Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Bildgeschichten von Hans Hillmann und Jirí Šalamoun in der Kunstbibliothek am Berliner Kulturforum

"Beute", Foto © Friedhelm Denkeler 1998
„Beute“, Foto © Friedhelm Denkeler 1998

Die Kunstbibliothek stellt noch bis zum 5. Februar 2012 die beiden Grafiker Hans Hillmann (Jg. 1925) und Jirí Šalamoun (Jg. 1935) vor. Beide arbeiten zwischen freier und angewandter Kunst, zwischen Comic und Karikatur, zwischen Zeichnung und Bild und zwischen Schriftform und Bildform. Die eher fotografisch anmutenden Arbeiten Hillmanns fand ich allerdings interessanter.

Hillmann wurde bekannt mit seinen Filmplakaten und Buchhüllen. Für die Zeitschrift „twen“ illustrierte er Erzählungen. Beide Künstler erzählen ihre „Geschichten“ in Autorenbüchern. Unter dem Titel „Ich hab geträumt ich wär ein Hund der träumt“ ist 1970 das erste von Hillmann erschienen. Der Titel ist Programm und deutet auf das Thema der doppelten Verwandlung hin.

Hilllmanns Arbeiten mündeten in sein zeichnerisches Hauptwerk, der Illustration von Dashiell Hammetts Kriminalgeschichte „Das Fliegenpapier“. Seine sepiafarbenen Aquarelle kann man auch als Bewunderung für das Schwarz-Weiß-Kino der 1950er Jahre ansehen. Er hat nicht einfach die Filmbilder dargestellt, sondern eigene Szenen entwickelt, die einen neuen Film ergeben. Man denkt an Edward Hopper, der eine eigene malerische Wirklichkeit schuf und sich dabei vom Film und von der Fotografie anregen ließ. www.smb.museum , Hans Hillmann in der Google-Bildersuche