Journal

Berichte aus Berlin zu Photographie und Kunst

Die Frau in Rot

»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 5: »1955 Die Frau in Rot«. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website “Lichtbilder

Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitel-Überschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.

Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in Rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 3 Photographien.

»Frau in Rot«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982

»Die Frau in Rot«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«
Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Der Titel dieser Episode ist der US-Amerikanischen Filmkomödie von und mit Gene Wilder entlehnt. Filme mit Szenen im Marylin Monroe-Stil gibt es viele. Am bekanntesten ist die Szene aus dem Film „Das verflixte 7. Jahr“ von Billy Wilder. Darin wird der Rock von Marylin Monroe von der Abluft der U-Bahn angehoben. Die Szene schrieb Kinogeschichte, das Foto wurde weltberühmt. Aus naheliegenden Gründen musste diese Episode in Farbe sein.

Advent, Advent, …

Advent, Advent, ein Lichtlein brennt! Erst eins, dann zwei,
dann drei, dann vier, dann steht das Christkind vor der Tür!

"Advent, Advent, ein Lichtlein brennt", Foto © Friedhelm Denkeler 1962

„Advent, Advent, ein Lichtlein brennt“, Foto © Friedhelm Denkeler 1962

Zum zweiten Advent habe ich eine über fünfzig Jahre alte Photographie herausgesucht. Es dürfte sich um eine meiner ältesten Aufnahmen handeln. Sie entstand in der Adventszeit 1962 in Westfalen.

Der Begriff Advent kündete im Römischen Reich den Besuch eines Amtsträgers an, insbesondere den von Königen und Kaisern. Die Christen übernahmen ihn für die Zeit vor der Geburt des Herrn (tempus adventūs Domini). Ursprünglich war die Adventszeit eine Fastenzeit.

Der Adventskranz mit den vier Kerzen ist hingegen eine junge Tradition (seit ca. 1860) und ungefähr seit 1958 gibt es den ersten mit Schokolade gefüllten Adventskalender mit den 24 Türen.

Die Scheinheiligen

»Die Schöne und das Tier – Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Teil 4: »1954 Die Scheinheiligen«. Neues Portfolio von Friedhelm Denkeler auf der Website “Lichtbilder

»Die Scheinheiligen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit« Foto © Friedhelm Denkeler 1982

»Die Scheinheiligen«, aus dem Portfolio »Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit«, Foto © Friedhelm Denkeler 1982

Die vorliegenden Photographien, die zwischen 1981 und 1988 entstanden sind, habe ich zu einem Portfolio zusammengestellt, in dem 17 visuelle Geschichten aus Kindheit und Jugendzeit erzählt werden. Im Künstlerbuch sind sie in Kapitel eingeteilt; die Kapitel-Überschriften stehen symbolisch für die Jahre von 1951 bis 1967. Die Geschichten sind mehr oder weniger so passiert oder es hätte zumindest so sein können.

Grundlage der Photographien ist die Sammlung von Frauenporträts und Aufnahmen vom Bildschirm. (Die 17 Kapitel: Puppenspiele, Schiebung, Die Regentinnen, Die Scheinheiligen, Die Frau in rot, Die Schöne und das Tier, Knees and Legs, Kindertraum, Die Lehrmeisterin, Träumer, Tatort, Ewalds Geheimnis, Die Zofe, Achterbahnfahrt, Visionen im Wald, Rhapsodie in Oel, Sammlung Konkret). Das gesamte Portfolio besteht aus 112 und die heutige vorgestellte »Geschichte« aus 14 Photographien.

Eine scheinheilige Person täuscht Eigenschaften wie Unschuld, Freundlichkeit, Interesse und Mitgefühl vor, aber stille Wasser können auch tief sein. Scheinheilig zu sein bedeutet, dass jemand so tut als ob er einzelne Eigenschaften eines Heiligen habe, ohne diese zu besitzen. Scheinheilig ist eine Zuschreibung von außen, die in der Regel abwertend gemeint ist. Um des eigenen Vorteils willen kann jemand so tun, als sei er ehrlich an einem interessiert ist. Der Reiz der beiden letzten Episoden rührt von dem deutlich zu erkennenden Raster des Zeitungsdrucks.

Loth und seine Töchter

Georg Tappert: »Loth und seine Töchter«, 1911 & Lucas van Leyden: »Loth und seine Töchter«, 1530, Berlinische Galerie, Berlin, Foto & Collage © Friedhelm Denkeler 2019

Georg Tappert: »Loth und seine Töchter«, 1911 & Lucas van Leyden: »Loth und seine Töchter«, 1530, Berlinische Galerie, Berlin, Foto & Collage © Friedhelm Denkeler 2019

Das Gemälde »Loth und seine Töchter« von Georg Tappert aus dem Jahr 1911, spielt auf die biblische Geschichte von Sodom und Gomorra an. Es zeigt den alten Mann Loth und seine zwei erwachsenen Töchter. Nach der Zerstörung von Gomorra fürchteten beide, keinen Mann mehr zu finden. Sie machten den Vater betrunken und lagen ihm bei.

Tappert vermittelt in seinem Bild den bedenkenlosen Lebenswillen, der bei einer der Schwestern gerade in Sorgen und Skrupel umschlägt. Das Bild ist ein Programmbild des frühen Expressionismus Tapperts und wurde 1911 in III. Ausstellung der Neuen Secession gezeigt.

Als Gründungsmitglied und zweiter Vorsitzende der Neuen Secession war Georg Tappert neben Max Pechstein einer der wichtigsten Vertreter dieser neuen Künstlervereinigung. [Quelle: Bildbeschreibung der Berlinischen Galerie]

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