboulevards anlässlich der 750-Jahr-Feier.

Das Wort

"Gegen das Schweigen und das Getöse, erfinde ich das Wort", Octavia Paz, 1914-1998, gefunden in Weimar, Foto © Friedhelm Denkeler 2014

„Gegen das Schweigen und das Getöse, erfinde ich das Wort“, Octavia Paz, 1914-1998,
gefunden in Weimar, Foto © Friedhelm Denkeler 2014

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