Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Gespannt wie ein Flitzebogen

64. Berlinale (I): Die fulminante Tragik-Komödie
„The Grand Budapest Hotel“ von Wes Anderson

"Grand Budapest Hotel", Foto © Friedhelm Denkeler 2014

"Grand Budapest Hotel", Foto © Friedhelm Denkeler 2014

Der Eröffnungsfilm der diesjährigen, der 64. Berlinale, ist eine internationale Koproduktion mit großer Starbesetzung. Der Film spielt in der Zwischenzeit der beiden Weltkriege und das hauptsächlich im Foyer des Grand Budapest Hotels als einem Theater der Welt in einem fiktiven osteuropäischen Land; daneben spielt die Altstadt von Görlitz eine große Rolle.

„Phantastisch barocke Bildtableaus und ein skurriles Personenarsenal, dazu eine irrwitzige Handlung, der man manchmal kaum folgen kann“ [Deutsche Welle], mit schrillen Farben, exzentrischen Kostümen, majestätischen Gebäuden und Protogonisten, die in aberwitzige Handlungen verwickelt werden.

Die wichtigsten Stars, wie Tilda Swinton, Ralph Fiennes, Willem Dafoe, Harvey Keitel, Jude Law, Bill Murray, Edward Norton, Jeff Goldblum und Owen Wilson sind auf dem Filmplakat abgebildet (Foto). Ein Vorteil der Berlinale-Filme ist es, dass man sie im Original hören kann; so konnten wir mitbekommen, dass Wes Anderson auch einmal einen deutschen Satz eingebaut hat: „Gespannt wie ein Flitzebogen“. Und so gespannt wie dieser sind wir auch auf die kommenden Filme.

Wes Andersons Filme sind immer etwas Besonderes: „Moonrise Kingdom„, 2012, Die Tiefseetaucher (The Life Aquatic with Steve Zissou), 2004, The Royal Tenenbaums, 2001 und jetzt das Grand Budapest Hotel, das ab 6. März 2014 in den deutschen Kinos anläuft. Sehenswert, für all diejenigen, die Lust haben, die Welt einmal mit anderen Augen zu sehen.

In der Berlinale-Reihe „Forum“ sahen wir heute auch den Dokumentarfilm „Das große Museum„. Er spielt in den Kulissen des Kunsthistorischen Museums in Wien. Die Darsteller, wie Kuratoren, Techniker, Restauratoren, Tierpräparatoren, Marketingstrategen und die Geschäftsführung spielten sich selbst und auch das sehr gekonnt. Interessant, welche Begeisterung in unserem Nachbarland, das Wort „kaiserlich“ auslösen kann. So nah und doch so fern! www.berlinale.deTrailer 

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