Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Ein Gebäude mit Ausleger und Musik im Osthafen

"Gebäude mit Ausleger im Berliner Osthafen", aus "In den Straßen von Berlin", Foto © Friedhelm Denkeler 2010

"Gebäude mit Ausleger im Berliner Osthafen", aus "In den Straßen von Berlin", Foto © F. Denkeler 2010

In den Straßen von Berlin (11)

Während einer Schiffsfahrt über die Spree ist es unübersehbar und irritiert das Auge: Das spektakuläre Gebäude des deutsch-russischen Architekten Sergei Tchoban, der in Berlin unter anderem das Domaquaree und das Kino „Cubix“ (beide in Mitte) entworfen hat. Der 36 Meter über die Spree hinausragende, dreigeschossige Ausleger scheint zu schweben. Der Blick von der Spree lässt zunächst nicht erkennen, was sich im Inneren des Hauses abspielt – aber mit dem Wort „spielen“ ist man auf dem richtigen Weg. Am Berliner Osthafen „spielt“ zwischen Universal, MTV, Modelabels und angesagten Clubs, die Musik.

Das Haus beherbergt seit 2010 das „nhow“ – das sich als Musik- und Design-Hotel versteht und entsprechend ausgestattet ist. NH steht für die spanische Kette „Navarra Hoteles“. Im Inneren befinden sich zwei Tonstudios; Freizeitmusiker können eine Fender-Gitarre mit Verstärker (und Kopfhörer!) beim Roomservice bestellen und auch in den Badezimmern sollen Anschlüsse für eine Verbindung mit dem Tonstudio vorhanden sein. David Hasselhoff, der vor kurzem Berlin heimsuchte, hätte demnach unter der Dusche seinen neuesten Song aufnehmen können. Das Leitmotiv „Musik“ zeigt sich auch in der hauseigenen Gallery: Anlässlich des 70. Geburtstags von Jimi Hendrix wurden Fotos von Frauke Bergemann über Hendrix´ letztes Konzert auf Fehmarn ausgestellt.

nhow-Hotel

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