Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Die Bären sind los

64. Berlinale (X): Die Gewinner Filmfestspiele Berlin 2014

"Der Berlinale Teddy-Bär", Foto © Friedhelm Denkeler 2014

"Der Berlinale Teddy-Bär", Foto © Friedhelm Denkeler 2014

Die Jury, bestehend aus James Schamus (Präsident), Barbara Broccoli, Trine Dyrholm, Mitra Farahani, Greta Gerwig, Michel Gondry und Christoph Waltz hat gestern Abend die acht Wettbewerbs-Preise der diesjährigen Berlinale vergeben.

Der Favorit von allen Kritikern, „Boyhood“ von Richard Linklater, landete „nur“ auf dem dritten Platz. Die Berlinale hat mit 330 000 verkauften Karten dieses Jahr wieder einen neuen Publikumsrekord aufgestellt.

Die Preisträger

Goldener Bär für den besten Film: “Black Coal, Thin Ice“ von Diao Yinan, China

Großer Preis der Jury – Silberner Bär:The Grand Budapest Hotel„, von Wes Anderson, USA

Silberner Bär – Beste Regie: Richard Linklater für “Boyhood„, USA

Silberner Bär – Beste Darstellerin: Haru Kuroki in “The Little House“, Japan

Silberner Bär – Bester Darsteller: Liao Fan in “Black Coal, Thin Ice“, China

Silberner Bär – Bestes Drehbuch: Dietrich Brüggemann, Anna Brüggemann für “Kreuzweg“, Deutschland

Silberner Bär Alfred-Bauer-Preis für einen Spielfilm, der neue Perspektiven eröffnet: Alain Resnais für „Life of Riley“

Silberner Bär – Herausragende künstlerische Leistung: Zeng Jian für die Kamera in “Blind Massage“, China

Die Berlinale kennt im Grunde genommen nur zwei Gesetze. Erstens: Arktische Temperaturen und Schnee im ohnehin schon frostigen Berliner Winter. Zweitens: Die Jurys zerschmettern mit lustvoller Regelmäßigkeit vermeintliche Topfavoriten und untergraben formvollendet die Erwartungen der Kritiker. Ersteres muss nach den frühlingshaften Temperaturen während der 64. Ausgabe der Filmfestspiele korrigiert werden, letzteres: nicht. [RBB]

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