Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Berlinale (XVII): Kirk DeMicco/Chris Sanders: „The Croods“, USA

"Nikolas Cage, Emma Stone, Uwe Ochsenknecht" (v.r.n.l.), Foto © Friedhelm Denkeler 2013
„Nikolas Cage, Emma Stone, Uwe Ochsenknecht“, (v.r.n.l.), Foto © Friedhelm Denkeler 2013

Mit einer 3D-Brille auf der Nase hören wir mit der Stimme von Nicolas Cage Vater Grup, dem Oberhaupt der Steinzeit-Familie (in der deutschen Fassung von Uwe Ochsenknecht gesprochen) zu und erleben die Heldin Eep (mit der Stimme von Emma Stone). Beide Hauptstimmendarsteller und drei deutsche Synchronsprecher kamen zur Uraufführung und somit kam noch einmal Glanz auf den Roten Teppich.

Gut gemachte 3D-Filme sind sehr selten, eine große Ausnahme ist James Camerons Avatar aus dem Jahr 2010. Der heute Abend außer Konkurrenz laufende Film ist davon weit entfernt. Er gehörte auch nicht in den Wettbewerb, sondern in das Kinderprogramm der Berlinale. Fazit: „Friede, Freude, Feuermachen“ und nicht empfehlenswert.

Die Überschrift „Ein steinzeitliches Familienporträt“ ist übrigens wörtlich zu nehmen: Im Film entstand das erste „fotografische“ Abbild der Menschheits-geschichte, allerdings weniger durch Licht, sondern durch einen gewaltsamen Abdruck auf einem „Steinbild“, sozusagen eine Kontaktkopie der Croods.

„Als ihre Höhle zerstört wird muss Steinzeitfamilie Croods in einer fremden unberechenbaren Welt ein neues Zuhause finden. Mutter Natur ist noch in der Experimentierphase, bringt die ungewöhnlichsten Schöpfungen hervor und hat auch die Planung der Kontinente noch nicht abgeschlossen.

Wem sollen die letzten Überlebenden der prähistorischen Ära auf ihrer Reise ins Ungewisse folgen: Grug, dem Vater und Stammesoberhaupt, der in allem Unbekannten eine Gefahr sieht? Oder doch lieber dem jungen Guy, der voller neuer Ideen steckt und sich, sehr zu Grugs Missfallen, auch noch in dessen aufgeweckte Tochter Eep verliebt?

In einer Welt voller Herausforderungen scheint die einfallsreiche Jugend der bessere Garant fürs Überleben zu sein. Eine schmerzliche Lektion für Papa Grug. Doch schließlich profitieren alle davon, dass sie lernen, ihre Ängste zu überwinden. Und nicht zuletzt zeigt sich, dass jedes Familienmitglied bereits alles hat, was es zum Überleben braucht: die anderen.

In 3D und mit viel Sprachwitz kreieren Christopher Sanders und Kirk DeMicco eine opulente Fabelwelt, in der Familienstrukturen bestehen, die von der Steinzeit bis heute unverändert scheinen:“ [Quelle: Filmbeschreibung] www.berlinale.de, Trailer