Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Die falschen Soldaten vom Checkpoint Charlie

"Checkpoint Charlie", aus "In den Straßen von Berlin", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Checkpoint Charlie", aus "In den Straßen von Berlin", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

In den Straßen von Berlin (16)

Der bekannteste Grenzübergang zwischen West- und Ost-Berlin war der im amerikanischen Sektor liegende Checkpoint Charlie. Heute ist er einer der beliebtesten Treffpunkte für Touristen geworden. Die künstlerische Installation des russischen Soldaten stammt von Frank Thiel. Auf der Rückseite des Leuchtkastens ist ein amerikanischer Soldat zu sehen.

Der Grenzübergang in der Friedrichstraße markierte die Trennlinie zwischen den ehemaligen Einflussbereichen der beiden Weltmächte. 1961 standen sich hier sowjetische und amerikanische Panzer gefechtsbereit gegenüber. Heute halten hier nur zwei „Schauspieler“ als alliierte Soldaten Wache und stellen sich den Touristen gegen einen kleinen Obolus als Fotomotiv zur Verfügung.

Noch bis zum 29. September 2013 sind neben zwei weiteren Serien („Ich Binz“, „Im Wedding“) die großformatigen Fotos aus der Serie „In den Straßen von Berlin“ aus dem Nach-Wende-Berlin im Foyer des “Katharinenhof am Preußenpark” zu sehen. Sie zeigen den Wandel des Stadtbildes in den letzten zehn Jahren: Abriss des Palastes und neue Hotels im Osten, Bautätigkeiten im alten Westen, Touristenströme am Checkpoint Charlie, am Hauptbahnhof und im Lustgarten in Mitte. (ausführlich siehe hier).

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