Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Der Tempel aller Götter – Das Pantheon

Rom 5. Tag: Eine architektonische Harmonie
zwischen Himmel und Sonne

"Touristen im Pantheon", Foto © Friedhelm Denkeler 2011

"Touristen im Pantheon", Foto © Friedhelm Denkeler 2011

Vom Largo Argentina kommend, gehen wir durch das Gassengewirr des alten Pigna-Viertels voll mit typischem römischen Leben und landen vor einem weiteren, dem, nach dem Kolosseum wohl imposantesten antiken Monument in Rom: Mitten im kompakten Häusermeer erhebt sich auf der Piazza della Rotonda der ‚Tempel aller Götter‘, das Pantheon. Die größte Überraschung erlebt man allerdings erst im Inneren des Gebäudes: Eine riesige, 43 Meter hohe Kuppel mit einer Öffnung von 9 Metern im Durchmesser genau in der Mitte des Gewölbes.  

Da der Durchmesser der Halle ebenfalls 43 Meter beträgt, der Innenraum also genauso hoch wie breit ist, würde die Kuppel als vollständige Kugel gedacht den Boden berühren. Durch dieses Gleichmaß ergibt sich eine nicht mehr zu verbessernde architektonische Harmonie. Das Bauwerk gilt als das am besten Erhaltene der römischen Antike. Es wurde um 100 n. Chr. erbaut und ist seit 600 n. Chr. eine römisch-katholische Kirche. Ursprünglich war das Pantheon ein allen Göttern Roms geweihtes Heiligtum. Die Kuppel symbolisiert den Himmel, während die Öffnung für die Sonne steht. Durch die Öffnung fällt das natürliche Licht und dementsprechend auch Regen hinein, der Marmorfußboden ist aber so genial gestaltet, dass das Wasser stets ablaufen kann.

Webcam Piazza della Rotonda

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