Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Sehen und gesehen werden – am Zeughaus

"Die Glasspindel des I. M. Pei am Zeughaus", Foto © Friedhelm Denkeler 2011

"Die Glasspindel des I. M. Pei am Zeughaus", Foto © Friedhelm Denkeler 2011

In den Straßen von Berlin (8)

Das ehemalige Zeughaus Unter den Linden beherbergt mittlerweile das Deutsche Historische Museum mit seiner Dauerausstellung „Bilder und Zeugnisse der deutschen Geschichte“. Für Wechselausstellungen gibt es auf der Rückseite des Gebäudes seit 2003 einen von Ioeh Ming Pei, dem großen Architekten der Gegenwart, entworfenen Neubau mit 2.700 Quadratmetern Ausstellungsfläche. Pei hat trotz des schwierigen Bauplatzes eine Brücke zwischen dem klassizistischen Berlin und der Klassischen Moderne geschlagen. Bekannt geworden ist I. M. Pei mit der gläsernen Pyramide vor dem Pariser Louvre.

Das Pei-Bauwerk ist unterirdisch über den Schlüterhof des Zeughauses zu erreichen. Schöner anzusehen ist allerdings der Zugang von außen mit der imposanten Glasspindel, die gleichzeitig Eingang und Treppenhaus dieses Museumsquartiers bildet. Der Treppenturm in Sichtweite der Schinkel-Bauten, des Alten Museums und der Neuen Wache, ist bereits von der Straße „Unter den Linden“ zu sehen. Aus dem Turm heraus hat man eine faszinierende Aussicht auf das Forum Fridericianum (heute Bebelplatz) mit Opernhaus und Humboldt-Universität. Aus der Halle, offen vom Untergeschoss bis zum gläsernen Dach, mit ihren den Rolltreppen, Freitreppen, Brücken und Galerien fällt der Blick immer wieder auf die gegenüberliegende Fassade des Zeughauses.

Deutsches Historisches Museum

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