Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Von Westfalen nach Berlin – Eine Stadt und ihr Photograph

Karl-Ludwig Lange gehört zu den wichtigsten Vertretern der Stadt- und Autorenphotographie. In dem neuen Film von Benjamin Ochse „Karl-Ludwig Lange – Der Photograph“ (Produktionsjahr 2011/2012) erzählt er von seiner Entdeckung der Photographie zu Schulzeiten, berichtet über seine Ausbildung bei der Deutschen Presse Agentur, sein erstes verkauftes Bild in der Berliner Galerie Nagel, schildert seine Ansichten zur Photographie, benennt seine Vorbilder und beschreibt seine persönliche Sichtweise über Schwarzweiß- und Farb-Photographie und den Unterschied zwischen Malerei und Photographie.

"Karl-Ludwig Lange im Interview (Filmausschnitt)", Foto © Benjamin Ochse 2013
„Karl-Ludwig Lange im Interview (Filmausschnitt)“, Foto © Benjamin Ochse 2013

Der aus Minden/ Westfalen stammende Karl-Ludwig Lange zog mit 17 Jahren nach Berlin (West), erhielt dort eine Ausbildung zum Photographen und arbeitete als Assistent bei der dpa und im Studio Will McBride (München). 1973 entstanden Langes erste freie Arbeiten. Es folgten: Gasometer Schöneberg, 1981, Neugotik in Berlin, 1982 – 1984, Berlin-Wedding, 1983 – 1984, Rekonstruktion Martin-Gropius-Bau, 1981 – 1986 und Märkische Ziegeleien. Nach 1990 erhielt er diverse Stipendien und Preise. Lange ist berufenes Mitglied der DGPh. Zahlreiche Ausstellungen und die Veröffentlichung von Fotobüchern folgten.

Einige ausgewählte Einzelausstellungen sind zu nennen: 1975 Galerie Nagel Berlin, 1984 Schloss Charlottenburg, 1992 Lebendiges Museum Berlin-Wedding, 1995 Kulturamt Berlin-Friedrichshain, 1997 Galerie in der Brotfabrik Berlin, 1999 Neuer Berliner Kunstverein Berlin, 2005 Berliner Mauer-Dokumentationszentrum Berlin , 2009 Max Liebermann Haus Berlin, 2010 Deutscher Bundestag.

"Filmausschnitt 'Karl-Ludwig Lange – Der Photograph'", Foto © Benjamin Ochse 2013
„Filmausschnitt ‚Karl-Ludwig Lange – Der Photograph'“, Foto © Benjamin Ochse 2013

Im Film werden während des Interviews Langes Photos aus den letzten 30 Jahren und Bilder anderer Photographen, auf die er sich inhaltlich im Gespräch bezieht, eingeblendet. Ausschnitte seiner Ausstellungseröffnungen und ein Besuch auf der Porta Westfalica (Kaiser-Wilhelm-Denkmal) in Minden runden das Portrait, das gleichzeitig eine Reise durch die Geschichte der Photographie ist, ab.

Den 53 Minuten langen Film „Karl-Ludwig Lange – Der Photograph“ in Farbe/Schwarzweiß erhalten Sie online bei onlinefilm.de. Bei vimeo ist ein Trailer einsehbar. Über den Regisseur Benjamin Ochse erfahren sie mehr unter www.pixeltransfer.com. Die Website zum Film