Journal

Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Loth und seine Töchter

Georg Tappert: »Loth und seine Töchter«, 1911 & Lucas van Leyden: »Loth und seine Töchter«, 1530, Berlinische Galerie, Berlin, Foto & Collage © Friedhelm Denkeler 2019

Georg Tappert: »Loth und seine Töchter«, 1911 & Lucas van Leyden: »Loth und seine Töchter«, 1530, Berlinische Galerie, Berlin, Foto & Collage © Friedhelm Denkeler 2019

Das Gemälde »Loth und seine Töchter« von Georg Tappert aus dem Jahr 1911, spielt auf die biblische Geschichte von Sodom und Gomorra an. Es zeigt den alten Mann Loth und seine zwei erwachsenen Töchter. Nach der Zerstörung von Gomorra fürchteten beide, keinen Mann mehr zu finden. Sie machten den Vater betrunken und lagen ihm bei.

Tappert vermittelt in seinem Bild den bedenkenlosen Lebenswillen, der bei einer der Schwestern gerade in Sorgen und Skrupel umschlägt. Das Bild ist ein Programmbild des frühen Expressionismus Tapperts und wurde 1911 in III. Ausstellung der Neuen Secession gezeigt.

Als Gründungsmitglied und zweiter Vorsitzende der Neuen Secession war Georg Tappert neben Max Pechstein einer der wichtigsten Vertreter dieser neuen Künstlervereinigung. [Quelle: Bildbeschreibung der Berlinischen Galerie]

Die Regentinnen

»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 3: »1953 Die Regentinnen«. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website “Lichtbilder

Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitelüberschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.

Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 14 Photographien.

»Die Regentinnen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982

»Die Regentinnen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Der Duden bezeichnet eine Regentin als Fürstin, Herrscherin oder Gebieterin; hier geht es aber um Frauen-Porträts in schwarzweiß. Soweit ich zurückdenken kann, haben mich Abbildungen von Frauen interessiert und die waren in Tages- oder Wochenzeitungen in den 1950er Jahren nur als schwarzweiße Fotografien zu finden. Nachdem die Zeitungen ausgelesen waren, habe ich sie oft „ausgeschlachtet“.

»Die Regentinnen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982

»Die Regentinnen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Das mache ich schon seit 20 Jahren so!

"Laß dir von keinem  Fachmann imponieren, der dir erzählt: 'Freund, das mache ich schon seit 20 Jahren so!' Man kann auch eine Sache 2ß0 Jahre lang falsch gemacht haben.", Kurt Tucholsky, Grafik © Friedhelm Denkeler 2001

„Laß dir von keinem Fachmann imponieren, der dir erzählt: ‚Freund, das mache ich schon seit 20 Jahren so!‘ Man kann auch eine Sache 20 Jahre lang falsch gemacht haben.“, Kurt Tucholsky, Grafik © F. Denkeler 2001

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