Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Eine Welt der Männer – bei Johanna Breede

„It’s a Man’s World“ von „Godfather of Soul“ James Brown

This is a man’s world/ This is a man’s world/ But it wouldn’t be nothing, nothing/ Without a woman or a girl/ You see man made the cars/ To take us over the road/ Man made the train/ To carry the heavy load [James Brown]

James Brown (1933-2006), der Meister des Soul und Funk, hat sie bereits 1966 in „It’s a Man’s World“ besungen – die Männerwelt. Die Männer haben die Autos, die Züge und die Schiffe erfunden und gebaut. „Nicht erwähnt hatte der ‚King of Soul‘ damals, dass es auch Männer waren, die die Fotografie erfanden; Männer, die aus Licht und Chemie apparative Bilder kreierten“ schreibt Johnanna Breede in der Einleitung zu ihrer aktuellen Ausstellung „Männer“.

"Geheimnisvolle Filmdose", Foto © Friedhelm Denkeler 2014

"Geheimnisvolle Filmdose", Foto © Friedhelm Denkeler 2014

Zu sehen sind, nach der Schau „Frauen“ im Frühjahr 2013, jetzt Männer und Mythen, Heroen und Realitäten, von neunzehn Fotografen. Die „Männer“ sind von Sibylle Bergemann, Michael Birt, Heinz Hajek-Halke, Thomas Höpker, Hannes Kilian, Birgit Kleber, Robert Lebeck, Herbert List, Stefan Moses, Ossip, Ulrike Ottinger, Beat Presser, Sheila Rock, Michael Ruetz, Max Scheler, Gundula Schulze Eldowy, Liselotte Strelow, Karin Székessy, Herbert Tobias und Kurt Wyss porträtiert worden.

Prominente, Künstler, Politiker und Unbekannte geben sich in dieser hervorragend gehängten Ausstellung ein buntes Stelldichein und laden zum Verweilen und zur Kommunikation ein. Die Fotografien sind noch bis zum 15. März 2014 in der Galerie Johanna Breede PHOTOKUNST in der Fasanenstraße 69 zu sehen.

James Brown war ein Symbol für die Freiheit und den Erfolg von Millionen von schwarzen Amerikanern im Kampf für die bürgerlichen Rechte. Er gab ihnen Hoffnung und sie waren Stolz auf ihn. Der Gesang von Brown war eher als ein rhythmischer Sprechgesang, der Elemente des Rap vorwegnahm, anzusehen. Seine Musik übte großen Einfluss auf spätere Rockmusiker, wie Prince, Michael Jackson, Bob Marley, Booker T. & the M.G.’s, u.a., aus. Brown schloss seine zahlreichen Shows und Konzerte stets mit einer 20-Minuten-Version von „Sex Maschine“ ab; herausgesucht habe ich aber, passend zur Ausstellung, ein wunderschönes, neues Video, das von Saatchi & Saatchi gestaltet wurde, mit dem Original-Song

James Brown: „It’s a Man’s Man’s Man’s World“,

sowie eine Live-Version aus dem US-Amerikanischen Fernsehen aus dem Jahr 1966, eine Performance der beiden Legenden James Brown & Luciano Pavarotti und ein Auftritt von Christina Aguilera (mit dem kompletten Song-Text).

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