Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Wie ein Rollender Stein, der kein Moos ansetzt …

Like a Rolling Stone – der beste Rocksong aller Zeiten?

In diesem Jahr feierten und feiern sieben Rocklegenden ihren 70. Geburtstag: Bob Dylan, Neil Diamond, Art Garfunkel, Chubby Checker, David Crosby, Charlie Watts und Eric Burdon. Eric Burdon habe ich mit „Am Anfang war es tierisch …“ bereits vorgestellt. Heute soll es um Bob Dylan gehen.

How does it feel / To be without a home / Like a complete unknown Like a rolling stone?

"Im Felsenmeer", Foto © Friedhelm Denkeler 2009

„Im Felsenmeer“, Foto © Friedhelm Denkeler 2009

Einen Song zum besten aller Zeiten zu küren, ist kein leichtes Unterfangen. Die Musik-Zeitschrift „Rolling Stone“ hat es versucht. 1965 hat der 24-jährige Bob Dylan (Robert Allen Zimmerman) den Song geschrieben, der bis heute als der einflussreichste Rocksong angesehen wird: „Like a Rolling Stone“. Er wurde auf dem Album „Highway 61 Revisited“ veröffentlicht.

Bob Dylan:
„Like a Rolling Stone“

2004 wurde der Song vom „Rolling Stone“ Magazin zum besten Song aller Zeiten gekürt und liegt vor „I Can’t Get No) Satisfaction“ von den Rolling Stones und „Imagine“ von John Lennon. Das Magazin hatte eine weltweite Umfrage unter Musikern durchgeführt, welcher Song für sie der wichtigste und beste sei und heraus kam „Like A Rolling Stone“ von Bob Dylan. Es wurden allerdings nur Musiker aus dem Pop-/Rock-Umfeld gefragt und nicht z.B. Andy Borg, dann wäre das Ergebnis sicher anders ausgefallen.

Der Song bezieht sich auf das englische Sprichwort “A rolling stone gathers no moss”. Das Lied erzählt die Geschichte einer Dame aus reichem Hause, die auf der Straße landet. „Rolling Stone“ verweist in diesem Zusammenhang auf Landstreicher und im Refrain wird der Frau die Frage gestellt, wie es sich anfühle, alleine zu sein, heimatlos, unbekannt, eben wie jene Landstreicher.

Der Song wurde bei den Columbia Records in New York mit Al Kooper an der Orgel, Russ Savakus am Bass, Mike Bloomfield als Gitarrist, Bobby Gregg am Schlagzeug und Paul Griffin am Piano eingespielt. Es gab aber größere Probleme bei der Veröffentlichung des Songs. Dies lag vor allem an der für eine Single ungewöhnlichen Länge von sechs Minuten. Zwei bis drei Minuten waren damals „normal“. Dylan lehnte aber eine Kürzung des Stücks ab. Am 15. Juli 1965 wurde der Song dann doch veröffentlicht, stieg innerhalb einer Woche in die Billboard Charts ein und hielt sich dort drei Monate.

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